Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Busenberg (VG Dahner Felsenland, Kreis Südwestpfalz) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zur Synagoge in Busenberg (interner Link)    
   

Zur Geschichte des Friedhofes  

Der Friedhof wurde 1824 angelegt. Das Grundstück wurde vom Benjamin Lefy am 27. März 1824 zur Anlage des Friedhofes erworben. Er war über 150 Jahre zentrale Begräbnisstätte der vier jüdischen Gemeinden in den Wasgaudörfern Busenberg, Dahn, Erlenbach und Vorderweidenthal. Eine letzte Beisetzung war 1979 (Siegbert Lemberger aus Dahn).
     
Der Friedhof gilt als einer der schönst gelegenen jüdischen Friedhöfe der Pfalz. Die Fläche umfasst 25,80 ar. Der Friedhof wurden mehrfach geschändet, teilweise völlig verwüstet, sodass so gut wie alle Grabsteine - soweit sie noch erhalten sind - schwere und schwerste Beschädigungen zeigen. Die Einfassungen der Gräber wurden zur leichteren Pflege 1972 entfernt. 

Busenberg Friedhof 050.jpg (94452 Byte)Im Sommer 1938 wurden fast alle Grabsteine umgeworfen, viele zerstört. 

1978, 1994 und 1997 wurden drei schwere Schändungen durch Neonazis vorgenommen (das Foto zeigt die Schändung am 26. November 1994; Foto O. Weber). 

    

Lage des Friedhofes    

Ca. 400 m vom Ortsende entfernt unweit der Straße Richtung Bad Bergzabern auf einer leichten Anhöhe. 
 
    

Fotos 
(Die Fotos entstanden beim Rundgang auf den Spuren der jüdischen Geschichte in Busenberg mit Otmar Weber am "Tag der Europäischen Jüdischen Kultur" am 3.9.2006, Fotos: Hahn)

Busenberg Friedhof 100.jpg (109313 Byte) Busenberg Friedhof 110.jpg (64632 Byte) Busenberg Friedhof 102.jpg (71943 Byte)
Eingangstor Hinweistafel Erläuterungen durch O. Weber
     
Busenberg Friedhof 103.jpg (86885 Byte) Busenberg Friedhof 104.jpg (82918 Byte) Busenberg Friedhof 105.jpg (64842 Byte)
Teilansicht Grabstein für Rechtspraktikant 
Siegmund Kullmann 
Grabstein für Berdolf Pfeiffer aus
  Erlenbach, geb. 1881, gest. infolge 
einer Kriegsverletzung (1. Weltkrieg)
  
    
     
Busenberg Friedhof 106.jpg (99637 Byte) Busenberg Friedhof 107.jpg (101413 Byte) Busenberg Friedhof 101.jpg (73138 Byte)
Teilansichten des Friedhofes
 
Busenberg Friedhof 109.jpg (85077 Byte) Busenberg Friedhof 108.jpg (63318 Byte)  
Einzelne Grabsteine  
   
   
   
   

November 2008: Fernsehbericht über den Friedhof und die Arbeit von Otmar Weber   

Busenberg Friedhof PA 19.jpg (140519 Byte)Artikel in "Die Rheinpfalz" vom 19. November 2009: Weber führt Fernsehteam auf jüdische Spuren. 
In der Reihe 'Judith trifft' der Landesschau auf Südwest 3 besuchte Judith Kauffmann mit einem Fernsehteam den Heimatforscher und RHEINPFALZ-Mitarbeiter Otmar Weber, um ihn zu porträtieren. Er führte das Fernsehteam auf den jüdischen Spuren durch Busenberg und Dahn. Treffpunkt war der jüdische Friedhof bei Busenberg (Foto); hier berichtete Weber anhand der Grabsteine über Schicksale jüdische Mitbürer. Auch auf Beschädigungen an den Grabsteinen wies er hin. Weitere Stationen waren das rituelle Bad (Mikwe) und zwei Schulen in Busenberg, die Synagoge und die Stolpersteine in Dahn sowie das Kriegsdenkmal in Dahn, von dem die Namen jüdischer Soldaten, die im Ersten Weltkrieg für Deutschland gefallen waren, in der Nazizeit herausgemeißelt worden waren. Die Sendung ist am Samstag (22. November 2008) ab 18.45 Uhr auf Südwest 3 zu sehen. BCR/Foto: Buchholz."  

     

September 2009: Artikel zum "Europäischen Tag der über jüdischen Kultur" über die Arbeit von Otmar Weber  

Dahn PA 06092009.jpg (350819 Byte)Artikel in "Die Rheinpfalz" (Marktplatz Regional) vom 2. September 2009: 
"Einer, der Steine zum Sprechen bringt.   
Dahn.
Am Sonntag, 6. September, dem europaweiten Tag der jüdischen Kultur, wird Otmar Weber wieder Besucher zu den steinernen Zeugen des Landjudentums im Wasgau führen. Er versteht sich darauf, meisterlich und dramatisch zu erzählen. Man sagt: Der 'Juden-Weber', was der ehemalige Oberstudienrat als Ehrentitel nimmt, bringe die Steine zum Sprechen..."
Zum weiteren Lesen bitte die Textabbildung anklicken.  - ausgeschrieben auf der Seite zu Dahn 

    
     

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Busenberg   
Informationsseite zum jüdischen Friedhof in Busenberg mit zahlreichen Fotos  
Zur Seite über die Synagoge in Busenberg (interner Link)  
Ausführliche Seite zum "Arbeitskreis Juden im Wasgau" bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit Rheinland-Pfalz

Literatur:  

Otmar Weber: Der jüdische Friedhof Busenberg : wie eine weiße Lilie in ihrer ersten Blüte ... ; die zentrale Begräbnisstätte der Juden im Wasgau. Dahn : Verl. Geiger-Dr., 1998. - 368 S.
Elisabeth und Otmar Weber: Die letzten Beerdigungen auf dem jüdischen Friedhof Busenberg. In: Heimatkalender: Das Pirmasenser und Zweibrücker Land. 1997 S. 41-43.
Albrecht Vogelsgesang: Geblieben sind Friedhöfe, Wörter und Fragen: Eröffnung der Ausstellung "Der jüdische Friedhof in Busenberg" ... -In: Heimatkalender: Das Pirmasenser und Zweibrücker Land. 1998 S. 29-33.
Bernhard Kukatzki: Geschichte des Friedhofs - auch Geschichte seiner Schändungen: seit 1824 begruben die jüdischen Bürger ihre Toten in Busenberg. In: Die Rheinpfalz / Pirmasenser Rundschau. 51 1995 Nr. 6 vom 7.1.

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 15. Juli 2011