Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Müstert und Niederemmel (Ortsteile der Gemeinde Piesport, Kreis Bernkastel-Wittlich)
Jüdische Geschichte / Synagogen

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

      

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinden (english version)       
    
In Müstert und Niederemmel bestanden kleine jüdische Gemeinden, deren Entstehung in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts zurückgeht. Auch in Piesport (Alt-Piesport) scheinen zeitweise jüdische Personen gelebt zu haben: 1660 wird von der Beisetzung eines Juden aus Piesport im jüdischen Friedhof von Neumagen-Dhron berichtet. 
   
19. Jahrhundert: In Müstert lebten 1808 12 jüdische Personen, darunter drei erwachsene Männer. 1843 wurden 42 jüdische Einwohner gezählt, damals 10,1 % der Bevölkerung des Dorfes. In Niederemmel lebten 1808 acht jüdische Personen, darunter zwei erwachsene Männer. 1843 waren es 19 jüdische Einwohner (3,87 % der Bevölkerung des Dorfes). Die jüdischen Familien beider Orte bildeten eine gemeinsame Gemeinde ("Synagogengemeinde Müstert-Emmel"). Während bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Zahl der jüdischen Einwohner in Müstert größer als in Niederemmel war, hat sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Verhältnis schnell umgekehrt. In Niederemmel lebten 1857 55 jüdische Einwohner, bis 1868 zwischen 49 und 58 (darunter in diesen Jahren jeweils etwa 10 schulpflichtige Kinder). 1895 wurde die Höchstzahl jüdischer Einwohner mit 73 Personen erreicht (6,22 % der Gesamteinwohnerschaft). Aus Müstert liegen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts keine Zahlen mehr vor. 
   
An Einrichtungen war zunächst (1828 belegt) in Niederemmel ein Betraum vorhanden, von 1855 bis 1930 eine Synagoge in Müstert, von 1930 bis 1938 ein Betsaal/Synagoge in Niederemmel, dazu vermutlich auch ein Raum zum Unterricht der Kinder und möglicherweise auch ein rituelles Bad. Den Religionsunterricht der jüdischen Kinder erteilten im 19. Jahrhundert die Eltern und ein jüdischer Privatlehrer. Die Toten der Gemeinden wurden auf dem zwischen Neumagen und Dhron gelegenen jüdischen Friedhof beigesetzt. Da in Müstert vermutlich bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts keine jüdischen Familien mehr lebten und im benachbarten Neumagen die Zahl der jüdischen Einwohner rückläufig war, wurde 1890 eine gemeinsame Gemeinde zwischen Neumagen und Niederemmel gebildet. Davon berichtet im Zusammenhang mit allgemeinen Erörterungen aus dem Regierungsbezirk Trier ein Presseartikel aus dem Jahr 1890:

Niederemmel AZJ 14021890.jpg (129112 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung der Judentums" vom 14. Februar 1890: "Trier, 6. Februar (1890). Den vielfachen Klagen, welche aus unserem Regierungsbezirke seit Jahrzehnten in die Öffentlichkeit gedrungen sind, scheint jetzt endlich Abhilfe geschafft werden zu sollen. Mehr als vier Jahrzehnte sind vergangen, seitdem das Gesetz über die Bildung der Synagogengemeinden in Preußen erlassen worden ist, und bis vor sehr kurzer Zeit war im Trierischen nur in drei Kreisen, nämlich Trier, Merzig und Ottweiler, von der Regierung zur Ausführung der gesetzlichen Bestimmungen geschritten worden. Alle übrigen Gemeinden des Bezirks entbehrten der Korporationsrechte und waren hierdurch mancherlei Unannehmlichkeiten und Schikanen der Ortsbehörden ausgesetzt. So ist uns ein Fall noch in frischer Erinnerung, wo ein gestrenger Herr Bürgermeister, als er eine neue Stadt mit den Segnungen seiner Amtsführung zu beglücken begann, flugs in einem Anflug der modernen geistigen Epidemie die jüdische Gemeinschaft des Ortes unter das Vereinsgesetz zu stellen begann und die gottesdienstlichen Versammlungen im Bethaus für anmeldepflichtig erklärte. Wenn auch die Rektifizierung seitens der vorgesetzten Behörde nicht lange auf sich warten ließ, so zeigte doch dieser Fall, zu welchen Konsequenzen der Mangel eines geordneten gesetzlichen Zustandes führen kann und hat zu vielfacher Erneuerung der Gesuche unserer Gemeinde um Verleihung der Gemeinderechte geführt. Ein solches Gesuch der Israeliten in Neumagen ist nunmehr, wie wir hören in zustimmendem Sinne erledigt worden. Die neue Synagogengemeinde wird die Orte Neumagen und Niederemmel umfassen. Hoffentlich haben wir bald von gleichen Erfolgen an anderen Plätzen zu berichten.

1909 überstieg die Zahl der jüdischen Einwohner in Niederemmel die Zahl der in Neumagen lebenden Juden. Die Niederemmeler Juden beantragten daher die Bildung einer eigenen Synagogengemeinde. Der Antrag wurde jedoch von Seiten der Behörden abgelehnt. Die gemeinsame Gemeinde wurde jedoch seitdem "Synagogengemeinde Neumagen-Niederemmel" genannt. 
  
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Leopold (Leib) Herz (geb. 8.7.1884 in Niederemmel, gef. 31.10.1914), Gefreiter Leo Leib (geb. 24.2.1884 in Niederemmel, gef. 23.2.1915) und Benjamin Levy (geb. 8.9.1884 in Müstert, gef. 27.8.1914). Zu dem Gefallenen aus Neumagen siehe dort.   
   
Um 1924, als zur Synagogengemeinde Neumagen-Niederemmel 51 Personen in Neumagen (3,2 % von ca. 1.600 Einwohnern), 62 in Niederemmel, acht in Hetzerath und vier in Nievenich gehörten, waren die Vorsteher der Gemeinde: Abraham Leib (Neumagen), Leopold Hirsch (Neumagen), Rudolf Levy (Niederemmel) und Josef Simon. Der Repräsentanz gehörten an. David Salomon, Dr. Mayer, A. Juda, J. und W. Hirsch, S., G. und M. Leib sowie A. Mendel. Als Lehrer und Kantor war Joseph Simon angestellte. Er unterrichtete an der Jüdischen Volksschule Neumagen 10 Kinder. Dazu erhielten an der Religionsschule Niederemmel fünf Kinder von ihm Religionsunterricht. 1932 gehörten zur Synagogengemeinde Neumagen-Niederemmel: 45 Personen in Neumagen (von insgesamt 1.800 Einwohnern), 55 in Niederemmel und 4 in anderen Orten. Gemeindevorsteher waren nun David Salomon (Neumagen, 1. Vors.), Rudolf Levy (Niederemmel, 2. Vors.) und Josef Simon (Schriftführer und Schatzmeister). Der Repräsentanz unter dem Vorsitz von Albert Juda gehörten neun Mitglieder an. Die jüdische Volksschule bestand inzwischen nicht mehr, da es zu wenige schulpflichtige Kinder gab. Den Religionsunterricht besuchten noch zwei jüdische Kinder der Gemeinde. 

Nach 1933 ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder (1933: 55 Personen in 27 Haushaltungen) auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Bis 1936 bestanden am Art an jüdischen Geschäften noch: die Vieh- und Kolonialwarenhandlung von Max Mendel, die Kolonialwarenhandlung Leopold Leib, die Kolonialwarenhandlung von Isidor Mendel, die Metzgerei Abraham Mendel, das Geschäft für Kurz-, Weiß- und Wollwaren von Rudolf Levi. Die letzten am Ort lebenden jüdischen Einwohner wurden 1942 deportiert. 
   
Von den in Niederemmel geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):   Jakob Herz (1866), Johanna (Johannetta) Kahn geb. Herz (1862), Alwine Leib geb. Gerson (1871), Raphael Leib (1872), Rosa Leib (1899), Salomon Leib (1877), Regina Levy geb. Herz (1881), David Mendel (1867), Elise Oster (1892), Meta Oster (1917), Ilse Spira geb. Leib (1819). 
      
Von den in Neumagen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Paulina Abrahamssohn geb. Bonem (1900), Gertrude Bermann geb. Hirsch (1885), Selma Drucker geb. Bonem (1888), Meyer Ermann (1855), Karoline Frank geb. Hirsch (1872), Mira Grünewald (1898), Delphine Herz geb. Meyer (1897), Frieda Kerbs geb. Bonem (1883), Helene (Leni) Klaber geb. Leib (1906), Abraham Leib (1867), Klara Leib geb. Lion (1875), Selma Levy geb. Hirsch (1911), Rosetta Mayer (1883), Ernestine Rosenberg geb. Leib (1875), Luise Rothmayer geb. Hirsch (1886), Johanna Strasser (1884), Johanna Wirth (1865), Helene Wolf geb. Leib (1875).     
    
Keine Namen werden zu Müstert genannt.   
    
    
    
Zur Geschichte der Synagoge                      
    
Von einer Synagoge, vermutlich einer einfachen Betstube wird aus dem Jahr 1828 in Niederemmel berichtet. Da auf Grund ihrer geringen Zahl die jüdischen Familien in Niederemmel keinen Minjan zusammen bekamen (Minjan = notwendige Zehnzahl der jüdischen Männer zum Gottesdienst), dürften zu den Gottesdienst damals schon die Juden aus dem naheliegenden Müstert nach Niederemmel gekommen sein. Als die Zahl der jüdischen Einwohner in den beiden Orten bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts angestiegen war, wurde der Bau einer Synagoge geplant. Da damals in Müstert mehr Juden als in Niederemmel lebten, sollte die Synagoge in Müstert stehen. Unter großen finanziellen Anstrengungen und mit Hilfe durchgeführter Kollekten in anderen Gemeinden konnte man die zu einem Synagogenbau nötigen 1.000 Taler zusammen bekommen und 1854/55 eine Synagoge in Müstert bauen. Sie wurde am 3. März 1855 durch Oberrabbiner Josef Kahn aus Trier feierlich eingeweiht werden. Der Synagogenchor und jüdische Musiker aus Bernkastel gestalteten die Einweihungsfeier, wozu ein Pressebericht vorliegt: 

Niederemmel AZJ 02041855.jpg (202052 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 2. April 1855: "Regierungsbezirk Trier, 15. März. Mit Recht erkennt man in den vielen, in neuerer Zeit erbauten Synagogen den Beweis für die wieder neu erwachte Liebe und Begeisterung für unsere Religion und deren Institutionen. Aus welchen anderen Motiven sonst würden die Gemeinden die so großen Opfer darbringen, wenn nicht der religiöse Drang sie hierzu antreiben sollte? Aus unserem Regierungs-Bezirke wäre in jedem Jahre über eine oder mehrere neu erbaute Synagogen und deren feierliche Einweihung zu berichten und zwar meistens in kleinen und unbemittelten Gemeinden. So haben denn auch drei kleine Gemeinden im Kreise Bernkastel, nämlich Bernkastel, Zeltingen in neuerer Zeit und am verflossenen Sabbat Ki Tezawe (Sabbat mit der Toralesung Ki Tezawe, d.h. 2. Mose 27, 20 - 30,10; entspricht Sabbat/Samstag 3. März 1855) Müstert-Emmel recht hübsche Synagogen durch unseren Oberrabbiner, Herrn Kahn aus Trier, auf die feierlichste Weise eingeweiht. Letzterer Gemeinde muss dieses noch um so mehr anerkannt werden, als sie aus nur zehn unbemittelten Familien besteht, welche alle durch mehrjährige Sammlungen über 1.000 Taler aufbrachten und mit gutem und frohem Herzen Alles aufboten, um auch die Einweihung auf schöne und erhabene Weise zu feiern. Besonders Anerkennung und Dank verdienen die intelligenten und religiösen Kaufleute, die Herren A. Marx und Schwes aus Bernkastel, die dort den Gottesdienst durch Leitung eines hübschen Chores verherrlichen, auch bei dieser Gelegenheit wieder wie früher bei den Einweihungen zu Bernkastel und Zeltingen in Gemeinschaft mit den Musikern, den Herrn Gebrüder Hirsch aus Bernkastel, ohne Zeit- und Geldopfer zu scheuen - erschienen und zur Hebung der Feierlichkeit sehr viel beitrugen. Durch dieses ihr gottgefälliges Wirken verursachen sie nicht nur eine Kiddusch Haschem (Heiligung des Namens Gottes) bei dem bei solchen Gelegenheiten anwesenden zahlreichen christlichen Publikum, da es hierdurch eine bessere Ansicht über Judentum und jüdischen Gottesdienst bekommt, - regen vielmehr auch die jüdischen Gemeinden an und bestimmen sie, einen geregelteren und anständigeren Gottesdienst in der Zukunft einzuführen. Dank, innigen Dank daher diesen Biedermännern! ... Die genannten Gebrüder Hirsche, die gewöhnlich auch die bei solchen Feste stattfindenden Bälle leiten, können wir für derartige Feierlichkeiten allen Gemeinden bestens empfehlen; sie sie denn auch wegen ihrer Tüchtigkeit, Anspruchslosigkeit und, obgleich sie sich und ihre zahlreichen Familien von ihrer Musik ernähren müssen, - Uneigennützigkeit in unserer ganzen Gegend bekannt und beliebt sind und seit vielen Jahren von unserem Herrn Oberrabbiner den betreffenden Gemeinden auch anempfohlen wurden. - 

 Bis Anfang Oktober 1930 wurden in der Synagoge in Müstert die Gottesdienste der jüdischen Familien in Müstert und Niederemmel abgehalten. Danach wurde dieses Gebäude verkauft und wurde als Wohnhaus mit einer Schmiedewerkstatt verwendet (bis in die 1960er-Jahre). Inzwischen ist das Haus mehrfach umgebaut worden.

Am 30. März 1930 beschloss der Gemeindevorstand der jüdischen Gemeinde, das Haus mit der heutigen Anschrift Am Römerbrunnen 4 (bisheriges Gasthaus Karl Endries) zu kaufen, um darin eine neue Synagoge in Niederemmel einzurichten. Der im Erdgeschoss gelegene Saal, der ursprünglich als Gaststätte gebaut worden war, eignete sich mit den drei großen Bogenfenstern und von seiner Größe her gut zur Einrichtung einer Synagoge. Der Umbau des Gebäudes und die Einrichtung des Betsaales kostete die jüdische Gemeinde 8.000 Reichsmark. Am 10. Oktober 1930 wurde die Synagoge unter Anteilnahme des Amtsbürgermeisters, des Männergesangvereins, der Feuerwehr und der Einwohnerschaft feierlich eingeweiht werden. In einer feierlichen Prozession wurden die Torarollen und Ritualien von der bisherigen Synagoge in Müstert nach Niederemmel gebracht. 
   
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge geschändet. Nach 1945 wurde das Gebäude nach Klärung des Restitutionsverfahrens an Privatpersonen verkauft und zum einem bis heute bestehenden Wohnhaus umgebaut.  
   
   
Adressen/Standorte der Synagogen:  

Betraum von 1828 bis ? in Niederemmel: Standort unbekannt  
Synagoge von 1855 bis 1930 in Müstert für beide Orte: Karthäuserstraße 23  
Synagoge / Betsaal von 1930 bis 1938 in Niederemmel: Am Römerbrunnen 4  

    
    
Fotos     

Das Synagogengebäude in Müstert (Synagoge von 1855-1930) 
(Fotos: Theo Meulemans, o.praem.)
Muestert Synagoge 104.jpg (81758 Byte) Muestert Synagoge 105.jpg (131660 Byte)
  Gebäude Karthäuserstraße 23 (und 25) in Müstert 
     
Die Synagoge in Niederemmel
(Synagoge von 1930-1938)
Niederemmel Synagoge 121.jpg (32578 Byte) Niederemmel Synagoge 122.jpg (57560 Byte)
   Einweihung der neuen Synagoge 
in Niederemmel
Das Gebäude Am Römerbrunnen 4
 (historische Ansichtskarte von 1925), 
in dem 1930 der Betsaal eingerichtet 
wurde (hinter den drei Rundbogenfenstern
 im Erdgeschoss)
  
        
Das Gebäude Am Römerbrunnen 4 im September 2009 
(Fotos: Theo Meulemans, o.praem., Aufnahmedatum 4.7.2009)
Niederemmel Synagoge 230.jpg (95856 Byte) Niederemmel Synagoge 231.jpg (95282 Byte)
  Verschiedene Ansichten des Gebäudes Am Römerbrunnen 4 (zum Standort des Betsaales vgl. mit der historischen Ansichtskarte rechts oben von 1925)
       
  Niederemmel Synagoge 232.jpg (95069 Byte) Niederemmel Synagoge 233.jpg (100786 Byte)
      

          
            

Links und Literatur 

Links:    

Website der Gemeinde Piesport     
Kulturdatenbank der Region Trier: Seite "Jüdische Kultur" in Piesport-Müstert  
Kulturdatenbank der Region Trier: Seite zur Synagoge in Piesport-Niederemmel I  
Kulturdatenbank der Region Trier: Seite zur Synagoge in Piesport Niederemmel II  

Literatur:  

Franz Botzet: Geschichte der Juden in Neumagen-Dhron und Umgebung. Neumagen-Dhron 1997.  
Josef Schemer: Die jüdische Gemeinde Niederemmel und ihr Bethaus. In: Jahrbuch des Kreises Bernkastel-Wittlich. 1997 S. 104-105.  
Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 310-311 (mit weiteren Literaturangaben).  

    
     


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

[Neumagen]  Rhineland.  Jews are first mentioned in 1351. In 1699, four Jews were living there under letters of protection. A synagogue and Jewish school were in operation by the first quarter of the 19th century. The Jewish population rose to a peak of 109 (including neighboring Niederemmel) in 1857 and then declined steadily. In 1889 a united congregation was formed with Niederemmel, Minheim, Rivenich, Sehlem and Hetzerath and in 1909 Neumagen and Niederemmel became a single community. In 1891, the Jewish school received public school status. The Jewish cemetery was desecrated in 1931. In 1933 the Jewish population of Neumagen-Niederemmel was 74 (total 1.742). Jewish businesses were boycotted in 1933-34 with acommpanying anti-Jewish agitation. The cemetery was again vandalized in 1935 and on Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue was wrecked. Jewish homes were also destroyed. In 1933-39, 33 Jews left the town, 18 of them to the United States. On 16 October 1941, two local Jews were among those deported from the county to their deaths in the east. The last two Jews were deported to the Minsk ghetto via Trier on 26 February 1942. In all, four local Jews perished in the Holocaust. 
      
       

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 16. April 2015