Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Passau (Kreisstadt)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Beitrag zur mittelalterlichen Geschichte der Juden in Passau (von 1929) 
Aus dem 20. Jahrhundert - Berichte in jüdischen Periodika   
Weitere Dokumente     
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)          
   
In Passau - bis zum 16. Jahrhundert ein Zentrum des internationalen Fernhandels - gab es im Mittelalter eine größere jüdische Gemeinde. Schon in der sogenannten "Raffelstätter Zollordnung" aus der Zeit um 903 werden neben Bayern, Slaven und Russen ausdrücklich Juden genannt, die in den östlichen Gegenden von Bayern zu Handelszwecken reisten. Ob es damals bereits Juden in der Stadt gab, ist nicht bekannt. 1204 wird als einer der drei Mautner des Passauer Bischofs David Judaeus genannt, ob er in Passau lebte, ist jedoch nicht bekannt. Eine Urkunde von 1210 lässt die Anwesenheit von Juden in der Stadt vermuten. Damals kam es zu einem Vergleich zwischen dem Bischof und den Juden, die schweren Schaden erlitten hatten, nachdem ihr Besitz geraubt worden war. Eine Schadensersatzregelung wurde getroffen. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren sicher Juden in der Stadt. 1260 zahlten sie dem damaligen Bischof Otto eine größere Summe zum Rückkauf eines Zehnten. Die Juden der Stadt lebten überwiegend vom Geldhandel. Ihre Häuser lagen in der "Judenstraße" (heute: Steiningergasse), die von der Donau zum damaligen Markplatz (heute Residenzplatz) führte. Die Synagoge befand sich am Innufer in der nach ihr genannten "Judenschulstraße" (judenschulstrazz, 1362 und 1388 genannt, heute "Zinngießergasse"). Sie wird erstmals 1314 erwähnt. Die Toten der Gemeinde wurden in dieser Zeit wahrscheinlich in Regensburg beigesetzt. 
  
Bei der Verfolgung 1338 (vgl. Deggendorf) und derjenigen in der Pestzeit 1348/49 wurden möglicherweise auch Passauer Juden ermordet, da nach diesen Verfolgungen erst 1371 wieder Juden in der Stadt genannt werden. Möglicherweise wohnten sie in der Folgezeit nicht mehr in der "Judenstraße" (judenstraz, 1354 und 1371 genannt). Hier gehörten die Häuser in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts christlichen Familien. 
 
Das jüdische Wohngebiet lag nun (spätestens seit Anfang des 15. Jahrhunderts) in einem "Judenstädtl" ("oppidulum Judaeorum") am Ilzufer zu Füßen des Oberhauses (in der Ilzstadt), wo sich nach einer Überlieferung schon um 1100 aus Regensburg vertriebene Juden angesiedelt haben sollen. Auch in der zweiten Hälfte des 14. und im 15. Jahrhundert lebten die Juden vom Geld- und Pfandverleih; der Warenhandel lag damals weitgehend in den Händen der christlichen Bürger. 1390 wurden die Passauer Juden verhaftet. Sie wurden gezwungen, alle Schuldbriefe und Pfänder auszuliefern. Spätestens seit 1418 war ein jüdischer Friedhof nördlich des "Judenstädtl" vorhanden. 1419 wurde eine Kleidervorschrift erneuert, wonach die jüdischen Männer einen spitzen Hut, die Frauen eine klingende Schelle zu tragen hatten. Bis zu etwa 15 jüdische Familien dürften in der Ilzstadt gelebt haben. Am 10. Februar 1478 wurden alle erwachsenen jüdischen Männer gefangengenommen und des Hostienfrevels beschuldigt. Auf Grund der durch die Folter erzwungenen Aussagen wurden am 10. März 1478 zehn von ihnen hingerichtet, darunter zwei Fremde. Die übrigen wurden vertrieben, sofern sie sich nicht zur Taufe bereit erklärten. Angeblich sollen 40 oder 46 Juden getauft worden. Im Zusammenhang mit dieser Judenverfolgung wurde die Synagoge zerstört. Als Sühnekirche wurde 1479 bis 1495 die Kirche St. Salvator erbaut. Sie soll an Stelle einer Synagoge in der Ilzstadt erbaut worden sein.        
   
Die Kirche St. Salvator diente der Pflege des kirchlichen Antijudaismus in der Stadt über mehrere Jahrhunderte. Ein Emporenkapellenumgang zeigte die "Heiltümer" mit dem angeblichen Hostienfrevel. Dieser wurde bis zum 19. Jahrhundert auch auf Tafelbildreihen dargestellt, die sich heute zum Teil im Passauer Oberhausmuseum befinden. Ein angeblich zum Durchstechen der Hostien verwendetes Messer wurde in eine prunkvolle Monstranz eingearbeitet.        
   
    
Erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte jüdische Personen wieder in Passau zuziehen, ohne dass es zur Gründung einer selbständigen jüdischen Gemeinde kam. Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wie folgt: 1867 8 jüdische Einwohner, 1871 7, 1880 16, 1890 42, 1900 34, 1910 73 (0,3 % von insgesamt 20.983 Einwohnern), 1925 48, 1933 40 jüdische Einwohner. Die jüdischen Familien lebten vom Handel mit Textilien, Schuhen und Holz. 
   
Die jüdischen Familien des 19./20. Jahrhunderts hatten keine eigenen Einrichtungen am Ort. Sie gehörten seit 1903 zur jüdischen Gemeinde in Straubing. Die in Passau verstorbenen Juden wurden auf dem jüdischen Friedhof in Straubing beigesetzt. 
  
Nach 1933 traf der wirtschaftliche Boykott die zwölf jüdischen Geschäfte schwer. Als das jüdische Warenhaus "Merkur" im August 1935 seinen Ausverkauf abhalten wollte, verwehrten Posten der NSDAP den Käufern den Zutritt in das Geschäft. Als die Übergriffe andauerten, schloss die Polizei das Warenhaus. Am 31. August 1935 fande in Passau eine stark besuchte antisemitische Kundgebung statt. Noch in der Nacht und an den folgenden Tagen wurden auf die Schaufenster der jüdischen Läden Plakate mit antijüdischen Parolen geklebt und antisemitische Handzettel verteilt. In kurzer Zeit gingen nun sämtliche jüdischen Geschäfte in "arischen Besitz" über. Im August 1938 wurde Robert Weilheimer festgenommen und in das Gefängnis von Amberg gebracht. Er wurde später in Polen (Treblinka) ermordet. Bis zum Beginn der Deportationen waren fast alle jüdischen Einwohner ausgewandert oder von Passau verzogen (20 nach München, vier nach Berlin). Die zwei letzten jüdischen Einwohner waren Frauen, die in "privilegierter Mischehe" lebten und den Krieg in Passau überlebten.
      
Von den in Passau geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Johanna Maurus geb. Bechert (geb. 1896 in Passau, später in München wohnhaft), gest. im November 1941 an Suizid, Aloisia (Luise) Schwarzschild geb. Klein (geb. 1909 in Passau, später in Kaiserslautern wohnhaft, 1940 in das südfranzösische KZ Gurs deportiert und umgekommen), Robert Weilheimer (1900).     
    
Nach 1945 bildete sich in der Stadt eine jüdische Gemeinde aus ehemaligen Lagerhäftlingen / Displaced Persons (überwiegend aus der Stadt und der Region Kielce/Polen). Im Januar 1946 wurde eine jüdische Gemeinde gegründet. Im August 1946 lebten 150 jüdische Personen in der Stadt. Verwaltungssitz und kulturelles Zentrum der jüdischen Gemeinde in Passau war das Hotel Deutscher Kaiser in der Bahnhofstraße 30. Gemeindevorstand war Josef Holländer. Die Zahl der in Wohnungen oder in Häusern Passaus zeitweise untergebrachten Juden lag bei bis zu 280 Personen. Nach Gründung des Staates Israel 1948 sind die meisten ausgewandert. Viele hatten sich vor der Auswanderung in einem "Trainingskibbuz" im Soldenpeterweg 19 für die Auswanderung vorbereitet (landwirtschaftliche Arbeiten usw.). 1961 wurden noch 35 jüdische Einwohner gezählt, 1976 20. 
  
Seit den 1990er-Jahren erfolgte wieder ein etwas stärkerer Zuzug von jüdischen Personen und Familien aus den GUS-Staaten ("Kontingentflüchtlinge"). 
     
     
     
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde             
    
Beitrag "Zur (mittelalterlichen) Geschichte der Juden in Passau" von W. M. Schmid (1929)   
Der Beitrag erschien in der "Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" 1929 Heft 2 S. 119-135: Zum Lesen bitte die Textabbildungen anklicken.

Passau  ZGJD 1929 H2 S120.jpg (178373 Byte) Passau  ZGJD 1929 H2 S121.jpg (175237 Byte) Passau  ZGJD 1929 H2 S122.jpg (192874 Byte)
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Passau  ZGJD 1929 H2 S127.jpg (99968 Byte) Passau  ZGJD 1929 H2 S128.jpg (199833 Byte) Passau  ZGJD 1929 H2 S129.jpg (211465 Byte) Passau  ZGJD 1929 H2 S130.jpg (157423 Byte)
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Aus dem 20. Jahrhundert - Berichte in jüdischen Periodika    
Antisemiten sprengen eine Veranstaltung (1920)    

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 26. März 1920: "München. In Passau wurde eine von den freien Gewerkschaften veranstaltete geschlossene Vorstellung des Dramas 'Kurt Eisner' von Reichswehrsoldaten und Studenten mit dem Ruf 'Nieder mit den Juden' gesprengt."     

       
Herr Hollerbaum ist vermutlich der älteste jüdische aktive Offizier des bayerischen Heeres (1914) 
Anmerkung: es handelt sich um Maximilian Hollerbaum (geb. 1850 in München, gest. 25. September 1915 in Straßburg). 
Vgl. Artikel "Maximilian Hollerbaum" im Regiowiki Niederbayern & Altötting. 
   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. Dezember 1914: "Herr Hollerbaum aus Passau übernahm als Major z.D. bald nach Beginn der Mobilmachung die Bahnhofskommandantur Passau. Jetzt steht er als Kommandant des Landsturmbataillons Passau mit seinem Bataillon im Osten. Da Major Hollerbaum, der schon den Feldzug 1870/71 mitgemacht hat, 62 Jahre alt ist, dürfte er der älteste jüdische aktive Offizier des bayerischen Heeres sein."             

   
   
Weitere Dokumente   

Quittungsbeleg über eine Wertsendung an 
August Dingfelder in Passau - Sailerwöhr (1919)    
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim / Ries) 
 Passau Dok 20150064.jpg (142009 Byte)  

Der Quittungsbeleg über eine Wertsendung an Herrn August Dingfelder in Passau-Sailerwöhr ist datiert vom 2. Juni 1919. 
August Dingfelder ist 1862 geboren in Uehlfeld; er war verheiratet (Schweinfurt 1887) mit Emma Gundersheimer aus Gochsheim. Das Ehepaar bekam fünf Kinder: Rosa (1888), Justin(1889), Siegbert (1891), Hermine (1895) und Hermann (1897). 1921/22 betrieb die Firma August Dingfelder & Söhne ihre "Mechanische Seilerwarenfabrik" auch in der Sailerwöhrstr. 6 in Passau. Im September 1920 ließ sich Hermann Dingfelder als technischer Betriebsleiter des Unternehmens eintragen, das "Import und Export von Landesprodukten insbesondere Hanf" betrieb. August Dingfelder emigrierte im August 1936 von Nürnberg in die Niederlande und wurde am 9. Februar 1943 im Sammellager Westerbork inhaftiert, in der Zeit vom 14. - 16. September 1943 in das KZ Bergen-Belsen verbracht, von dort am 26. Januar 1944 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 1. Juli 1944 umgekommen ist (für tot erklärt).
Quellen: Anna Elisabeth Rosmus-Wenninger: Exodus (s.Lit.)  
http://www.mesusa.de/images/download/mesusa8/Uehlfeld_284-285.pdf      

   
   
Zur Geschichte der Synagoge    
   
Im Mittelalter erfährt man von einer Synagoge in der Altstadt (1314 erstmals und 1427 letztmals genannt) sowie einer Synagoge in der Ilzstadt am Ufer der Ilz (bis zur Zerstörung 1478) am Platz der St.-Salvator-Kirche. Näheres siehe oben im Text.
 
Im 19./20. Jahrhundert (bis zur NS-Zeit) war vermutlich kein Betraum vorhanden. Möglicherweise trafen sich Gemeindeglieder zeitweise zur Abhaltung von Gottesdiensten in einem der jüdischen Häuser. Ansonsten wurden die Gottesdienste in Straubing besucht.  
   
1945/46 gab es einen Betraum für die in der Stadt sich aufhaltenden Displaced Persons (DPs). Der Betsaal und eine Mikwe (rituelles Bad) befanden sich im Hotel "Deutscher Kaiser" in der Bahnhofstraße 30. Nach dem Wegzug der DPs wurde die Gemeinde aufgelöst. Das Hotel "Deutscher Kaiser" wurde (bis zur Gegenwart) wieder als Hotel benutzt.  
  
  
Adresse/Standort der Synagoge  siehe Textbeschreibungen oben 
  
  
Fotos    

Pläne der jüdischen Ansiedlungen
in der mittelalterlichen Altstadt 
und der Ilzstadt 
(aus dem Beitrag von Schmid s.o. 
in höherer Auflösung)
Passau  ZGJD 1929 H2 S120o.jpg (225748 Byte) Passau  ZGJD 1929 H2 S123o.jpg (191729 Byte)
   Plan der Altstadt mit Eintragung der
 "Judengasse", "Judenschulgasse" und 
der Stelle der Synagoge (h).
Plan der Ilzstadt mit Eintragung der
 Judensiedlung am Ilzufer, der Synagoge 
(a, hier später St. Salvator) und des
 jüdischen Friedhofes
   
     
Zeitgenössisches Flugblatt (um 1480) 
vom (erlogenen) Hostiendiebstahl 
der Juden von Passau
Passau  ZGJD 1929 H2 S129o.jpg (456469 Byte)   
       
      
Die an Stelle der Synagoge im 
Stadtteil Ilzstadt 1479 bis 1495 
erbaute Sühnekirche St. Salvator
Passau St Salvator 010.jpg (123324 Byte)  
   Die Kirche diente jahrhundertelang 
der Pflege des kirchlichen Antijudaismus 
in der Stadt
 
     

        
       

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Passau  
Wikipedia-Artikel zur Kirche St. Salvator in Passau    
Seite von hagalil.com zur mittelalterlichen jüdischen Geschichte in Passau  
Weitere Seite von haglil.com über "Gedenkkultur in Passau" - mit Diskussion zur Thematik     
Gedicht "Die Juden in Passau" aus einem geschriebenen geistlichen Liederbuche in der Sammlung von Clemens Brentano  
Beitrag über Anja Rosmus, die 1994 in Boston eine Doktorarbeit über "Die Geschichte der Juden in Passau" schrieb 
Wikipedia-Artikel (Regiowiki Niederbayern) über Anna Rosmus        

Literatur:  

Germania Judaica I, 266-267; II,2 S. 647-648; III,2 S. 1088-1091.  
Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979 S. 68-69.
Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 330; 1992² S. 341-342.
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany - Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 146.    
Anna Elisabeth Rosmus-Wenninger: Widerstand und Verfolgung am Beispiel Passaus 1933-1939. Andreas-Haller-Verlag 1983. 
dies.: Exodus - Im Schatten der Gnade. Aspekte zur Geschichte der Juden im Raum Passau. Tittling 1988.    
Herbert Wurster (Diözesan-Archivar in Passau): Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung Passaus. Online zugänglich (pdf-Datei)
ders.: Die jüdische Bevölkerung. In: Geschichte der Stadt Passau. Passau 2000. S. 385-392. 
Jim G. Tobias: Chasah we Emaz - Stark und Mutig! Beitrag über die jüdische Nachkriegsgemeinde in Passau. Online zugänglich (eingestellt am 2.2.2012). 

     
      


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Passau, Lower Bavaria. Jewish merchants possibly arrived in Passau with the Romans and the Jewish quarter dates from at least the 11th century. Most of the Jews were killed in the wake of the massacre of the Jews of Deggendorf in 1338 and in the Black Death persecutions of 1348-49. In 1478, ten were executed in a blood libel, 40 were forced to convert, and the rest were expelled. The 19th century community was attached to Straubing. The Jews traded in knitted good, readymade wear, shous, and lumber. In 1933 they numbered 40 (total 25.151). Most Jews left for other German cities.  
     
       

                   
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Stand: 14. Januar 2016