Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Dossenheim (Rhein-Neckar-Kreis) 
Zur jüdische Geschichte des Ortes

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Zur jüdischen Geschichte in Dossenheim  
Berichte aus der jüdischen Geschichte   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Einzelpersonen    
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Links und Literatur   

   

Zur jüdischen Geschichte in Dossenheim 

In Dossenheim bestand eine jüdische Gemeinde im 19. Jahrhundert, deren Entstehung in das 18. Jahrhundert zurückgeht. Erstmals werden jüdische Bewohner 1712 genannt. 

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1925 14 jüdische Einwohner, 1832 21, 1836 24, 1839 25, 1864 22, 1871 27, 1875 20, 1880 29, 1885 höchste Zahl mit 30 Personen, 1890 9, 1895 5, 1900 5, 1905 4, 1910 4, 1925 5.  

Es ist nicht bekannt, ob die kleine Gemeinde eigene Einrichtungen wie einen Betsaal unterhielt. Im 19. Jahrhundert besuchten die Dossenheimer Juden die Gottesdienste zumeist in Schriesheim. Die Toten der Gemeinde wurden im jüdischen Friedhof in Hemsbach beigesetzt.  
 
Seit Ende des 19. Jahrhunderts gehörten die in Dossenheim lebenden jüdischen Familien zur Gemeinde in Schriesheim.  

Bis nach 1933 bestand in Dossenheim die Mehl-, Getreide- und Futtermittelhandlung Bernhard, später Sigmund Oppenheimer (Beethovenstraße 22/24; 1937 "arisiert", später Raiffeisen-Lagerhaus). 
 
1933 wurden noch sechs jüdische Einwohner in Dossenheim gezählt. Das Ehepaar Klara und Siegmund Oppenheimer wurde von Heidelberg aus nach Gurs deportiert und ist später in Auschwitz ermordet worden, während ihrem Sohn die Auswanderung nach Amerika gelang. Siegmund Schwester Rosa überlebte die Deportation und wanderte nach Palästina/Israel aus, wohin ihr Sohn schon 1938 gelangt war. 
  
Von den in Dossenheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Berta Oppenheimer (1880), Emil Oppenheimer (1881), Leopold Oppenheimer (1881), Sally Oppenheimer (1886), Sigmund Oppenheimer (1875).    
   
   
   

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Einzelpersonen 
Anzeige der Pension Rosel Oestreicher (1937)  

Dossenheim GblIsrGF Mai1937.jpg (39691 Byte)Anzeige im "Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt" vom Mai 1937: 
"Angenehmer Ferienaufenthalt (eventuell auch für dauernd mit voller Pension von Reichsmark 4.- an. 
Dossenheim an der Bergstraße nahe bei Heidelberg. 
Rosel Oestreicher."   

       

Fotos 

Es sind noch keine Fotos zur jüdischen Geschichte in Dossenheim vorhanden; über 
Hinweise oder Zusendungen freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica"; 
Adresse siehe Eingangsseite.  
 
     

   
   
Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Dossenheim   

Literatur:  

Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. 1968. S. 256.
Heimatverein Dossenheim (Hg.): Dossenheim - Eine traditionsreiche Bergstraßengemeinde im Wandel ihrer Geschichte. 1984. S. 59. 
R. Conzelmann: Dossenheim. Die Geschichte einer 1200jährigen Bergstraßengemeinde. 1966. S. 217. 255 Anm. 604a. 

    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 08. August 2011