Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Miehlen (VG Nastätten, Rhein-Lahn-Kreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde     
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)       
    
In Miehlen bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/39. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden 1780 jüdische Personen am Ort genannt (weitere 1782-83 und 1786; erste Namen: Eli von Miehlen, später Leopold Mayer). Die Zahl der jüdischen Einwohner stieg im 19. Jahrhundert von 43 (1843), 45 (1864, 3,1 % der Gesamteinwohnerschaft) auf eine Höchstzahl vom 63 im Jahr 1872, um danach durch Ab- und Auswanderung wieder zurückzugehen. 1885 waren es 42, 1895 39 jüdische Einwohner am Ort. Eine vorübergehend neue Blütezeit gab es um 1905/1910, als wieder 61 beziehungsweise 64 jüdische Einwohner gezählt wurden. 
   
Die jüdischen Familien lebten im 18./19. Jahrhundert überwiegend in sehr einfachen, teilweise armseligen Verhältnissen. Ende des 18. Jahrhunderts konnten einzelne Familien immer wieder nicht das geforderte Schutzfeld aufbringen: dem Eli von Miehlen und später Leopold Mayer wurde auf jeweils sechs Jahre das Schutzgeld erlassen. 1850 wurde ein Stiftungsverein zur Unterstützung Notleidender gegründet (1932 war Vorsteher des Stiftungsvereines Nathan Hermann, damals gehörten dem Verein 10 Mitglieder an). 1872 (s.u.) werden die jüdischen Familien der Gemeinde nach Angabe ihres damaligen Vorstehers David Strauß als "streng religiös, aber leider unbemittelt" bezeichnet. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts trugen die jüdischen Familien mit ihren Handlungen und Gewerbebetrieben wesentlich zur wirtschaftlichen Belebung des Ortes bei. Jüdischen Familien gehörten Manufaktur- und Kurzwarengeschäfte, eine Metzgerei, ein Kaufhaus (Inh. Emil, dann Alfred Friedberg), eine Vieh- Getreide- und Futtermittelhandlung (Inh. Emil Strauß), eine Sattler- und Polsterei u.a.m.
   
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), einen Friedhof, eine Religionsschule sowie ein rituelles Bad. Die Gemeinde war dem Rabbinatsbezirk in Bad Ems zugeteilt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde wurde Anfang des 19. Jahrhunderts - gemeinsam mit den jüdischen Gemeinden Fachbach und Nievern - ein Religionslehrer angestellt. Später hatte man einen gemeinsamen Lehrer mit Ruppertshofen (siehe Ausschreibung unten von 1875) oder auch mit der jüdischen Gemeinde in Nastätten
  
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Max Strauß (geb. 21.4.1884 in Miehlen, gef. 30.12.1914) und Theodor Strauß (geb. 2.11.1900 in Miehlen, gef. 7.7.1918).   
     
Um 1925, als zur jüdischen Gemeinde 50 Personen gehörten (3,6 % der Gesamteinwohnerzahl von etwa 1.400 Personen), waren die Vorsteher der Gemeinde B. Strauß und Jakob Strauß. 1932 waren die Gemeindevorsteher Hermann Strauß (1. Vorsitzender), Bernhard Friedberger (2. Vorsitzender) und Emil Strauß. Als Lehrer kam Gustav Mannheimer aus Nastätten nach Miehlen.  
    
Nach 1933 ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder (1933: ca. 45 Personen) auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. 1933/34 wurden bereits die Fensterscheiben der Familie Friedberg eingeschlagen, auf das Haus des Viehhändlers Nathan Hermann wurden Schüsse abgegeben. Bei Familie Emil Strauß wurde ein großer Stein durch ein geschlossenes Fenster geworfen sowie ein Sprengkörper in das Haus von Walter Ehrmann. Solche Aktionen setzten sich bis 1938 fort. Zu brutalen Überfällen der jüdischen Wohnungen kam es beim Novemberpogrom 1938, als die Inneneinrichtungen der jüdischen Wohnungen und noch bestehenden Geschäfte zerstört und teilweise aus den Fenstern auf die Straße geworfen wurden. Mehrere jüdische Einwohner wurden bei den Aktionen verletzt. Anfang 1939 wurden zunächst noch acht jüdische Einwohner gezählt.  Am 18. Oktober 1939 verzog das letzte jüdische Ehepaar in das jüdische Altenheim nach Frankfu
rt am Main.  
   
Von den in Miehlen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Paula Dertinger geb. Hermann (1899), Bernhard Friedberg (1876), Thekla Friedberg geb. Hammel (1871), Jettchen Gamiel geb. Friedberg (1870), Edith Goldschmidt (1929), Selma Goldschmidt geb. Ackermann (1900), Erna Grünewald geb. Friedberg (1903), Bertha Hermann geb. Herz (1882), Antonie (Henriette) Heymann geb. Strauss (1897), Ida Hirschbrandt geb. Strauss (1901), Clara Löwenstein geb. Strauss (1898), Mina Mannheimer (1870), Ida Reiss geb. Hermann (1875), Amalie Strauss geb. Stern (1867), Berle Strauss (1859 oder 1865), Dina Strauss (1895), Gertrud Strauss (1867), Henoch H. Strauß (1871), Hermann (Chaim) Strauss (1869), Inge Straus (1934), Irma (Judith) Strauss geb. Fleischmann (1899), Jakob Strauss (1863), Julius Strauss (1903), Rosa Strauss (1898), Rosine Strauss (1874), Salomon Strauss (1891), Sybilla Strauss geb. Rolef (1864).
     
     
     
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrer für Ruppertshofen und die Filialschulen in Miehlen und Niederbachheim 1875 

Mielen Israelit 22121875.jpg (49311 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Dezember 1875: "Die israelitische Kultusgemeinde zu Ruppertshofen, wozu auch die Filialschulen zu Miehlen und Niederbachheim gehören, sucht alsbald einen Religionslehrer, der zugleich Vorbeter sein muss, zu akquirieren, dessen fixe Besoldung jährlich 600 Reichsmark beträgt, und stellt demselben eine kostenfreie Wohnung. Bewerber um die Stelle haben sich an den israelitischen Kultusvorsteher Herrn Max Landsberg in Ruppertshofen, Amts Nastätten, Provinz Nassau zu wenden."   

   
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde 
Über den "Landesverrat" von Limburger Viehhändlern - eine antisemitische Verleumdung (1924) 
 

Limburg Israelit 17071924.jpg (214513 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Juli 1924: "Ein misslungener Verleumdungsfeldzug. Der 'Landesverrat' der Limburger Viehhändler. Am 25. August und 7. September vorigen Jahres brachten die 'Frankfurter Nachrichten' unter der Überschrift 'Unwürdiges Verhalten' und 'Französische Vergeltungsmaßnahmen' größere Notizen, nach denen vier jüdische Viehhändler, Sally Landau, Sally Heilbronn, Salomon Hofmann aus Nassau an der Lahn und Emil Strauß aus Miehlen im Taunus wegen Benutzung des Regiezuges auf der Strecke nach Limburg am Bahnhof Eschhofen wegen ihres undeutschen Verhaltens verprügelt worden und darauf nach Limburg zurückgelaufen seien, um die französische Besatzungsbehörde mobil zu machen. Das Verhalten dieser vier Viehhändler habe angeblich zur Besetzung des Lahntales geführt. Diese Pressenotiz, deren Unrichtigkeit für jeden, der die Viehhändler und die Verhältnisse kannte, auf der Hand lag, hatte sich wie ein Lauffeuer durch beinahe sämtliche deutsche Zeitungen verbreitet und war insbesondere von den völkischen Zeitungen in gehässigster Weise gegen die 'jüdischen Landesverräter' ausgeschlachtet worden. Den Viehhändlern selbst waren Drohbriefe aller Art zugegangen, sodass sie in ständiger Beunruhigung lebten. Die Aufnahme der pressegesetzlichen Berichtigung, die sofort in die Wege geleitet worden war, haben die '
Frankfurter Nachrichten' ohne Angabe von Gründen abgelehnt; einer ihrer Redakteure ist deshalb auch verurteilt worden. In dem gegen die beiden verantwortlichen Redakteure Hecht und Weinschenk angestrengten Prozess hat sich auch nicht der Schatten eines Beweises für die Behauptungen der Zeitung ergeben. Die Angeklagten mussten vor dem Amtsgericht Frankfurt zugeben, dass sie die fragliche Notiz auf Grund einer Information der Frankfurter Eisenbahndirektion gebracht hätten, dass aber weder die Eisenbahndirektion in der Lage ist, den Beweis der Wahrheit für ihren Inhalt zu erbringen, noch dass sie selbst irgendwelche Anhaltspunkte hätten, die die Information der Eisenbahndirektion bestätigen würden. Die Redakteure haben die Erklärung unter dem Ausdruck des Bedauerns abgegeben, die Kosten der beiden gegen die erhobenen Privatklagen übernommen und sich mit der Veröffentlichung des Vergleiches in zwei Zeitungen einverstanden erklärt."      

        
        
        
Zur Geschichte der Synagoge             
       
Zunächst richteten die jüdischen Familien einen Betsaal beziehungsweise eine Synagoge in einem der jüdischen Häuser ein. Seit 1817 war dieser Betsaal im Wohnhaus des Mayer Heilbronn. Auch die jüdischen Einwohner aus Geisig besuchten (erstmals genannt 1842, Bau einer eigenen Synagoge in Geisig 1895) die Synagoge in Miehlen, was offiziell jedoch erst 1869 genehmigt wurde. Im Juli 1872 wurde das Haus der Familie Heilbronn samt dem Betsaal bei einem großen Brand des Ortes zerstört. Bei diesem Brand waren 60 Häuser zerstört worden. Die jüdische Gemeinde bemühte sich zur Neueinrichtung eines Betsaales um eine staatliche Beihilfe, die jedoch nicht gewährt wurde. Doch wurde eine Kollekte zum Bau einer Synagoge gestattet, den die jüdischen Familien Miehlens unmöglich aus eigenen Mitteln hätten durchführen können. Unter anderen über Aufrufe in jüdischen Zeitschriften wurde um Spenden zum Neubau gebeten. 

Mielen Israelit 30101872.jpg (62533 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Oktober 1872: "Aufruf! Vergangenen 17. Tamus (= 23. Juli 1872) äscherte eine große Feuersbrunst in dem Flecken Mielen bei Nastätten 60 Gebäude ein, worunter auch mehrere Häuser jüdischer Familien waren. Auch das Beit HaKnesset (Synagoge) wurde ein Raub der Flammen, die Sifrei HaTora (Torarollen) konnten nur mit Lebensgefahr gerettet werden. In dem Flecken sind gottlob Alle noch streng religiös, aber leider unbemittelt; die Notwendigkeit eines neuen Beit HaKnesset (Synagoge) ist eine dringende, da wegen großer Wohnungsnot die Abhaltung des Gottesdienstes gestört ist. Vertrauend auf die Mildtätigkeit unserer Glaubensbrüder bitten wir um Hilfe in dieser großen Not und wir hoffen, dass es uns bald gegönnt sein wird, für das Wohl der edlen Menschenfreunde zum Allmächtigen in dem neuen Beit HaKnesset andächtig beten zu können. Die Spenden wolle man gütigst an den israelitischen Kultusvorstand David Strauß in Mielen bei Nastätten gelangen lassen."  

Der Spendenaufruf hatte offenbar einigen Erfolg. In den folgenden Ausgaben der Zeitschrift "Der Israelit" konnte immer wieder von eingegangenen Spenden "zum Wiederaufbau der Synagoge in Mielen" berichtet werden:   

Mielen Israelit 25091872.jpg (9537 Byte) Mielen Israelit 25091872a.jpg (29921 Byte)
Zeitschrift "Der Israelit " vom 
25. September 1872: "Synagogenbau 
Mielen bei Nastätten: J.Z. Zweibrücken 
3 fl. - Ungenannter in Hanau 2 fl. - "
  
Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. September 1872 (Beilage): "Zum Wiederaufbau der Synagoge in 
Mielen bei Nastätten: Gottschalk Jakoby in Belgard 5 Thlr. - Samuel Henle Jude in Lehrensteinsfeld 2 fl.
 42 kr. - Jakob L. in L. 5 fl. - 'Achtzehnten Nachem' 1 fl. 45 kr. - Durch Vorsteher Trier in Höchst von
 J.H. Herzfeld 1 fl. 45 kr., Koppel Hermann 30 kr., ein Ungen. 3 fl., Herz Löw II. 30 kr., 
Lehrer Muhr 30 kr., zus. 5 fl. 15 kr. - "  

 Auf Grund der eingegangenen Spenden sowie relativ großer Beiträge drei der jüdischen Familien der Gemeinde (Aron Friedberg, Samuel Strauss und Moritz Strauss) konnte 1873 das Grundstück eines abgebrannten Hauses an der Hauptstraße erworben werden. Vermutlich noch im selben Jahr 1873 wurde die Synagoge eingeweiht. Im ihrem Bereich befand sich auch ein rituelles Bad. Beim Synagogenbau handelte es sich um ein für das Dorf repräsentatives Gebäude mit zwei großen Rundbogen- und einem darüber befindlichen Rundfenster zur Hauptstraße.
   
Über 60 Jahre war die Synagoge in Miehlen gottesdienstliches Zentrum der jüdischen Gemeinde des Ortes. In der NS-Zeit war das Gebäude bereits im September 1935 Ziel eines Anschlages von Nationalsozialisten: das Gebäude wurde aufgebrochen und im Inneren teilweise verwüstet. Beim Novemberpogrom 1938 wurden Fenster und Türen der Synagoge eingeschlagen, die Inneneinrichtung demoliert, die Ritualien gestohlen und schließlich das Gebäude durch öffnen der Wasserleitung unter Wasser gesetzt. Während des Krieges stand es leer und ungenutzt.   
    
Nach 1945 fand das Synagogengebäude keine angemessene neue Verwendung. Nach Klärung des Restitutionsverfahrens wurde das Gebäude 1950 verkauft und schließlich 1964 anlässlich der Erweiterung des Nachbarhauses abgebrochen.   
    
    
Adresse/Standort der SynagogeHauptstraße / bei Ecke Marktplatz    
    

    
Fotos          
(Neuere Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 18.8.2006)              

Historische Aufnahme 
(aus dem Archiv Helmut Steeg 
in Nastätten) 
Miehlen Synagoge 020.jpg (56285 Byte) Miehlen Synagoge 021.jpg (59817 Byte)
Die Erläuterungen rechts nach Angaben 
von Michael Wallau, Miehlen 
vom 22.10.2013  
Das Foto ist nach Angaben von Helmut Steeg (Synagogen Rheinland-Pfalz s.Lit. S. 272) wahrscheinlich aus den 1920er-Jahren. Zwar wird teilweise auch eine Datierung auf die Zeit nach dem Novemberpogrom 1938 vorgenommen, da eines der Fenster der ehemaligen Synagoge Beschädigungen zeigen könnte (Ausschnitt rechts). Von älteren Ortsbewohnern wird jedoch darauf darauf hingewiesen, dass es 1938 schon lange keine Telegraphenmaste mehr gab und der Bach in den 1920er-Jahren eingemauert und kanalisiert wurde. Bei der scheinbaren Beschädigung des linken Fensters handelt es sich wohl eher um eine Spiegelung der gegenüberliegenden Gaststätte.   
    
Abbruch der Synagoge 1964 
(Fotos erhalten von Michael Wallau)  
Miehlen Synagoge Abbruch 1964.jpg (177821 Byte) Miehlen Synagoge Abbruch 1964a.jpg (192334 Byte)
     
     
Neuere Fotos des 
Synagogenstandortes
Miehlen Synagoge 200.jpg (78039 Byte) Miehlen Synagoge 204.jpg (88085 Byte)
   Dieselbe Ansicht wie oben: Das Wohnhaus rechts ist über den Synagogenstandort erweitert. Hinweistafel: "Hier stand bis 1945 das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Friedberg. Jüdische Miehlener wurden Opfer der nationalsozialistischen Verfolg. Ihre 1873 erbaute Synagoge in der Hauptstraße wurde im November 1938 verwüstet. Der Friedhof am Ehrlichsberg erinnert heute noch an die ausgelöschte jüdische Gemeinde von Miehlen". 
   
Miehlen Synagoge 203.jpg (95435 Byte) Miehlen Synagoge 201.jpg (72335 Byte) Miehlen Synagoge 202.jpg (81912 Byte)
Unweit des Synagogenstandortes: Marktplatz mit Darstellungen aus der Geschichte von Miehlen auf dem Brunnen. 
Die Darstellung von 1889 zeigt auch die Synagoge (Ausschnitt rechts: hinter der Kutsche)

   
    

Links und Literatur   

Links:

Website der Gemeinde Miehlen  
Website der VG Nastätten  
Kurze Informationsseite zur jüdischen Geschichte Miehlen bei www.rhein-lahn-info.de   
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Miehlen (interner Link)  
Stammbaum der Familie Strauß aus Miehlen  

Literatur:  

Paul Arnsberg: Jüdische Gemeinden in Hessen. 1971 Bd. 2 S. 89-90.  
Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 272 (mit weiteren Literaturangaben).
Brigitte Meier-Hussing: Jüdisches Leben in Nastätten und Miehlen in der Zeit von 1933-1945. In: SACHOR. Beiträge zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Matthias Molitor und Hans-Eberhard Berkemann in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Erschienen im Verlag Matthias Ess in Bad Kreuznach. 7. Jahrgang, Ausgabe 1/1997 Heft Nr. 13 S. 19-23. Online zugänglich (pdf-Datei). 

    
     


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Miehlen  Hesse-Nassau. Jews lived there from 1780, numbering 63 (4 % of the total) in 1871 and 47 in 1924. The interior of the synagogue built in 1873 was destroyed by SA troops in September 1935. Most Jews left before November 1938, some emigrating to Palestine.   
     
      

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 10. Juni 2016