Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Beerfelden (Odenwaldkreis) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde          
    
Siehe Seite zur Synagoge in Beerfelden (interner Link)    
    
    
Zur Geschichte des Friedhofes     
   
Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden bis weit ins 20. Jahrhundert hinein in Michelstadt beigesetzt. 1922 erwarb die jüdische Gemeinde der Stadt ein Grundstück zur Anlage eines Friedhofes. Mehrere Jahre lange gab es Auseinandersetzungen um Einsprüche nationalsozialistisch gesinnter Personen gegen die Verwirklichung des Friedhofes. Am 6. September 1928 wurde der nach den Plänen des bekannten Kölner Architekten Robert Stern geschaffene und mit einer Halle versehene Friedhof durch Landrabbiner Dr. Merzbach aus Darmstadt feierlich eingeweiht. Die ersten Beisetzungen waren allerdings bereits Anfang 1928 (Rebecka Marx starb laut ihrem Grabstein am 24. Februar 1928). Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden nur 13 Beisetzungen vorgenommen. Die Friedhofsfläche umfasst 34,78 ar.  
  
Der Friedhof wurde im Zusammenhang mit dem Novemberpogrom 1938 sowie im Mai 1994 geschändet. Dabei wurden jeweils die Grabsteine umgeworfen und teilweise schwer beschädigt.
  
  
Die Einweihung des Friedhofes (1928)    

Artikel in der "Jüdisch-liberalen Zeitung" vom 14. September 1928: "Beerfelden. Am 6. September wurde der neue Friedhof und seine Halle feierlich geweiht. Die Anlage, die sich harmonisch in die malerisch gelegene Landschaft einfügt, wurde von dem Kölner Architekten B.D.A. Robert Stern geschaffen. Die Weiherede hielt Landrabbiner Dr. Merzbach - Darmstadt. Gestiftet wurden die Kosten von dem in Beerfelden geborenen und jetzt in New York wohnenden Herrn A. S. Rosenthal."     
 
Koeln Friedhof Bocklemuend 010.jpg (71239 Byte)Anmerkung: Der Architekt Robert Stern (geb. 8.11.1885 in Köln) schuf in den Jahren 1927 bis 1929 auch das Friedhofsgebäude und die Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof Bocklemünd in Köln (siehe Website der Synagogen-Gemeinde Köln; Foto aus dem Wikipedia-Artikel Jüdischer Friedhof Köln-Bocklemünd). Gleichfalls zeichnete er verantwortlich für die Ehrenfelder Synagoge in der Körnerstraße in Köln, die beim Novemberpogrom 1938 zerstört wurde und den berühmten Pavillon der "Jüdischen Sonderschau" auf der "Pressa" 1928. Robert Stern konnte später in der NS-Zeit in die USA emigrieren.   

   
   
Lage des Friedhofes  
  
Der Friedhof liegt südöstlich der Stadt an der Straße von Beerfelden nach Obersensbach. Etwa 200 m nach Ortsausgang befindet er sich links der Straße am Waldrand.
   
   
   
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum:  obere Zeile 18.6.2006, die weiteren Zeilen 17.8.2008) 

Beerfelden Friedhof 102.jpg (116970 Byte) Beerfelden Friedhof 100.jpg (131171 Byte) Beerfelden Friedhof 101.jpg (115864 Byte)
Blick auf den Friedhof 
am späten Nachmittag
Ansichten des Gräberfeldes
 
      
Beerfelden Friedhof 183.jpg (98026 Byte) Beerfelden Friedhof 182.jpg (111145 Byte) Beerfelden Friedhof 181.jpg (93664 Byte)
Blick auf den Friedhof 
am frühen Morgen
Das Eingangstor   Tor und vorbeiführende Straße 
von Innen gesehen
   
     
Beerfelden Friedhof 172.jpg (126081 Byte) Beerfelden Friedhof 170.jpg (91863 Byte) Beerfelden Friedhof 173.jpg (107127 Byte)
Grabstein für Israel Salomon und 
Lina Salomon mit Spuren von
 Gewaltanwendung (Symbol Schofar)
Grabstein für Leopold May 
(1861-1937) 
Teilweise zerstörter Grabstein 
für Josef Salomon
      
     
Beerfelden Friedhof 174.jpg (119538 Byte) Beerfelden Friedhof 175.jpg (108345 Byte) Beerfelden Friedhof 177.jpg (116578 Byte)
Grabstein für Rebecka Marx 
(1851-1928) 
Grabstein links für Joseph Oppenheimer
 (1873-1927) und Mitte für Sara
 Oppenheimer (1849-1934), Grabstein
 rechts nur fragmentarisch erhalten
Grabstein für Israel Salomon 
(1859-1930) 
   
     
Beerfelden Friedhof 178.jpg (106862 Byte) Beerfelden Friedhof 180.jpg (119984 Byte)  
Grabstein für Mayer Marx 
(1858-1935) 
Blick über 
das Gräberfeld 
  
     
vgl. auch die Fotos von Michael Ohmsen in seiner Fotoseite zu Beerfelden 

    
   

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Beerfelden    
Zur Seite über die Synagoge in Beerfelden (interner Link) 

Literatur:  

Arnsberg I,58-59. 

   
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 14. Oktober 2015