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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Muggensturm (Landkreis Rastatt)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zur
Markgrafschaft Baden-Baden gehörenden Muggensturm bestand eine kleine jüdische
Gemeinde bis 1913. Ihre Entstehung geht auf die Zeit Anfang des 18. Jahrhunderts
zurück. Erstmals wird 1701 eine jüdische Familie am Ort genannt; 1715
waren es zwei, 1764 drei Familien (als Hausbesitzer: Witwe des 1755 verstorbenen
Juden Abraham und Schutzjude Joseph Moysis), 1789 17 jüdische Personen.
Bis 1825 nahm die Zahl der jüdischen Einwohner auf 25 Personen zu (1841 29,
1869 67). In den 1830er-Jahren handelte es sich um die Familien des David Kahn,
Wolf Kahn, Loew Kahn (seit 1833 Vorsteher der Gemeinde), Nathan Lehmann, Salomon
Lehmann, Isaak Roos, Juda Vogel, Max Wertheimer. 1862 erhielten das
Bürgerrecht: Maier Dreifuß, Löb Kahn, Simon Kahn (Metzger), Leopold Löb,
Abraham Roos, Samuel Schnurmann (Kaufmann), Juda Vogel, Marx Wertheimer, Moses
Wertheimer, 1864 wurde Lob Wertheimer als Bürger angenommen, 1867 Isaias
Wertheimer, 1869 Samuel Vogel, 1871 Hermann Wertheimer, 1873 Simon Wertheimer,
1877 Isak Roos, 1878 Leopold Roos, 1881 David Löb und Isaak Wertheimer, 1883
Abraham Dreifuß, 1896 Isaak Wertheimer.
Die höchste Zahl jüdischer
Einwohner wurde um 1875 mit 80 Personen erreicht. Bald verzog jedoch ein großer
Teil der Muggensturmer Juden in die Städte der Umgebung (Rastatt Karlsruhe) oder wanderte aus.
1897 waren noch sieben jüdische Familien am Ort mit etwa 30 Personen; 1910
wurden nur noch 15 jüdische Einwohner gezählt. Die jüdischen
Familien lebten vom Handel mit Waren unterschiedlicher Art. Als größeren
Gewerbebetrieb gab es in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die Tüten-,
Papierwaren- und Kartonagefabrik Dreyfuss & Roos (vergleiche Anzeige
unten).
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine
Religionsschule und ein rituelles Bad. Die Toten der Gemeinde wurden im
jüdischen Friedhof in Kuppenheim
beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war in der 2.
Hälfte des 19. Jahrhunderts zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als
Vorbeter und Schochet tätig war (siehe Stellenausschreibungen unten). 1827 wurde die Gemeinde dem Rabbinatsbezirk Bühl zugeteilt.
Zum 1. Januar 1913 wurde
die Gemeinde aufgelöst und die hier noch lebenden Juden der Israelitischen
Gemeinde Rastatt zugewiesen. 1924 lebten
noch vier, 1933 fünf jüdische Personen in Muggensturm. Auf Grund der
Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien entschlossen sich in der Folgezeit zur Auswanderung: Julius
Dreyfuß nach England, Manfred Dreyfuß nach Frankreich (1933), Jacob Roos nach
Argentinien (1938), Herbert Ludwig Heimann (1938 nach England). Das Ehepaar
Frieda und Moritz Heimann wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Ihr
Haus wurde im Dezember 1941 beschlagnahmt, die beweglichen Sachen (Möbel,
Hausrat, Wüsche usw.) wurden versteigert.
Von den in Muggensturm geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):
Elsa Dreifuss geb. Wertheimer (1886), Berthold Dreyfuss (1886), Moritz Heimann (1880), Margarethe
Hummel geb. Benary (1878), David Kahn (1865), Lina Leopold geb. Weil (1874),
Leopold Löb (1891), Elsa Meyer geb. Löb (1899), Melanie (Melonia) Schaalmann geb. Roos
(1885), Berta Weil (1889), Paula (Bella) Weil geb. Löb (1889).
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1885 /
1890 /1892 / 1893
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. März 1885: Auf
1. Mai ist die Religionslehrer-, Vorbeter- und Schächterstelle bei der
israelitischen Gemeinde Muggensturm (Baden) zu besetzen. Fester Gehalt 550
Mark nebst einem Nebeneinkommen von 300-400 Mark und freier Wohnung.
Ledige Bewerber wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse alsbald wenden
bei dem
Synagogenrat in Muggensturm S. Vogel." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Juli 1890:
"Auskündigung einer Religionsschulstelle. Die mit dem Kantor-
und Schächterdienst verbundene Religionsschulstelle in Muggensturm
(Baden) soll sofort wiederbesetzt werden. Fixum 600 Mark, Nebeneinkommen
250 Mark nebst Wohnung.
Bewerber ledigen Standes wollen ihre Meldungen nebst beglaubigten
Zeugnisabschriften sofort an uns einsenden.
Bühl (Baden), den 28. Juli 1890. Bezirks-Synagoge: Dr. Mayer." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Mai 1892:
"Auskündigung einer Religionsschulstelle.
Die mit dem Kantor- und Schächterdienst verbundene
Religionsschulstelle in Muggensturm (Baden) soll alsbald besetzt
werden. Fixum 500 Mark, Nebeneinkommen ca. 20 Mark nebst freier Wohnung.
Nur ledige Bewerber wollen sich unter Anschluss von beglaubigten
Zeugnisabschriften bis längstens 15. Juni dieses Jahres bei uns
melden.
Bühl, im Mai 1892. Bezirks-Synagoge Dr. Mayer." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. April 1893:
"Auskündigung einer Religionsschulstelle.
Die mit dem Vorsänger- und Schächterdienst verbundene
Religionsschulstelle in Muggensturm (Baden) soll sofort wieder besetzt
werden. Fixum 500 Mark, Nebeneinkommen etwa 200 Mark. Ledige werden
bevorzugt. Meldungen, mit beglaubigten Zeugnisabschriften verstehen, sind
längstens bis 15. April dieses Jahres anher zu richten.
Bühl, 26. März 1893. Großherzogliche Bezirks-Synagoge: Dr. Mayer." |
Anzeigen jüdischer
Gewerbebetriebe
Lehrlingssuche der Tüten-, Papierwaren- und
Kartonage-Fabrik Dreyfuß & Roos (1887)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. August 1887: "Für
das Büro unserer Tüten-, Papierwaren- und Kartonage-Fabrik suchen einen
mit den nötigen Vorkenntnissen versehenen Lehrling.
Kost und Logis im Hause. Samstag und Feiertags geschlossen.
Muggensturm bei Rastatt. Dreyfuß & Roos." |
Zur
Geschichte der Betsaales / der Synagoge
Die jüdischen Familien in
Muggensturm waren nach Berichten aus den 1830er-Jahren wenig vermögend,
teilweise sehr arm. Aus diesem Grund hatten sie, auch nachdem die zum
Gottesdienst nötige Zehnzahl religionsmündiger Männer vorhanden war, nur
bescheidende Möglichkeiten, ihre Gottesdienste in angemessener Form zu feiern.
Man traf sich noch um 1830 in einem Dachzimmer in dem einstockigen Häuschen
des Isaak Roos. Die Männer hatten beim Gottesdienst gerade noch Platz; die
Frauen hingegen mussten sich mit dem dahinter gelegenen Hühnerstall begnügen.
1834 verpflichteten sich die selbständigen Juden
der Gemeinde, auf eigene Kosten eine Synagoge zu bauen, da die bisherigen
Zustände auf Dauer untragbar waren. Ein kleines Kapitel von 225 Gulden wurde
zusammengetragen werden, womit immerhin eine Scheune gekauft werden konnte
(Grundstück Hauptstraße 44/ Wilhelmstraße 2). Diese wurde aus den Mitteln der
sieben jüdischen Familien zu einer Synagoge umgebaut. Es handelte sich um einen
kleinen, länglichen 1 ½ stockigen Bau, der mehr einer Remise glich. Die Kosten
für den Bau der Synagoge wurden – wie in anderen jüdischen Gemeinden auch üblich
– zum Teil auch durch den Verkauf der Synagogenplätze zusammengetragen.
1837 wurde im Erdgeschoss des Synagogengebäudes
eine Mikwe (rituelles Bad) eingerichtet. Nach dessen Fertigstellung
besichtigte Bezirksrabbiner Dr. Ephraim Willstätter (Bühl) besichtigte dieses
Bad. Er kam mit einem Zweispänner angefahren und brachte Frau und Schwägerin
mit. Willstätter präsentierte der armen Judengemeinde für die
Besichtigungsfahrt eine Rechnung über neun Gulden. Die Muggensturmer Juden
lehnten die Bezahlung dieser "Spazierfahrt" ab. Erst als der Rabbiner
den Synagogenvorsteher pfänden ließ, war man zur Begleichung bereit. Zu allem
Unglück waren die Behörden mit dem Zustand des Bades nicht einverstanden und
verpflichteten die Gemeinde noch dazu, für die Erwärmung des Raumes und des
Wassers Sorge zu tragen.
Aus der weiteren Geschichte der Synagoge in Muggensturm ist
nur wenig bekannt. Ein großes Fest für das ganze Dorf war die Einbringung
einer neuen Torarolle am 30. Dezember 1865, von der auch in der
überregionalen Zeitschrift "Der Israelit" berichtet wurde:
Artikel
aus der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Januar
1866:
(Anmerkung: Der Bericht wurde leicht überarbeitet, an zwei
Stellen ist die Vorlage nicht lesbar): Aus
Baden, 4. Januar. Dem "F.J." wird geschrieben: Ihren Korrespondenzen
aus unserem Lande möchte ich noch folgenden Bericht anfügen. Herrscht in Baden
ein Kirchenstreit, ein Schulstreit um der Kirche Willen? Allerdings! Ist aber
das Land deshalb unglücklich? Hassen sich die verschiedenen Konfessionen
gegenseitig so gründlich, wie es allzu oft behauptet wird? Keineswegs. Eine
schöne Probe hiervon lieferte ein am 30. Dezember vorigen Jahres (sc. 1865)
stattgehabtes israelitisches Kirchenfest zu Muggensturm bei Rastatt. Es wurde
eine neugeschriebene Thorarolle in die Synagoge verbracht, zu diesem Zwecke
verzierten christliche Hände das israelitische Gotteshaus mit aus dem
Gemeindewalde unentgeltlich abgegebenen Tannenstämmchen und Reisern, mit aus
dem Pfarrgarten geschenkten Buchszweigen und anderem Grün, mit von christlichen
Frauen gespendeten Sträußen und Kränzen. Ebenso wurde das Zimmer in einem
Privathause geschmückt, worin die neue Thorarolle vorläufig aufgestellt war,
wohin namentlich auch Spiegel und Gewächse (?) aus einem christlichen Hause
geliehen waren. (Am 30. Dezember fand) mit der Thora ein feierlicher Zug über
die Straße statt, allenthalben wurde ihm mit Ehrerbietung begegnet (?), und
viele Böllerschüsse sandten feierlichen Freudenrauch (?) in die Luft. In der
Synagoge stand Kopf an Kopf gedrängt, darunter auch einer der christlichen
Ortsgeistlichen und der Bürgermeister. Die etwa dreiviertelstündige Predigt
des Rabbiners, welche den Fortschritt der Humanität betonte, wurde in lautloser
Stille allseits andächtig angehört, ebenso die Gesangsvorträge eines gut
geschulten Chors. Der Gottesdienst war zu Ende, die Menge strömte aus der
Synagoge, und wurde abermals mit Böllerschüssen begrüßt. Muggensturm aber
ist ein Dorf und sämtliche christliche Einwohner sind gut katholisch. So steht
es in Baden, dem Lande mit dem kirchlichen Schulstreit - nein, dem Lande der
fortschreitenden Humanität, dem lande, dessen Fürst, Regierung und Volk den
Frieden lieben und ihn wollen. |
Nach Wegzug vieler Gemeindeglieder aus Muggensturm und der
Auflösung der jüdischen Gemeinde des Ortes 1913 wurde die Synagoge verkauft
und noch einige Jahrzehnte als Scheune verwendet. Im Laufe der Zeit
verschlechterte sich der Zustand des Gebäudes derart, dass es 1972 abbruchreif
war. Zuletzt konnte man von innen nach außen durch die Wände sehen. Die Decke
musste abgestützt werden. Im Protokoll des Technischen Ausschusses der Gemeinde
wurde im Juli 1972 vermerkt, dass die an der Synagoge angebrachten "sehr
interessanten Schriftzeichen" beim Abbruch erhalten bleiben sollten. Der
Gemeinderat stimmte am 6. Dezember 1972 dem Abbruch zu. Allerdings verschwand
der massive Holzbalken, an dem die hebräischen Zeichen waren, beim Abbruch
spurlos. 1984 war daran gedacht, einen schlichten Gedenkstein für die ehemalige
Synagoge aufzustellen. Dazu ist es jedoch bis heute noch nicht gekommen. Das
Synagogengrundstück ist heute ein unbebautes Rasengrundstück.
Artikel im Badischen Tagblatt vom 4. Januar 1984 zur
Geschichte der Synagoge und der jüdischen Gemeinde
"Holzbalken
mit hebräischer Inschrift verschwand spurlos - Zunächst trafen sich die
jüdischen Frauen zum Gottesdienst in einem Hühnerstall.
Muggensturm (kivo). 'Zwanzig Jahre sind seit dem Zusammenbruch des
Dritten Reiches vergangen, und die Erinnerung an die jüdischen Männer,
Frauen und Kinder, die noch um 1933 in unserem Landkreis in Rastatt,
Kuppenheim, Muggensturm, Gaggenau, Hörden und Gernsbach als
gleichberechtigte und geachtete Mitbürger lebten, beginnt zu verblassen,
ihre Spur zu verwehen und ihr Bild im Dunkel der Vergangenheit zu
versinken.' Mittlerweile sind 38 Jahre vergangen, seit Hitlers Regime
zusammenbrach. Oskar Stiefvater, der im Heimatbuch 'Um Rhein und Murg' im
Jahre 1965 einen Aufsatz über 'Geschichte und Schicksal der Juden im
Landkreis Rastatt' veröffentlichte, setzte den oben zitierten Satz ans
Ende seiner Aufzeichnungen.
Spuren verwehen, sie werden verwischt. Auch in Muggensturm fiel vor rund
zwölf Jahren ein Gebäude der Abbruch-Kugel zum Opfer, jedoch nicht, weil
es dem Gemeinderat damals an Geschichtsbewusstsein gemangelt hätte,
sondern weil ein Abbruch aus Sicherheitsgründen unumgänglich wurde. Es
geht um die Scheune in der Hauptstraße 44, um das Gebäude, das
Generationen von Muggensturmer Juden als Synagoge, als Gebetshaus, gedient
hatte...
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Fotos
Historische Fotos:
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Historische Fotos sind nicht bekannt,
Hinweise bitte an den
Webmaster von "Alemannia Judaica",
E-Mail-Adresse siehe Eingangsseite |
Fotos nach 1945/Gegenwart:
Foto um 1970 (?)
(Quelle: der oben zitierte Artikel aus dem Badischen Tagblatt vom
4.1.1984) |
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Das Gebäude der ehemaligen Synagoge im Muggensturm. Mit
etwas Mühe lassen sich die Rundbogenfenster des Betsaales erkennen. |
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Fotos um 1985
(Fotos: Hahn) |
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Grundstück der ehemaligen Synagoge |
Fotos 2003:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 16.9.2003) |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden.
1968. S. 245-246. |
 | Art. "Holzbalken mit hebräischer Inschrift verschwand spurlos",
in: Badisches Tagblatt, Ausgabe Rastatt vom 4. Januar 1984. |
 | Ernst Schneider: Muggensturmer Ortschronik. 1985. S. 128ff. |
 | Muggensturm im Wandel der Zeiten, in: Landkreis Rastatt 4 (1977) S. 31. |
 | Gerhard Friedrich Linder: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim.
1999. S. 27.29. |
 | Joseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern -
Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from
their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem
1986. S. 494. |
 | Joachim
Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als
Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte
und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt,
Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial,
Jerusalem. Stuttgart 2007.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Muggensturm Baden. The Jewish
population in 1875 was 80. By 1939 the Jews of Muggensturm belonged to the Rastatt
community. The last three Jews were deported by the Germans in Worldwar II.

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