Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Sinzig (Kreis Ahrweiler) 
Jüdischer Friedhof 
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde                
    
Siehe Seite zur Synagoge in Sinzig (interner Link)   
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes               
   
In Sinzig bestehen zwei jüdische Friedhöfe. 
   
Der alte Friedhof wurde bis 1873 belegt. Über seine Geschichte liegen keine weiteren Informationen vor. Der weite Weg (2 km vom Stadtzentrum) zu dem auf dem Mühlenberg liegenden Friedhof wurde jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts als eine Zumutung. In einem Schreiben an die Behörden zur Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens des neuen Friedhofes schrieb der Gemeindevorsteher Isaac Hirsch: "Vorgestern wurde nämlich eine mir verstorbene Schwester auf dem alten Friedhof beerdigt. Hierzu musste ich eine Fuhre requirieren, die noch einen Vorspann notwendig hatte, womit die Leiche auf dem fast ganz zerfallenen Weg, welcher trotz der zwei Pferde unpassierbar und nur durch Umwege über Felder mit vieler Mühe und Gefahr hingebracht werden konnte."
   
1873 konnte ein neuer Friedhof eingeweiht werden, der bis in die NS-Zeit belegt wurde. Am 12. Dezember 1870 hatte der Kaufmann Leo Hirsch jun. der israelitischen Gemeinde ein Feld zur Anlegung eines Friedhofes geschenkt. Das Genehmigungsverfahren zur Anlage eines Friedhofes auf diesem Grundstück dauerte zwei Jahre. Zu einer ersten Schändung kam es bereits im Mai 1877, als drei Grabsteine umgeworfen wurden. Auch in der NS-Zeit kam es zu Schändungen. Die letzte Beisetzung war 1940 (Abraham und Emma Meyer). In der NS-Zeit wurde offenbar ein großer Teil der Grabsteine abgeräumt, da von den mindestens 80 Grabstätten nur noch 44 mit Grabsteinen bezeichnet sind.
  
Im November 1942 wurde er zum Preis von 0,25 RM pro m² durch die Stadt Sinzig gekauft. Im August 1949 wurde der Friedhof der jüdischen Vermögensverwaltung zurückgegeben. Am 30. August 1958 ging die nördliche (unbelegte) Hälfte des Friedhofes wieder in der Besitz der Stadt über und wurde in die Belegung des allgemeinen Friedhofes einbezogen. Für die Opfer der NS-Zeit gibt es seit 1950 eine steinerne Gedenktafel mit der Inschrift "Den jüdischen Opfern 1933-1945". Die Friedhofsfläche umfasst 4,96 ar.  
   
   
Lage der Friedhöfe   
    
Der alte Friedhof befindet sich auf dem Mühlenberg im Sinziger Stadtteil; der neue Friedhof innerhalb des kommunalen Friedhofes.         
    
    
 
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 31.8.2007)

Der alte Friedhof auf 
dem Mühlenberg
Vom alten Friedhof sind noch keine Fotos vorhanden; über Zusendungen freut sich der
 Webmaster von "Alemannia Judaica", Adresse siehe Eingangsseite.
     
     
Der neue Friedhof innerhalb des kommunalen Friedhofes
Sinzig Friedhof 191.jpg (114707 Byte) Sinzig Friedhof 181.jpg (116538 Byte) Sinzig Friedhof 180.jpg (116797 Byte)
Teilansichten des inmitten des kommunalen (christlichen) Friedhofes gelegenen jüdischen Friedhofes
   
Sinzig Friedhof 190.jpg (123504 Byte) Sinzig Friedhof 188.jpg (110274 Byte) Sinzig Friedhof 192.jpg (114537 Byte)
Grabstein rechts für Albert Wolff (1894-1935)
 und Adelheid geb. Cahn (1862-1923)
Teilansicht  Grabstein für Karl Hirsch 
(1873-1938) 
  
     
Sinzig Friedhof 182.jpg (113820 Byte) Sinzig Friedhof 185.jpg (99247 Byte) Sinzig Friedhof 187.jpg (88796 Byte)
Grabstein für Daniel Meyer (1818-1890) 
mit "segnenden Händen" der Kohanim
 (Ausschnitt unten)
Grabstein für Henriette Salomon
 (1883-1898)
 
Grabstein für Moses Friesem (1851-1909) 
und Johanna geb. Freiberg (1851-1929)
 
     
Sinzig Friedhof 183.jpg (82158 Byte) Sinzig Friedhof 186.jpg (108325 Byte) Sinzig Friedhof 193.jpg (111373 Byte)
"Segnende Hände" der Kohanim 
(Grabstein für Daniel Meyer, s.o.) 
  
Grabstein für Josef Friedsam 
(1834-1905)
Grabstein für Gottschalk Wolff (Eljakum 
bar Aharon Halevi
) aus Löhndorf 
(1863-1930) mit Levitenkanne
     
Sinzig Friedhof 184.jpg (128036 Byte) Sinzig Friedhof 189.jpg (107000 Byte)   
Grabplatte für Abraham Meyer und 
Emma geb. Moses (gest. 1940) 
Gedenkplatte "Den jüdischen Opfern
1933 - 1945" 
  

   
   

Links und Literatur

Links:   

Website der Stadt Sinzig   
Zur Seite über die Synagoge in Sinzig (interner Link)  
Portal "Jüdisches Leben im Kreis Ahrweiler" mit Seite zum alten jüdischen Friedhof in Sinzig: http://www.aw-wiki.de/index.php/Alter_jüdischer_Friedhof_Sinzig 

Literatur:  

Kreis Ahrweiler Bu01.jpg (30887 Byte)Hans Warnecke (Hg.): Zeugnisse jüdischen Lebens im Kreis Ahrweiler. Bad Neuenahr-Ahrweiler 1998.

  
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 28. März 2014