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Varel (Kreis
Friesland)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Varel bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1940. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts
zurück. Nach 1681 wurden unter der dänischen Herrschaft mehrere
jüdische Familien in der in der Nähe zum Vareler Siel angelegten Festung
"Christiansburg" aufgenommen. Nachdem die Festung schon nach einigen
Jahren wieder aufgegeben werden musste, konnten sich die meisten der
jüdischen Familien in Varel niederlassen. Vermutlich handelte es sich um etwa
acht Familien. Ihre Zahl nahm im 18. Jahrhundert zu: im Frühjahr 1760
wurden fünfzehn jüdische Familien mit zusammen 70 Personen gezählt, 1769 90
Personen, 1793 63..
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1812 84 jüdische Einwohner, 1817 98, 1828 70, 1840 86, 1850 88,
1861 87, 1875 90, 1885 92, 1895 67, 1905 64, 1910 68.
Die jüdischen Familienvorstände verdienten den Lebensunterhalt bis ins 19.
Jahrhundert hinein als Hausierer, Viehhändler, Kesselflicker, Trödler,
Produktenhändler oder Pfandleiher. Seit der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts wurden mehrere Läden / Einzelhandelsgeschäfte in der Stadt von
jüdischen Kaufleuten eröffnet. Dazu kam als Industriebetrieb die 1861
gegründete Lederfabrik Simson Schwabe und Söhne, die u.a. Transmissionsriemen
aus Leder herstellte und weltweit exportierte.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Jüdische
Volksschule/Elementarschule von 1847/48 bis Mitte der 1920er-Jahre), ein rituelles Bad und ein Friedhof.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der
zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war (vgl. Ausschreibung der Stelle
1854 unten). Zwischen 1817 und 1856 wechselten die Lehrer recht häufig:
1817 bis 1819 Joseph Jacob aus Altona, 1819 bis 1822 E. M. Silberg aus Posen,
1822 bis 1824 Isaac Jacob Salomon aus Berlin, 1824 bis 1825 Lazarus Moses aus
Schlochau/Westpreußen, 1825 Israel Meyer aus Laskow / Polen, 1825 bis 1829
Elkan Nathan aus Hamburg, 1830 bis 1933 Raphael Wolff, 1833 bis 1834 Tobias
Levi, 1835 bis 1837 David Cohen aus Posen, 1838 bis 1841 Ascher Lewinsohn aus
Altona, 1842 bis 1845 Lehmann Danziger aus Kissinger, 1846 bis 1855 Gustav Ensel
aus Hechingen. 1856 bis 1885 war als Lehrer Meir Neumark aus
Wittmund in Varel tätig, von 1886 bis
1934 - insgesamt 48 Jahre lang - Lehrer David Bernheim. Die Gemeinde gehörte zum
Landrabbinat Oldenburg.
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Erich Schwabe (geb.
29.4.1891 in Varel, gef. 12.3.1915).
Um 1924, als zur Gemeinde 63 Personen gehörten (0,69 % von insgesamt etwa
9.100 Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher Gustav Schwabe, Ludwig Weiß und
Heinrich Herzberg. Als Lehrer und Kantor war der bereits genannte David Bernheim
tätig. Er unterrichtete an der Jüdischen Volksschule damals acht Kinder. An
jüdischen Vereinen bestand der Wohltätigkeitsverein Chewra Kadischa
(1924 unter Leitung von Lehrer David Bernheim) und der Israelitische
Frauenverein (1924 unter Leitung der Frau von Gustav Schwabe, 1932 unter
Leitung der Frau von Ludwig Weiß, Kirchhofstraße; Zweck und Arbeitsgebiet:
Wohltätigkeit). Es bestanden eine Kasse für durchreisende Arme (1924
betreut von Lehrer David Bernheim) sowie eine Schulbibliothek. 1932
waren die Gemeindevorsteher Gustav Schwabe-Barlewin (1. Vors., wohnt
Hafenkampstraße 10), Heinrich Herzberg (Beisitzer, Lange Straße) und Ludwig
Frank (Hansastraße). Lehrer David Bernheim erteilte im Schuljahr 1932/33 drei
Kindern der Gemeinde den Religionsunterricht.
1933 lebten noch 58 - nach anderen Angaben nur 44 - jüdische Personen in Varel (dazu vier in Varel-Land).
In
den folgenden Jahren ist ein Teil der
jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts,
der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. 1938 wurden noch 17
jüdische Einwohner gezählt. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge
zerstört (s.u.). Die jüdischen Erwachsenen wurden zunächst im
Polizeigefängnis inhaftiert, die Männer später über Oldenburg in das KZ
Sachsenhausen verschleppt. Auf dem Weg ins Lager ist auf Grund von
Misshandlungen Ludwig Weiß umgekommen. 1940 lebten noch etwa zehn jüdische
Personen in Varel. Sechs von ihnen waren in dem seit Herbst 1937
bestehenden jüdischen Altenheim der Familie Weinberg in der Schüttingstraße
13 untergebracht. Sie wurden am 22. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt
verschleppt und sind allesamt umgekommen.
Von den in Varel geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Rosa Bernheim geb.
Katzenstein (1872, Witwe von Lehrer Bernheim), Mina (Minna) Blumenthal
geb. Schwabe (1873), Levin Schmul Brilling (1873), Mathilde Eichhold (1884),
Emilie (Milie) Frank geb. Heilbronn (1888), Hans Jakob Frank (1913), Ludwig
Frank (1885), Ingeborg (Inge) Friedmann geb. Visser (1923), Paul Gerson (19121),
Bertha Gröschler (1890), Jenny Janover geb. Leffmann (1870), Karl Anton Lehmann
(1914), Lazarus Nordheimer (1861), Benjamin Reissner (1896), Inge Rosenbach geb.
Cohen (1921), Hermann Schulenklopper (1890), Hermine Friederike Seijffers geb.
de Vries (1901), Jakob Julius Silberbach (1868), Johanna Stein geb. Löwenbach
(1882), Friedrica (Ricka, Ryka. Rieker) Vyth (1864), Ernst Sally Weinberg (1899),
Henriette (Jette, Jetti) Weinberg (1896), Ludwig Weiß (1881), Fanny Wolff geb. Aron (1874), Frumet
van der Wyk (1862).
Nach Kriegsende kehrte keiner der überlebenden Vareler Juden in die Stadt
zurück.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet
1854
Anzeige
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 13. November
1854: "Bei den Gemeinden in Oldenburg und Varel -
Großherzogtum Oldenburg - werden im nächsten Frühjahre die Stellen
eines Lehrers, Kantors und Schächters erledigt. Ertrag der Stelle zu
Oldenburg 280 bis 300 Thaler, der Stelle zu Varel 240 bis 260
Thaler. Der Unterricht erstreckt sich auf dasjenige, was in einer guten
Volksschule zu leisten ist. Wer in fremden Sprachen, besonders im
Englischen unterrichten kann, hat in Varel viel Gelegenheit zum
Privatunterricht. Nähere Auskunft erteilt der Unterzeichnete, an welchen
portofreie Anmeldungen zu richten sind.
B. Wechsler, Landrabbiner." |
Lehrer Meir Neumark möchte Ritualien kaufen (1883)
Es handelt sich um Silberschmuck für Torarollen.
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. April 1883:
"Schöne heilige Gegenstände, bestehend aus Kronen, Hand (Jad)
und Schild, werden anzukaufen gesucht. Offerten sieht entgegen.
Varel im Großherzog Oldenburg. M. Neumark,
Lehrer." |
40-jähriges Orts- und Amtsjubiläum von Lehrer David Bernheim (1925)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Oktober 1925: "Varel
in Oldenburg, 13. Oktober (1925). Eine erhebende Feier fand am Donnerstag,
den 1. Oktober, in der hiesigen Synagoge zu Ehren des 40-jährigen Orts-
und Amtsjubiläums des Herrn Lehrer Bernheim statt. Die Gemeinde hatte es
sich nicht nehmen lassen, diesen Ehrentag ihres beliebten Beamten festlich
zu begehen, um auch in der Öffentlichkeit die Wertschätzung ihres
Lehrers zu bekunden. In dem blumengeschmückten Gotteshause, in dem sich
alt und jung, die Kollegen des Oldenburger Bezirks und die Spitzen der
Behörden eingefunden hatten, hatte der Schwager des Jubilars, Herr
Oberkantor Ziwi, Elberfeld, den gesanglichen Teil des
Festgottesdienstes übernommen. Herr Landrabbiner Dr. de Haas würdigte in
wahrhaft zu Herzen dringenden Worten die Verdienste des Herrn Bernheim um
Schule und Gemeinde, dessen Charaktereigenschaften Liebe und Wahrheit ihm
die Gunst Gottes und der Menschen erworben hatten. Es sprachen dann noch
der Vorstand der Gemeinde, Herr Gustav Schwabe, Herr Lehrer
Merzberg, Oldenburg, als Vertreter der jüdischen Lehrer, Hartog,
Jever und Herr Bernheim selbst, der für
die ihm gezollte Ehrung allen Teilnehmern und Gratulanten seinen Dank
aussprach. Alle Ausführungen der Redner gipfelten in dem einen Wunsch,
dass der Jubilar auch das 50-jährige Jubiläum in gleicher Frische des
Körpers und des Geistes und umgeben von der Liebe und Anhänglichkeit
seiner Gemeinde begehen möge. Amen - und so möge es Gottes Wille
sein." |
Zum Tod von Lehrer David Bernheim (1934)
Dazu eine Anmerkung von Rudolf Brahms s.Lit. S. 177: "In
seinen letzten Lebensjahren musste David Bernheim manche Demütigung durch die
Nazis erdulden. Sein Tod am 2. Februar 1934 brachte dem sensiblen, durch
mancherlei Schikanen scheu gewordenen Mann die ersehnte Ruhe. Nicht nur die
jüdischen Kinder, auch wir kleinen Christen, die wir ihn kannten und ihm nahe
kamen, hatten einen väterlichen Freund verloren, einen Menschen, der
anschaulich Geschichten erzählen konnte und Kinder zu begeistern verstand. Auf
dem jüdischen Friedhof in Hohenberge fand David Bernheim, der auch für die
christlichen Kinder in der Nachbarschaft - sofern sie zu ihm gingen - 'ihr'
Melammed (Lehrer) war, seine Ruhestätte. Sie liegt in der Nähe zu der des am
16. April 1886 verstorbenen Lehrers Meir Neumark."
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 15. Februar 1934: "Varel in Oldenburg, 7. Februar (1934).
Am Montag, den 5. Februar (17. Schwat) wurde der Lehrer der Gemeinde
Varel, David Bernheimer, zu Grabe getragen. Seine ganze Kraft als
Lehrer der Volksschule, als Prediger und Chason, hat er in 48-jähriger
Amtstätigkeit der Gemeinde Varel gewidmet. Bernheimer war ein Schüler
des früheren Kasseler Lehrerseminars und kam als junger Lehrer zur ersten
Amtstätigkeit nach Varel hin. Generationen hat er hier gelehrt und er
verwuchs im Laufe seines Lebens mit der Gemeinde, die in ihm den Führer
der Gemeinde, den Freund jedes Einzelnen suchten und fanden. Ein
vorzüglicher Lehrer, der jahrelang auch an christlichen Schulen
unterrichtete, ausgestattet mit tiefem, klarem Wissen, ein gerader
Charakter, ein liebenswerter Mensch - das war der Inhalt seines
Leben.
Der Vorsteher der Gemeinde, Herr Frank, sprach schmerzerfüllt an
der Bahre den Dank der Gemeinde aus. Herr Landesrabbiner Dr. de Haas
hielt im gefüllten Gotteshause die Trauerrede und brachte einer
ergriffenen Trauergemeinde das Wirken und Wollen des Verewigten klagend
und mahnend zu Bewusststein. Herr Lehrer Hartog, Wilhelmshaven
sprach am Grabe dem treuen Kollegen und lieben Freund im Namen des
Lehrervereins Worte des Dankes aus. Seine Seele sei eingebunden in den
Bund des Lebens. H." |
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Artikel
in der "CV-Zeitung" (Zeitung des "Central-Vereins")
vom 5. April 1934: "Nach 48-jährigem Wirken als Lehrer und Kantor
der Jüdischen Gemeinde zu Varel i.O. starb David Bernheim im Alter von 69
Jahren." |
Zur Geschichte der Synagoge
1768 bedankten sich die Vorsteher der jüdischen
Gemeinde - Moses Ruben und Arend Isaac - bei Graf W. von Bentinck dafür,
"private Versammlungen zur Ausübung unserer Gottesdienste" abhalten
zu dürfen. Freilich müssten diese gottesdienstlichen Versammlungen in einem
Privathaus stattfinden. Man würde gerne ein Haus errichten, das als Synagoge
oder als Judenschule mit einer Synagoge Verwendung finden würde. Der Antrag
wurde jedoch vom gräflichen Amt abgelehnt. Es blieb zunächst beim Betraum,
der sich nach eine Bericht von 1760 "in des Anton Friedrich Schoolmeisters
Hause, welches an der Chaussee nach dem Waysenhause lieget", das heißt in
der Waisenhausstraße befand.
Auch im 19. Jahrhundert blieb es bei einem Betraum, der von 1806 bis
Ende 1843 in einem Altbau am Vareler Südende am Haferkamp 81 eingerichtet
war. Um 1840 befand sich das Haus jedoch in baufälligem Zustand und musste
schließlich abgebrochen werden. Mit Hilfe von Landrabbiner Bernhard Wechsler
bemühte sich die jüdische Gemeinde erneut um die Baugenehmigung für eine
Synagoge, die nun endlich gewährt wurde. Zum Bau konnte man in dem um 1840 noch
unbebauten Areal an der Osterstraße ein Grundstück erwerben. Für die
Finanzierung der Synagoge wurden Spenden gesammelt. In der Gemeinde konnten bis 1843
von den zu erwartenden Gesamtkosten in Höhe von 2.500 Talern immerhin alsbald
700 Taler gesammelt werden, eine beträchtliche Summe von den eher in armseligen
Verhältnissen lebenden jüdischen Familien. Unterstützung kam von den
jüdischen Gemeinden in Hamburg, Altona und anderen Orten, aber auch von den
christlichen Einwohnern der Stadt.
Vorbild für die Synagoge in Varel war die einige Jahre zuvor erstellte Synagoge
in Berne, doch wollte man einige Verbesserungen durchführen, unter anderem im
Blick auf die Einrichtung der Schule. Auch der Einbau eines rituellen Bades
sollte durchgeführt werden. 1846 legte Maurermeister Jochens aus Varel einen
Plan für das Gebäude vor, der von den Behörden genehmigt wurde. Die Grundsteinlegung
der neuen Synagoge war am 8. September 1847 in Anwesenheit von
Landrabbiner Wechsler. Zehn Monate später konnte derselbe am 28. Juli 1848 die
neue Synagoge einweihen.
Die Synagoge verfügte im Betsaal über etwa sechzig Plätze für die Männer,
dazu Frauenplätze auf der
Empore.
90 Jahre war die Synagoge in Varel Mittelpunkt
der jüdischen Gemeindelebens am Ort. Am 4./5. November 1938 wurden die
letzten Gottesdienste abgehalten. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge
durch SA- und SS-Leute niedergebrannt. Die noch im Haus lebende Witwe von Lehrer
Bernheim - Rosa Bernheim geb. Katzenstein - verlor ihre Wohnung. Sie wurde in
das Polizeigefängnis Varel verbracht und dort inhaftiert, doch wieder
freigelassen. Das Synagogenruine wurde beseitigt. Im Mai 1939 kaufte ein Vareler
Arzt das Grundstück zu einem günstigen Preis. Zunächst wollte er ein Wohnhaus
mit Praxisräumen erstellt, doch konnte er den Bau auf Grund fehlender
Baumaterialien nicht ausführen. Im Zweiten Weltkrieg wurde eine Wohnbaracke
gebaut. Erst nach 1948 wurde durch den Grundstückseigentümer ein Privathaus
mit Praxisräumen erstellt.
Beim Synagogenprozess 1952 vor dem Landgericht Oldenburg wurden vier
Männer mit Gefängnisstrafen zwischen acht Monaten und einem Jahr und sechs
Monaten verurteilte. Gegen einen der vier wurde das Verfahren eingestellt.
Eine Gedenktafel für die zerstörte Synagoge befindet sich gegenüber
dem Synagogengrundstück.
Adresse/Standort der Synagoge: Osterstraße
Fotos
(Quelle: Pläne und historische Darstellung von
Müller: R. Brahms s. Lit. S. 169-175; Darstellung von Sagemüller:
Historisches Handbuch s. Lit. S. 1498)
Pläne zum Bau
der Synagoge |
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Frontansicht |
Seitenansicht |
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Grundriss mit Eintragung der
Synagoge,
der Schule und der Lehrerwohnung |
Schnitt durch
das Gebäude |
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| Darstellungen der Synagoge |
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Ansicht des Synagogengebäudes
- links Schule
und Lehrerwohnung, rechts Betsaal
(kolorierte Bleistiftzeichnung von
G.F. Müller, um 1860) |
Synagoge von 1848 und katholische
Kirche von 1858; Lithographie
von R. Sagemüller
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Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte
| November
2010: Gedenken zum Novemberpogrom |
Artikel von Hans Begerow in der Nordwest-Zeitung
vom 10. November 2010: "'Es verlangt Mut, nicht wegzuschauen'.
9.
November. Zahlreiche Teilnehmer an Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht...."
Link
zum Artikel - auch als
pdf-Datei eingestellt. |
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Artikel von Hans Begerow in der
Nordwest-Zeitung vom 9. November 2010: "Witwe rettete sich zu
Ordensschwestern.
Pogromnacht - Fanatiker zerstörten Vareler Synagoge - Drangsalierungen
und Deportationen. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde
die Vareler Synagoge zerstört. Nur wenige der Täter mussten sich nach
dem Kriege verantworten..."
Link zum Artikel - auch als pdf-Datei eingestellt |
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| Oktober
2011: Bericht zum 70. Jahrestag der
Deportation von Vareler Juden |
Artikel von Holger Frerichs in
der Nordwest-Zeitung vom 22. Oktober 2011: "Abtransport in den
grausamen Tod.
Geschichte: Vareler Juden vor 70 Jahren von
Schüttingstraße nach Litzmannstadt deportiert. Auf den Tag
genau vor 70 Jahren wurde die jüdische Familie Weinberg aus Varel
deportiert. Holger Frerichs hat ihren Leidensweg
nachgezeichnet..."
Link
zum Artikel - auch als pdf-Datei
eingestellt. |
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| November
2011: Gedenken an den Novemberpogrom
1938 |
Artikel in der Nordwest-Zeitung
vom 9. November 2011: "Gedenken an Opfer der Schreckensnacht.
Geschichte: Nationalsozialisten zündeten Zentrum des jüdischen
Gemeindelebens an...
Link
zum Artikel - auch als
pdf-Datei eingestellt. |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Rudolf
Brahms: Die Synagoge in Varel. In: Enno Mayer: Die Synagogen
des Oldenburger Landes. Oldenburg 1988 (Oldenburger Studien Bd. 29). S.
161-195. |
 | Rudolf Brahms: Geschichte einer ungeliebten
Minderheit. Die Entwicklung einer jüdischen Gemeinde in Varel von ihren
Anfängen im 17. Jahrhundert bis zu ihrem Untergang in
nationalsozialistischer Zeit. Isensee Verlag Oldenburg 2006.
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 | Herbert Obenaus in Zusammenarbeit mit David Bankier
und Daniel Fraenkel: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden
in Niedersachsen und Bremen. Bd. 2. Göttingen 2005. Zu Varel Beitrag
von Werner Vahlenkamp: S. 1493-1502. |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Varel, Oldenburg.
Jews arrived in the late 17th century, under Danish rule. Their number rose to
15 families in 1760 and reached a peak of about 85 Jews in the mid-19th century.
A Jewish cemetery was opened in the mid-18th century and a synagogue was
consecrated in 1848. In June 1933, there were 39 Jews living in Varel. Many left
the city and in November 1938 only 20 remained. On Kristallnacht (9-10
November 1938), the synagogue was almost completely destroyed, many Jewish
businesses were looted, and Jewish men were sent to the Sachsenhausen
concentration camp. Several Jews managed to leave, and six remained in may 1939.
Their number rose to over 30 when elderly Jews from Oldenburg and Ostfriesland
were brought to the city in 1941 and kept in one of the houses there. On 23 July
1942, all the remaining Jews were deported to the Theresienstadt ghetto. Some
who left the city before the outbreak of Worldwar II also perished in the death
camps.

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