Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Rommersheim (bis 1931: Eichloch; VG Wörrstadt, Kreis Alzey-Worms) 
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:   

bulletZur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
bulletBerichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Kennkarte aus der NS-Zeit   
bulletZur Geschichte der Synagoge   
bulletFotos / Darstellungen   
bulletLinks und Literatur   

     

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde                       
     
In Rommersheim (bis 1931 Eichloch) bestand im 19. Jahrhundert eine kleine jüdische Gemeinde. Ihr gehörten 1824 und 1830 jeweils 23 Personen an. Um 1900 waren noch neun jüdische Personen am Ort wohnhaft. 
  
An Einrichtungen bestanden eine kleine Synagoge (s.u.) und ein Friedhof
 
Ein Mitglied der Familie Bronne war um 1888 Gemeindevorsteher ("Statistische Jahrbücher... 1887/88/89, dort falscher Familienname "Bromm"). 
  
Die letzte jüdische Familie (Ludwig Bronne) verließ den Ort nach 1912. Bereits vor 1912 ist die Gemeinde aufgelöst worden. Das Bethaus wurde an die Ortsgemeinde verkauft.    
  
Der aus Rommersheim stammende und später in Wörrstadt lebende Isidor Bronne fiel im Ersten Weltkrieg (geb. 18.6.1872 in Eichloch - Rommersheim, gef. 8.4.1917).  
     
Von den in Rommersheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem (hier "Eichloch" eingeben) und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Johanna Blum geb. Bronne (1877), Dina (Lina) Bronne (1870), Gertrud Bronne (1911), Julius Bronne (1875), Ludwig Bronne (1880, vgl. Erinnerungsblatt des "Aktiven Museums Spiegelgasse" Wiesbaden), Klara Jungblut geb. Bronne (1867), Rosa Weil geb. Bronne (1876)
.     
     
     
     
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
  
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben     

Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben
  
Ergebnis einer Spendensammlung angesichts einer "Hungersnot im Heiligen Land" (1865) 
 

Aus der Spendenliste in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. August 1865: "Durch Bernhard Haas, Vorsteher der vereinigten Vereine zu Gau Bickelheim, Wallertheim und Eichloch bei Jom Kippur Katan gesammelt 22 fl."   

  
50-jähriges Bestehen des Wohltätigkeitsvereines Gemilus Chesed (1902)  

Artikel im "Israelitischen Familienblatt" vom 15. Mai 1902: "Gau Bickelheim (Rheinhessen). Unsere Chewra, die im Jahre 1852 gegründet und sich aus Mitgliedern der Gemeinden: Eichloch (= seit 1931 Rommersheim), Gau Bickelheim: und Wallertheim zusammensetzt, verfolgt in erster Linie den Zweck, Gemilos Chosed = Wohltätigkeit) auszuüben; bei Sterbefällen ist jedes Mitglied verpflichtet, bei der Taharah (rituelle Waschung) zugegen zu sein, ebenso dem Gottesdienste beizuwohnen; da die Chewra sich aus 3 Orten zusammensetzt, wird jedes Mal die betr. Person bestimmt, die beim Minjan (= Zehnzahl der Männer beim Gottesdienst) zugegen sein muss; alljährlich wird zweimal Jom Kippur Katan gefeiert, und wird der Gottesdienst abwechselnd an der betr. Gemeinde abgehalten; vor dem Beginn des Gottesdienstes findet General-Versammlung mit gleichzeitiger Abrechnung statt, und wird regelmäßig eine Geldspende vorgesehen, die an Bedürftige abgeführt wird. Da die Chewra am 1. September dieses Jahres ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, wurde beschlossen, dies festlich zu begehen; es wurde bestimmt, den Tag durch ein solennes Festessen zu feiern."     
 
Artikel im "Israelitischen Familienblatt" vom 18. September 1902: "Gau Bickelheim. Am 1. d. M. beging unsere Chewra in Wallertheim ihr 50jähriges Jubiläum. Von den 33 Mitgliedern, die den Gemeinden Eichloch (= Rommersheim), Gau Bickelheim und Wallertheim zugehören, waren 30 anwesend. Bei dem Festessen nach dem Gottesdienst gab der Präsident der Chewra, Herr Martin Isaac, der einzige noch lebende Mitbegründer der Chewra, in herrlichen Worten ein Bild des Zweckes und des Wirkens des Vereins und spendete zum Andenken an diesen Jubiläumstag eine größere Summe, deren Zinsen alljährlich für Wohltätigkeitszwecke verwendet werden sollen. Um das Gelingen des Festes machte sich besonders Herr W. Haas und Frau Bekkard verdient, die für Trank und Speise bestens sorgten." 

                    

Kennkarte aus der NS-Zeit            
               
Am 23. Juli 1938 wurde durch den Reichsminister des Innern für bestimmte Gruppen von Staatsangehörigen des Deutschen Reiches die Kennkartenpflicht eingeführt. Die Kennkarten jüdischer Personen waren mit einem großen Buchstaben "J" gekennzeichnet. Wer als "jüdisch" galt, hatte das Reichsgesetzblatt vom 14. November 1935 ("Erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz") bestimmt. 
Hinweis: für die nachfolgenden Kennkarten ist die Quelle: Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Bestände: Personenstandsregister: Archivaliensammlung Frankfurt: Abteilung IV: Kennkarten, Mainz 1939" http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/STANDREG/FFM1/117-152.htm. Anfragen bitte gegebenenfalls an zentralarchiv@uni-hd.de       
 
 Kennkarte des in Rommersheim
 geborenen Abraham Bronne  
 Rommersheim KK MZ Bronne Abraham.jpg (93517 Byte)  
  Kennkarte (Mainz 1939) für Abraham Bronne (geb. 7. April 1865 in Rommersheim)     

      
      
      
Zur Geschichte der Synagoge                        
      
Über die kleine Synagoge am Ort liegen nur wenige Informationen vor. Mit der Auflösung der jüdischen Gemeinde vor 1912 wurde das Bethaus an die Ortsgemeinde verkauft.  
      
      
Adresse/Standort der Synagoge unbekannt     
     
     
Fotos 

Zur jüdischen Geschichte in Rommersheim liegen - außer zum Friedhof - noch keine Fotos vor; 
über Hinweise oder Zusendungen freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite
 
     

   
   
Links und Literatur

Links:  

bulletWebsite der VG Wörrstadt    

Literatur:  

bulletPaul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bd. II S. 414-415 (innerhalb des Abschnittes zu Wörrstadt). 
bulletLandesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 395 (mit weiteren Literaturangaben).  

  
   n.e.        

                   
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Stand: 17. Dezember 2025