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Friedhöfe in der Region"
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Übersicht: "Jüdische Friedhöfe im
Kreis Ahrweiler"
Remagen (Kreis
Ahrweiler)
Die jüdischen Friedhöfe
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Remagen (interner
Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
In Remagen gibt es zwei jüdische
Friedhöfe.
Das Gründungsdatum des alten Friedhofes "Auf der Heide" ist
unbekannt. In einem Bericht von 1853 heißt es, dass der Friedhof "seit
sehr langer Zeit zum Begräbnis der israelitischen Gemeinde" dient. Die Friedhofsfläche umfasst 25,37
ar. Der bis 1853 im Besitz der Stadt befindliche Friedhof wurde in diesem Jahr
der jüdischen Gemeinde unentgeltlich überlassen mit der Auflage, den Friedhof
nun auf eigene Kosten herzurichten. Heute sind noch etwa 21 Grabsteine erhalten
(teilweise nur Grabsteinfragmente), die überwiegend aus der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts stammen. Der jüngste erhaltene und lesbare Stein ist von 1900.
Ein damals weit vor der Stadt liegendes Grundstück zur Anlage eines neuen Friedhofes wurde 1889
gekauft. Die erste Beisetzung
war vermutlich 1891. Der jüdische Friedhof wurde bis 1934 oder 1938 belegt. Seine Fläche umfasst 5,26 ar.
Es sind 24 Grabsteine vorhanden, die sich auf der an der Schillerstraße
gelegenen Hälfte des Areals befinden.
Anmerkung: Der 1956 angelegte neue kommunale Friedhof der Stadt grenzt erst nach
mehreren Erweiterungen (zuletzt um 1985) an den jüdischen Friedhof.
Lage des Friedhofes:
Der alte Friedhof liegt südlich/südwestlich der Stadt an
einem Waldlehrpfad zwischen Remagen und Bad Bodendorf, erreichbar über die
Waldburgstraße; der neue Friedhof liegt neben dem heutigen neuen kommunalen Friedhof an der Alten
Straße/Ecke Schillerstraße (ein Zugang vom kommunalen Friedhof besteht nicht,
Eingang von der Alten Straße).
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Lage der jüdischen Friedhöfe
in Remagen auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und unter
"Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu
"Friedhof, jüd., Remagen, Alte Straße" bzw. zu "Friedhof,
jüd. Remagen, Waldlehrpfad" |
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 31.8.2007)
Der alte Friedhof
"Auf der Heide" |
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Eingangstor |
Hinweistafel |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
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| Grabstein für Adelheid David geb.
Wolff (1821-1900) * |
Grabstein für Gottschalk
Cahn
(1838-1882) |
Grabstein mit Levitenkanne
für
"Jaakow HaLewi aus Oberwinter" * |
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| Grabstein für Karolina Cahn |
Grabstein für Rebecca Levy
geb. Kaufmann (1811-1883) * |
Grabstein für Alexander
Mendel (geb. 1819 in Mainstockheim,
gest. 1878 in Remagen) |
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Die mit * ) markierten Steine
für Adelheid David geb. Wolff, Jaakow HaLew und Rebecca Levy geb.
Kaufmann stammen ursprünglich vom jüdischen Friedhof Remagen -
Rolandseck. |
| Grabstein mit
"segnenden Händen" der Kohanim |
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Der neue Friedhof
Alter Weg/Schillerstraße |
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Blick auf den Friedhof
vom
"Alten Weg" |
Nur die halbe Friedhofsfläche
wurde belegt; links des Weges die zur Schillerstraße gelegene
Hälfte |
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| Teilansichten der
belegten Fläche des Friedhofes |
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Grabstein für Frieda
Weidenbaum
(Fradel, die Frau des
Jizchak Weidenbaum; 1887-1929)
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Grabstein für Gustav Meyer
(1854-1928), Inhaber einer
Metzgerei Ecke
Bachstraße/Kirchstraße
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Grabstein für Moritz
Fassbender (1849-1933) und seine Emma (1853-1930), Inhaber einer
Lederwarenhandlung in der Marktstraße (Foto von Gisela Ries, Bonn,
September 2008) |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Hans
Warnecke (Hg.): Zeugnisse jüdischen Lebens im Kreis Ahrweiler. Bad
Neuenahr-Ahrweiler 1998. |
 | Gisela Ries:
' Und bin ich auch ein Israelit...' Geschichte der Familie Moritz Fassbender
aus Remagen. Remagen 2007. Erhältlich über die Buchhandlung
Am Annakloster in Remagen, E-Mail.
Zum Inhalt: Bei der Suche nach den Spuren der eigenen Familie stieß Gisela
Ries, die in Remagen aufgewachsen ist, auf den Namen "Moritz Fassbender".
Dieser stand auf der Gästeliste für die Primizfeier ihres Onkels Hermann
Ries; Moritz Fassbender war lange Zeit Vorsitzender der Remagener
Synagogengemeinde und ein wohl geachteter Mann. Die kürzlich verstorbene
Inge Hilpert, eine engagierte Zeitzeugin, berichtete Ries, ihre Großmutter
sei bei Fassbender, Besitzer eines Lederwarengroßhandels, beschäftigt
gewesen und habe viel von diesem großherzigen Mann erzählt. Als Gisela
Ries in der "Rhein- und Ahrzeitung" von 1929 zwei ausführliche
Berichte über die Goldhochzeit Fassbenders fand, die unter Beteiligung der
Remagener Bürgerschaft feierlich begangen worden war, forschte Ries weiter
und konnte mit Hilfe des Remagener Stadtarchivars und der Todesanzeige von
Moritz Fassbenders Gattin Emma das Schicksal von Moritz’ Kindern
rekonstruieren. Sie nahm zu drei noch lebenden Nachkommen Kontakt auf, die
ihr Informationen und Bildmaterial zur Verfügung stellten. Protokolle von
den Remagener Stadtverordnetensitzungen und Zeitzeugenaussagen wiesen darauf
hin, dass sich nicht alle Remagener nach den Verordnungen der Nazis
richteten, die Boykott und Schikane der Juden forderten. John Fassbender,
der zweitälteste Sohn von Moritz Fassbender, wurde mit seiner Familie in
Ostpolen von den Nazis ermordet. Auch die jüngste Tochter Clara kam in der
Shoah um, während zwei weitere Kinder Fassbenders emigrieren konnten. Aus
dem vorgefundenen Material erarbeitete Ries eine kleine Broschüre, die in
der Buchhandlung am Annakloster in Remagen zum Verkauf angeboten wird.
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 | dies.: Artikel über die Geschichte der jüdischen Familie
Fassbender aus Remagen: "Mahnende" Familiensaga" in:
Rhein-Zeitung vom 23.4.2008.
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