Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bad Vilbel (Wetteraukreis) 
Jüdischer Friedhof 
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde      
   
Siehe Seite zur Synagoge in Bad Vilbel  (interner Link) 
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes   
  
Auf einen bereits in früheren Jahrhunderten vorhanden jüdischen Friedhof lässt die in der Gemarkung von Bad Vilbel vorhandene Flurbezeichnung "Am Judenkirchhof" schließen. Bis um 1840 wurden die Toten der jüdischen Gemeinde dann jedoch in Frankfurt, später auf dem Friedhof von Bergen (Frankfurt/Main - Bergen-Enkheim) beigesetzt. Auch der Lehrer Salomon Steinhard (gest. 1842) fand hier seine letzte Ruhestätte. Seit 1845 bestand ein eigener jüdischer Friedhof in Bad Vilbel. Die Stadt hatte nach jahrelangen Verhandlungen der jüdischen Gemeinde ein Hanggrundstück überlassen, das im Besitz der Evangelischen Kirche gelegen haben soll. Die Friedhofsfläche umfasst 7,92 ar. Am 24. September 1937 erfolgte die letzte Beisetzung auf dem Friedhof. 1944 wurde der Friedhof schwer geschändet. Es sind heute noch 78 Grabsteine erhalten, andere wurden vermutlich in der NS-Zeit vom Friedhof gestohlen.  
    
Text der Informationstafel am Eingang: "Jüdischer Friedhof Bad Vilbel. Der jüdische Friedhof wurde 1845 als 'Israelitischer Begräbnisplatz' angelegt. Die letzten beiden Beerdigungen waren vermutlich die des Ehepaares Julius und Flora Grünebaum, geb. Mulling, die am 13. Februar 1936 bzw. am 24. September 1937 begraben wurden und deren Grabsteine noch vorhanden sind. Nach Auslöschung der jüdischen Gemeinde erfuhr der Friedhof 1944 schwere Schändungen: Die Gräber wurden teilweise zerstört, die Friedhofsmauer wurde stark beschädigt und weitgehend abgetragen. Im Frühherbst 1945 ordnete die amerikanische Militärbehörde die Wiederherstellung des Friedhofs an. Durch die Schändung der Gräber waren die einzelnen Beerdigungsplätze nicht exakt zu ermitteln. Es ist somit nicht bekannt, ob die Grabsteine tatsächlich die zugehörigen Gräber markieren. Das Jüdische Ritual erlaubt keine Störung der Totenruhe. Aus diesem Grund darf an Anlage und Aussehen des Friedhofs nichts verändert werden.  
Der Schlüssel wird bei der Friedhofsverwaltung aufbewahrt, der Friedhof ist an Sabbat und den jüdischen Feiertagen nicht zu betreten. 
    
    
Aus der Geschichte des Friedhofes 
Spende des nach Amerika ausgewanderten J. M. Rosenthal für die Einfriedung des jüdischen Friedhofes (1914)    

Vilbel Frf IsrFambl 17071914.jpg (33109 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 17. Juli 1914: "Vilbel. Ein geborener Vilbeler, der jetzt in Amerika lebende Kaufmann J.M. Rosenthal, hat der israelitischen Gemeinde für ihren Friedhof eine neue Einfriedung in Form einer zwei Meter hohen Mauer aus Blendsteinen und einem schönen Portal aus Kunstschmiedeeisen gestiftet."  

   
   
Lage des Friedhofes     
   
Der jüdische Friedhof befindet sich nordöstlich des Ortes zwischen dem Gronauer Weg und dem allgemeinen Friedhof der Stadt.  

Lage des jüdischen Friedhofes in Bad Vilbel auf dem dortigen Stadtplan: rechts anklicken 
und unter "Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu "Friedhof, israel."

     
     
Fotos 
(Fotos: Stefan Haas; Aufnahmen vom Februar 2015; die Fotos auch in der Fotoseite von Stefan Haas http://www.blitzlichtkabinett.de/lost-places/friedhofs-fotografie/friedhöfe-in-hessen/)    

Bad Vilbel Friedhiof 9421.jpg (176986 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9423.jpg (180353 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9424.jpg (188632 Byte)
Ansichten des Eingangsbereiches mit dem kunstvoll gestalteten Eingangstor; am rechten Torpfosten die Hinweistafel    
     
Bad Vilbel Friedhiof 9452.jpg (136261 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9429.jpg (175396 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9431.jpg (153974 Byte)
 Die Hinweistafel   Teilansicht   Grabstein für Schlomo ben Issachar 
     
Bad Vilbel Friedhiof 9426.jpg (107856 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9427.jpg (94190 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9432.jpg (67627 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9459.jpg (87218 Byte)
 Grabstein für Theodor Löb 
(1862-1927) 
  
 Grabstein für Jeanette Strauß 
geb. Löwenstein
(1847-1926) 
(Frau von Herz Strauß 
 Grabstein für 
Hiskia Strauss 
 (1811-1863)   
     
Bad Vilbel Friedhiof 9442.jpg (265664 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9436.jpg (181537 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9438.jpg (200147 Byte)
 Teilansicht 
  
 Grabstein für Levy Schott
 (1831-1922)  
 Grabstein für Hannchen Ross 
geb. Kahn
(gest. 1857) 
     
Bad Vilbel Friedhiof 9441.jpg (159343 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9435.jpg (122272 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9455.jpg (177850 Byte)
 Grabstein für Johanna Wechsle
(1852-1922)  
   Grabstein links mit Amphore für 
Josef M. Rosenthal (1850-1926) 
     
Bad Vilbel Friedhiof 9449.jpg (96689 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9454.jpg (285843 Byte) Bad Vilbel Friedhiof 9462.jpg (211876 Byte)
 Grabstein mit abgebrochener und nach 
unten gerichteter Fackel als Symbol für 
erlöschendes Leben
Grabsteine von links: für Max Grünebaum (1873-1930),  Alfred Wechsler (1863-1930), 
und Bertha Wechsler geb. Laup (1868-1932)    
  
     

   
    

Links und Literatur 

Links:  

Website der Stadt Bad Vilbel  
Zur Seite über die Synagoge in Bad Vilbel (interner Link)   

Literatur:   

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bd. II S. 324-325.

  
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 23. April 2016