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Friedhöfe in der Region"
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Zu den jüdischen Friedhöfen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Rotenburg an der Fulda
(Kreis
Hersfeld-Rotenburg)
Jüdischer Friedhof
Hinweis: Zum jüdischen
Friedhof Rotenburg an der Fulda gibt es einen hervorragend ausgearbeiteten
virtuellen
Rundgang - erstellt durch Heinrich Nuhn, Rotenburg (bitte anklicken;
zugänglich auch über www.mikwe.de)
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Rotenburg
an der Fulda (interner
Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
Der jüdische Friedhof in Rotenburg wurde
vermutlich im 17. Jahrhundert angelegt (erster Beleg für Pachtzahlungen der
jüdischen Gemeinde ist von 1682); die ältesten vorgefundenen Grabsteine sind von
1734. Der
Friedhof diente ursprünglich auch den jüdischen Gemeinden Bebra, Baumbach, Ronshausen,
Iba und Braach sowie Breitenbach als Begräbnisstätte, bis
einige dieser Orte eigene Friedhöfe anlegten. Der ältere Teil des Friedhofes
hatte nach einer Dokumentation von 1937 190 Grabsteine, der neue 155 Grabsteine.
Die letzten Beisetzungen fanden 1937/38 statt.
Am Eingang zum Friedhof befindet sich ein großer Gedenkstein mit dem
Text: "Jüdischer Friedhof. Seit dem 13. Jahrhundert lebten Juden in
Rotenburg, zeitweilig mehr als zehn Prozent der Einwohnerschaft der Stadt. Der
älteste erhaltene Grabstein datiert aus dem Jahre 1748. Während der
nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden alle Juden aus Rotenburg
vertrieben, viele in Konzentrationslagern umgebracht.... Jiskor - Gedenke - Sachor.
Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung."
Aus einer Hinweistafel am Eingang findet sich als Text zur Geschichte des
Friedhofes: "Jüdischer Friedhof in Rotenburg an der Fulda. Die
Friedhofsanlage entstand um 1740. Sie diente bis ca. 1870 als Sammelfriedhof
für die Gemeinden in Baumbach, Bebra, Baach, Breitenbach, Heinebach, Iba,
Ronshausen und Rotenburg an der Fulda. Nach 1870 diente die Anlage nur noch als
Friedhof für Rotenburg an der Fulda. Daher auch die Größe und die
Unterteilung in einen neuen und einen alten Friedhofsteil. Waldvegetation prägt
den Friedhof, wie auch seine Umgebung. Die ursprüngliche Grundstruktur ist im
Wesentlichen erhalten geblieben. Mehrere Pfade durchziehen den Friedhof, viele
Grabsteine sind umgelegt oder umgestürzt. Die letzte Beisetzung fand 1938
statt. Der letzte Grabstein entspricht in seiner Ausgestaltung eher christlichen
Vorbildern, jüdische Symbole und Schriftzeichen fehlen völlig. Der
Magistrat der Stadt Rothenburg a.d. Fulda."
| Am Eingang zum Friedhof |
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Die Gedenktafel (Text siehe
oben) |
Hinweistafel (Text siehe oben) |
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| Alter Friedhofsteil |
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| Teilansichten des
alten Friedhofsteiles |
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| Teilansichten des
alten Friedhofsteiles |
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Grabstein rechts
für Leib Grünbaum (Dok.
Nr. 57: "Löw, Sohn des Jecheskiel ha-Levi
Grünbaum aus Bebra, gest. 1852) |
Teilansichten des
alten Friedhofsteiles |
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Grabstein für Carl Dellevie
(1811-1847), war
als Arzt und Geburtshelfer in Hersfeld tätig.
Sein
Großvater (Hofjude Meyer Heinemann)
hatte 1808 den Familiennamen Dellevie
angenommen. |
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| Neuer Friedhofsteil |
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Blick über den neuen
Friedhofsteil,
der zu einem großen Teil unbelegt
geblieben ist |
Grabstein für den
Kriegsveteran (1870/71)
Hirsch Brandes (1841-1918) und Hannchen
Brandes
geb. Hermann (1842-1932) |
Grabstein für Henriette Linz
geb.
Birnbaum (1862-1929) und
Meier Linz (1861-1934) |
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Grabstein für den
Schlossermeister
Koppel Ganz (1852-1938) |
Links erneuerter Grabstein
für Isak Werthan
(1870-1938), rechts davon für
Meier Rothschild
(1856-1938) |
Erneuerter
Grabstein für Nanny Katzenstein
geb. Lange (1865-1919) mit
Gedenkinschrift
für die in Konzentrationslagern umgekommenen
Julius
Flörsheim (1883-1941) und Paula
Florsheim geb. Katzenstein (1889-1944);
rechts
Grabstein für Jakob Katzenstein (1860-1936) |
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Grabstein für
Bertha Linz geb. Katz
(1832-1912) und Feist Linz (1829-1915),
darunter
Gedenkinschrift für den in Auschwitz ermordeten Berthold Linz
(1867-1943); kleiner Grabstein links für Susette Linz (1864-1936) |
ältere Grabsteinreihen
(Ende
19. Jahrhundert)
im neuen Friedhofsteil |
Grabstein links
für Nanny Heß geb.
Plautberg (1820-1883), rechts für
Herz Heß
(1819-1892, war zeitweise
Kreisvorsteher der Judenschaft
im Kreis
Rotenburg) |
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Grabstein für Isaak
Wallach
aus Baumbach (1852-1903) |
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