Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bad Arolsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) 
Jüdischer Friedhof 
    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde        
    
Siehe Seite zur Synagoge in Bad Arolsen (interner Link)  
    
    
Zur Geschichte des Friedhofes            
     
Der Friedhof wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt. Er wurde von den in Bad Arolsen und Helsen lebenden jüdischen Familien belegt. Die Friedhofsfläche umfasst 19,73 ar.
  
1984 wurde ein Gedenkstein für die in der NS-Zeit ermordeten Juden aufgestellt. 
  
  
Dokumentationen des Friedhofes  
  

Hinweis: Nach dem Verzeichnis der durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen" bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für den Friedhof in Helsen die Zahl von 105 vorhandenen Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit von 1738-1940. Siehe landesgeschichtliches Informationssystem Hessen - Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen und Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg: Dokumentation der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich 
      
Hinweis auf eine weitere online zugängliche Dokumentation des Friedhofes
Epidat logo.jpg (7648 Byte)In der epigraphischen Datenbank des Steinheim-Institutes in Duisburg findet sich eine Dokumentation des jüdischen Friedhofes in Arolsen. Aufgenommen wurden 94 Inschriften aus den Jahren 1738 bis 1940.  
Link zu dieser Dokumentation
.     

   
   
   
Lage des Friedhofes 

   
Der Friedhof liegt an der Straße "Auf der Heide" zwischen Bad Arolsen und Helsen. 
   
Link zu den Google-Maps:    
   

Größere Kartenansicht     
    
    
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 16. Juni 2008)    

Arolsen Helsen Friedhof 150.jpg (125609 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 174.jpg (98433 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 152.jpg (102188 Byte)
Das Eingangstor Hinweistafel Blick vom Eingang auf das Denkmal, links 
Grabstein für Täubchen Stein (1870)
   
     
Arolsen Helsen Friedhof 151.jpg (113738 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 153.jpg (86741 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 155.jpg (109825 Byte)
Teilansicht 
(vom Eingang nach links)
Erster Grab links des Eingangs: für 
den Lehrer Lazarus Lebach (18.8.1836 
in Adorf - 10.9.1888 in Arolsen)
Grabstein für Rosa Löwenstein 
(1886)  
     
     
Arolsen Helsen Friedhof 154.jpg (79712 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 161.jpg (69062 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 164.jpg (112785 Byte)
Symbol: Aufgeschlagenes Buch 
(für einen gelehrten Mensch mit 
der hebräischen Abkürzung für "Hier ruht")
 und Engelskopf
Symbole für den Tod: Totenschädel 
und Sanduhr für die zerrinnende Zeit 
auf dem Grabstein für Abraham, 
Sohn des Mordechai
(1774)
Symbol für den Tod: nach unten 
gerichtete, erlöschende Fackeln
 auf Grabstein für Kalman 
Sohn des Samuel
(1821)
     
Arolsen Helsen Friedhof 159.jpg (93046 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 156.jpg (98032 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 171.jpg (107199 Byte)
Grabstein für Salomon Hirsch, geb. 
in Helsen, gest. in Mengeringhausen 
im Febr. 1861
Grabstein für Sara Oppenheimer 
geb. Gans
(1821-1887) mit Spuren 
von Gewalteinwirkung
Grabstein für Zipora Stern (1925) 
mit Davidstern; Spuren von
 Gewalteinwirkung
     
Arolsen Helsen Friedhof 162.jpg (98067 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 163.jpg (100703 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 160.jpg (110781 Byte)
Grabstein für Meir, Sohn des 
Naftali
(1814, links) und für Bela, Frau 
des Meir
(1821, rechts) 
Grabstein für Gnendel, Frau des 
Juspa
(1813, links) und Edel, 
Frau des Kalman
(1818, rechts)
    
     
Arolsen Helsen Friedhof 158.jpg (109085 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 157.jpg (109518 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 173.jpg (107936 Byte)
Teilansicht
des Friedhofes
Teilansicht - vorne rechts Grabstein 
für Heinrich Alsberg (gest. 1878)
Teilansicht
des Friedhofes
     
Arolsen Helsen Friedhof 165.jpg (111893 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 166.jpg (110102 Byte)  
Gräber mit 
Gitter-Einfassung
Grabstein links für Lina Löwenstein 
geb. Baumgardt (
1916), rechts für 
Schafti Löwenstein (1930)
   
  
     
Arolsen Helsen Friedhof 169.jpg (104279 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 170.jpg (109866 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 167.jpg (115227 Byte)
Grabstein für Frieda Reichhardt 
geb. Löwenstein
(1878-1931) und
 eine weitere Person   
Grabstein für Jakob Katz 
(1863-1925)   
Grabstein für Johannette Schönstädt 
geb. Löwenstein
(1868-1928) und 
Robert Schönstädt (1864-1935) 
     
Arolsen Helsen Friedhof 168.jpg (112795 Byte) Arolsen Helsen Friedhof 172.jpg (114607 Byte)
Grabplatte für den als letzten 
Beigesetzten Hermann Schönstädt
 (1858-1940)
Inschrift des Gedenksteines (deutsch und hebräisch): "Zum Andenken an unsere 
Brüder und Schwestern, die in den Jahren 1933-1945 umgekommen sind. 
Möge ihnen ein ewiges Andenken bewahrt sein."  
      

   
Einzelne Presseberichte    

November 2016: Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof    
Artikel von Elmar Schulten in der "Waldeckischen Landeszeitung" vom 8. November 2016: "Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof in Bad Arolsen. Nicht schweigen, nicht wegsehen
Bad Arolsen. An die Leidensgeschichte der Familie Katz erinnerten die Schüler der Karl-Preising-Schule gestern bei der Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof. Familie Katz führte ein Geschäft in der Bahnhofstraße. In der Nacht zum 7. November warf der nationalsozialistische Mob Steine durchs Fenster, drang in die Wohnung und in das Geschäft ein und raubte, was von Wert war. Die Familie floh aus dem Fenster und bat den Bürgermeister, sie in Schutzhaft zu nehmen. Einige Wochen später gelang ihnen die Ausreise in die USA. Mittellos. Beraubt durch den braunen Mob in Arolsen und durch die nationalsozialistische Finanzverwaltung. Viele andere konnten nicht fließen. Sie kamen um in den Vernichtungslagern der Nazis. An die Opfer der Judenverfolgung und besonders an die der von den Nazis verniedlichend so genannten „Reichskristallnacht“ gedachten gestern auf dem jüdischen Friedhof Magistrat und Bürger der Stadt.
Die Gedenkfeier wurde erstmals alleinverantwortlich ausgestaltet von Schülern der Karl-Preising-Schule unter Leitung ihrer Lehrer Stefan Helg und Jürgen Wiesner. Die Schüler zogen auch Parallelen zu den aktuellen fremdenfeindlichen Ausschreitungen. Auch wenn es Unterschiede zwischen der staatlich verordneten Judenverfolgung von einst und den brennenden Flüchtlingsunterkünften heute gebe, gelte es doch, wachsam zu sein. Der aufgestachelte Hass sei heute wie damals gefährlich. 'Sie rufen 'Wir sind das Volk' und sagen, der dazu gehört und wer nicht. - Wenn wir das dulden, dann könnte eines Tages wieder der Hass siegen.'
Bürgermeister Jürgen van der Horst unterstrich die besondere Verantwortung, die Arolsen beim Gedenken trage. Schließlich seien es SS-Männer aus Arolsen gewesen, die mit gezielten Aktionen in Arolsen und Kassel die reichsweite Pogromnacht gestartet habe, um die Reaktion der Bürger zu testen. Und das Schlimme sei gewesen, dass sich niemand der Gewalt in den Weg gestellt habe. Nicht in Arolsen und nicht im Deutschen Reich." 
Link zum Artikel      

   
      

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Bad Arolsen 
Zur Seite über die Synagoge in Bad Arolsen (interner Link) 
Zur Seite über die Synagoge in Helsen (noch nicht erstellt; interner Link) 

Quellen:    

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Bad Arolsen 
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Bad Arolsen sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,1      Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs Arolsen (Helsen), aufgenommen von dem Lehrer Moritz Goldwein aus Korbach im Sommer 1938   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5319758 
enthält 108 hebräische und deutsche Grabinschriften sowie eine Skizze zur Lage des jüdischen Friedhofes. Darin auch eine hebräische Inschrift auf einem Toramäntelchen in Mengeringhausen.       
HHStAW 365,2      Personenstandsregister der Juden von Arolsen   1834 - 1842 (1857-1858)  Trauregister 1834 - 1840  Sterberegister 1834 - 1842 - enthält auch Helsen - sowie Geburtsverzeichnis der Kinder von den Eheleuten Carl Alsberg und Johanna geb. Baruch aus Arolsen 1857 - 1858  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1030569  
HHStAW 365,435   Personenstandsregister der Juden von Arolsen  1859 - 1866: enthält Geburts- und Sterberegister der Juden von Helsen, 1859 - 1866, Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Mengeringhausen, 1861 - 1866, Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Rhoden, 1859 - 1866, Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Landau, 1859 - 1866,  Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Arolsen, 1859 - 1866; Geburtsregister der Juden von Vasbeck, 1861, Geburtsregister der Juden von Helmighausen      https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4250801                  
HHStAW 365,15     Personenstandsregister der Juden von Arolsen  1859 - 1875: enthält Geburtsregister 1859 - 1875, Trauregister 1859 - 1875, Sterberegister 1859 - 1875  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v289737       
HHStAW 365, 16    Personenstandsregister der Juden von Arolsen  1867 - 1875: enthält Geburts-, Trau- und Sterberegister, darin auch Helsen, Külte, Landau, Massenhausen, Meineringhausen, Nieder-Waroldern, Rhoden, Wrexen  
 https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2126643           

Literatur:  

Arnsberg I,48, II,485.   
Michael Winkelmann: "Auf einmal sind sie weggemacht!". Lebensbilder Arolser Juden im 20. Jahrhundert. Nähere Informationen
ders.: Dokumentation über den Jüdischen Friedhof in Helsen (Hg. vom Waldeckischen Geschichtsverein). In Vorbereitung. 

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 26. Dezember 2016