Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Öhringen (Hohenlohe-Kreis) 
Jüdischer Friedhof 

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde         
    
Siehe Seite zur Synagoge in Öhringen (interner Link)    
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes  
   
Die Toten der jüdischen Gemeinde Öhringen wurden zunächst in Affaltrach und Berlichingen beigesetzt. 1910 erwarb die Öhringer Gemeinde mit Zustimmung des Gemeinderates des Stadt auf dem Galgenberg einige Grundstücke, um hier einen Friedhof anzulegen. Die Kosten für die Ummauerung und den Bau einer kleinen Friedhofshalle betrugen 10 000 Mark. Die Stadt gab einen Zuschuss von 1000 Mark. Nach Anlage des Friedhofes war der erste hier Beigesetzte Viehhändler Isaak Herz; seine Beerdigung war am 21. August 1911. Bis 1939 folgten etwa 60 weitere Bestattungen, darunter die im Ersten Weltkrieg gefallenen zwei Öhringer Juden. Die vermutlich letzte auf dem Friedhof Beigesetzte war Pauline Hirsch, Frau des Pferdehändlers Leopold Hirsch, die am 15. Mai 1939 bestattet wurde.  
   
1939 verkaufte die israelitische Gemeinde ein Teilgrundstück des Friedhofes von 67 Ar an einen örtlichen Landwirt; die unbelegte Fläche des Friedhofes wurde durch Zaun und Hecke vom Gräberfeld abgetrennt. Nach 1940 sollte der Friedhof abgeräumt werden, ein Teil der Grabsteine wurde an örtliche Steinmetzen verkauft. 1945/46 wurden die Grabsteine wieder aufgestellt bzw. erneuert. Die Friedhofshalle ist erhalten (Lage des Friedhofs "Im Schönblick", Flurstück 1684, Fläche 9,22 a). 
   
   
   
Die Lage des Friedhofes  

Oehringen FriedhofPlan.jpg (76041 Byte)
Lage des jüdischen Friedhofes Öhringen
 (durch Pfeil markiert)
(Topographische Karte aus den 1970er-Jahren) 
Lage des jüdischen Friedhofes in Öhringen auf dem dortigen
 Stadtplan: oben anklicken und unter "Behörden und öffentliche
 Einrichtungen" weiterklicken zu "Friedhof, israel."

   
   
Fotos 
Historisches Foto
 
(Quelle: Jüdische Friedhöfe und Gotteshäuser in Württemberg. Hg. vom Oberrat der Israeliten in Württemberg 1932) 

 Oehringen Friedhof1932.jpg (159145 Byte)

Blick über den Friedhof um 1930. Der größte Teil ist bis heute
 unbelegt und wird seit 1939 als Obstgarten genutzt  

  
Neuere Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 22.9.2003)  

Oehringen Friedhof 150.jpg (79022 Byte) Oehringen Friedhof 151.jpg (80818 Byte) Oehringen Friedhof 152.jpg (39541 Byte)
Eingangstor Blick zur Friedhofshalle 
neben dem Eingangstor 
Der offene Bereich 
der Friedhofshalle 
  
     
Oehringen Friedhof 154.jpg (92892 Byte) Oehringen Friedhof 157.jpg (94964 Byte) Oehringen Friedhof 156.jpg (87003 Byte)
Teilansichten des Friedhofes 
 
Oehringen Friedhof 153.jpg (80115 Byte) Oehringen Friedhof 155.jpg (54586 Byte)    
Teilansicht Grabstein für Lehrer Bernhard Sahm
 (1861-1916), war von 1900-1916 
Kantor und Lehrer in Öhringen 
   
   

  

Ältere Fotos
(Fotos: Hahn, entstanden Mitte der 1980er-Jahre)   
Oehringen Friedhof02.jpg (137924 Byte)  Oehringen Friedhof04.jpg (138919 Byte) 
Eingangstor zum Friedhof  Teilansicht des Friedhofes 

    
     

Links und Literatur 

Links:  

Website der Stadt Öhringen  
Website des Zentralarchivs Heidelberg mit Seite zum jüdischen Friedhof Öhringen  

Literatur

Naftali Bar Giora Bamberger: Memor-Buch. Die jüdischen Friedhöfe im Hohenlohekreis. Hg. vom Landratsamt Hohenlohekreis. 2 Bände. 1104 Seiten. 2002 (Dokumentation aller Friedhöfe und Grabsteine von Berlichingen, Hohebach, Krautheim, Laibach, Öhringen).
Franken FriedhBuch 01.jpg (49923 Byte)Eva Maria Kraiss/Marion Reuter: Bet Hachajim. Haus des Lebens. Jüdische Friedhofe in Württembergisch Franken. Künzelsau 2003. ISBN 3-89929-009-7.
(Kommentar des Webmasters: Außerordentlich schöner und informativer Bild- und Textband mit hervorragenden Fotos der Friedhöfe in Berlichingen, Braunsbach, Crailsheim, Creglingen, Dünsbach, Hohebach, Krautheim, Laibach, Michelbach an der Lücke, Niederstetten, Öhringen, Steinbach, Weikersheim) 
(vgl. die auf der Seite zur Synagoge Öhringen angegebene Literatur)  

    
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 13. Februar 2014