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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Jüdische Friedhöfe in der Oberpfalz Übersicht:
Dietfurt an der Altmühl - Töging (NM) Zur Geschichte des ehemaligen Friedhofes: Vermutlich bis Ende des 17. Jahrhunderts bestand in Töging eine jüdische Gemeinde. Ein Synagoge (auf Grundstück Beilingrieser Straße 1-3) und ein Friedhof waren vorhanden. Vom Friedhof ist nichts mehr erhalten. Das Grundstück, dessen exakte Lage nicht bekannt ist, ist inzwischen bebaut. Lage: Flur "Judenhügel" westlich des alten Ortskernes im Bereich der heutigen Straße "Am Arzberg". Link: Website der Gemeinde
Dietfurt Website zum
Ortsteil Töging
Flossenbürg (NEW, KZ-Friedhof)
Neunburg vorm Wald (SAD, KZ-Friedhof) Zur Geschichte des Friedhofes: Am Neunburger Plattenberg befindet sich seit 1946/47 eine der größten Grabanlagen für KZ-Opfer in Bayern. Eine Gedenktafel inmitten von acht großen Gräberfeldern trägt die Inschrift: "Ihr starbet, damit wir leben! Zur Erinnerung an 615 unbekannte Opfer des Todesmarsches Flossenbürg - Dachau. April 1945". Rund um den Gedenkstein befinden sich 12 Platten in einem Halbkreis, die in Symbol und hebräischer Inschrift an die 12 Stämme Israels aus biblischer Zeit erinnern. Die 615 überwiegend jüdischen Häftlinge sind bei den "Evakuierungs"-märschen umgekommen, bei denen Tausende noch kurz vor der Befreiung durch Strapazen und Mord ums Leben kamen und in den Wäldern von der SS verscharrt wurden. Die Massengräber wurden erst nach dem Krieg entdeckt, und die Leichen mussten auf Befehl der Alliierten von früheren Mitgliedern der NSDAP exhumiert und in Neunburg feierlich bestattet werden. Lage: Am Plattenberg, erreichbar von der Ortsmitte in Richtung Amberg/Schwarzenfeld. Kurz vor dem Ortsende nach rechts einbiegen (Hinweisschild), von hier noch ca. 400 m bis zum Friedhof. Link: Website
der Stadt
Neunburg vorm Wald Neustadt an der Waldnaab (NEW) Zur Geschichte des Friedhofes: In Neustadt bestand vom 14. Jahrhundert bis 1684 eine jüdische Gemeinde. Zu ihren Einrichtungen (erhalten ist noch das Gebäude der Jeschiwa im Haus Freyung 23 und das Gebäude der Mikwe Freyung 25) gehörte auch ein Friedhof, der 1621 urkundlich genannt ist. Dieser befand sich hinter der südlichen Häuserzeile der Freyung. Heute befinden sich hier Gärten. Es ist noch ein Grabstein des Friedhofes aus dem Jahr 1648 im Museum der Gemeinde vorhanden. Lage: Südostseite der Freyung (an der Straße "Judengraben"). Der Friedhof lag/liegt im Bereich der Gärten, die sich hinter dem heutigen Hotel Grader (Freyung 39) beginnend, äußerst schmal zum Gasthof Krone hinziehen. Link: Website
der Gemeinde
Neustadt an der Waldnaab
Zur Geschichte des Friedhofes: In Sallern und Stadtamhof bestanden nach der Ausweisung der Regensburger Juden von 1519 bis 1577 jüdische Gemeinden. Beide besaßen eine Synagoge (in Sallern auf dem Grundstück des späteren katholischen Pfarrhauses in der Amberger Straße 87; in Stadtamhof am Platz des späteren Rathauses, Standort Stadt-am-Hof 7). Zwischen Sallern und Stadtamhof befindet sich innerhalb eines Wohngebietes eine Straße "Am Judenhof". Möglicherweise war in der Zeit von 1519 bis 1575 hier der jüdische Friedhof von Sallern und Stadtamhof. Lage: "Am Judenhof". Zusätzlicher Hinweis: In Stadtamhof bestand im März/April 1945 ein Außenkommando des Konzentrationslagers Flossenbürg Außenkommando des Konzentrationslagers Flossenbürg (Lager "Colosseum"), von wo aus etwa 400 teils jüdische Häftlinge zur Zwangsarbeit eingesetzt waren. 65 von ihnen kamen ums Leben. Sie wurden in Massengräber auf dem Oberen katholischen Friedhof und auf dem Evangelischen Zentralfriedhof vergraben. Am 4. November 1950 wurde im Westteil des Zentralfriedhofes ein Ehrenmal eingeweiht. 1955 wurden die Toten exhumiert, teils in ihre Heimat, teils auf den Gedenkfriedhof Flossenbürg verbracht. Das Denkmal wurde damals entfernt. Link: Website der jüdischen
Gemeinde Regensburg Zur Geschichte des Friedhofes: Ein 150 bis 200 KZ-Häftlinge umfassender Elendszug wurde am 23./24. April 1945 durch das Gemeindegebiet von Rettenbach Richtung Wörth an der Donau getrieben. Längs des Marschweges fanden sich wenig später zahlreiche Leichen, von denen 18 in Wörth und 48 (nach anderer Quelle 56) neben der Straße im sogenannten Holzhacker-Wald bei Rettenbach bestattet wurden. 1957 wurden die Grabanlagen aufgelöst und die Leichen auf den Ehrenfriedhof in Flossenbürg überführt. In Rettenbach verblieb ein Granitblock mit der neu gefassten Inschrift: "Hier wurden 1945 48 KZ-Häftlinge bestattet, 1957 nach Flossenbürg umgebettet. Errichtet 1985 von der Stadt Rettenbach". Lage: Im sog. Holzhackerwald bei Rettenbach an der Straße von Wörth nach Falkenstein Link: Website der Gemeinde
Rettenbach
Zur Geschichte des Friedhofes: Auf dem Friedhof der Gemeinde Rötz besteht eine Erinnerungsstätte an ehemals hier beigesetzte KZ-Opfer. Auf dem Gedenkstein ist zu lesen: "Euch als Freiwild zu Tode gejagt Birgt gütig nun Allmutter Erde! Zum Gedenken an die hier bestatteten 141 K.Z.-Häftlinge aus dem Lager Flossenbürg. + 22. April 1945. Umgebettet im Mai 1957 nach Flossenbürg". Lage: Kommunaler Friedhof Link: Website der Gemeinde Rötz Rötz - Bernried (CHA, KZ-Gedenkstätte) Zur Geschichte des Friedhofes: Auf dem Friedhof in Bernried befindet sich eine Gedenkstätte für umgekommene KZ-Häftlinge. Die Inschrift des Gedenksteines berichtet: "Hier ruhen 164 Opfer des Nationalsozialismus. + 1945 zu Tode gehetzt, in Frieden geborgen . Umgebettet im Juni 1957 nach Flossenbürg". Lage: Kommunaler Friedhof neben der katholischen Kirche, Gedenkstein rechts neben der Leichenhalle. Link: Website der Gemeinde Rötz Zur Geschichte des Friedhofes: In der heute zur Stadt Schwandorf gehörenden Waldflur Kunthau des früher selbständigen Stadtteiles Dachelhofen lagen bis Ende der 1950er-Jahre drei Grabsteine an der Bahnstrecke Schwandorf-Regensburg nahe Klardorf. Hintergrund ist ein Massaker unter KZ-Häftlingen aus dem Lager Flossenbürg, die im April 1945 mit einem Eisenbahnzug nach Dachau gebracht werden sollten. Der Zug war hier stehen geblieben. Mehrere Häftlinge starben, weitere verloren ihr Leben, als die Wachmannschaften bei einer Panik unter den Gefangenen und bei Ausbruchsversuchen rücksichtslos schossen. Die Überlebenden wurden zu Fuß weitergetrieben, 70 Leichen blieben zurück. Über zwei Massengräbern wurden nach dem Krieg zwei Gedenksteine gesetzt. 1957/59 wurden 63 Leichen aus diesen zwei Massengräbern exhumiert und im Ehrenfriedhof Flossenbürg beigesetzt. An die Gedenkstätte in der Waldflur Kunthau erinnern nur noch Reste der Grabeinfriedung. Ein Toter wurde bereits 1945 in einem Einzelgrab mitten im Wald beigesetzt (vermutlich durch Angehörige; Grabstein ist verschwunden). Sechs weitere Leichen wurden 1945 im Sammelgrab Ost des Schwandorfer Friedhofs beigesetzt. Zusammen mit Bombenopfern der schweren Luftangriffe auf Schwandorf liegen dort auch 22 KZ-Opfer. Lage: Waldflur Kuntau beziehungsweise kommunaler Friedhof in Schwandorf (Wackersdorfer Straße). Link: Website der Stadt
Schwandorf
Winklarn - Muschenried (Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach, SAD) Zur Geschichte des (ehemaligen) Friedhofes: In den letzten Kriegstagen wurden mehrere hundert KZ-Häftlinge aus dem Lager Flossenbürg auf einem Todesmarsch durch den Bereich von Muschenried getrieben. Die Nacht vom 21. auf den 22. April verbrachten sie auf einer Wiese unterhalb des Kreuzberges. In dieser Nacht und am darauffolgenden Tag wurden 113 Häftlinge von ihren Bewachern erschossen und von einem Beerdigungskommando an verschiedenen Orten verscharrt. Kurz nach Kriegsende wurden die Toten in eine gemeinsame Grabstätte umgebettet. Insgesamt 333 KZ-Häftlinge, die in der Umgebung umgekommen waren, wurden in Muschenried beigetzt. 1958 wurden die sterblichen Überreste nach Flossenbürg umgebettet. Eine steinerne Gedenktafel weist heute noch in Muschenried auf den ehemaligen Friedhof hin. Lage: Am Ortsende von Muschenried in Richtung Kulz (B 22), erreichbar über die Lettenstraße bis zum Waldrand. Link: Website
der VG Oberviechtach Website
der Gemeinde Muschenried
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