Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Mehlingen (VG Enkenbach-Alsenborn, Kreis Kaiserslautern) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zur Synagoge in Mehlingen (interner Link)     
  

Zur Geschichte des Friedhofes  

Der jüdische Friedhof in Mehlingen wurde noch im 18. Jahrhundert eröffnet. Einer der ersten Beigesetzten dürfte David Levi aus Sembach gewesen sein, der 1786 starb. Der Mehlinger Friedhof war Verbandsfriedhof für die jüdischen Gemeinden in Otterberg, Mehlingen, Sembach, Frankenstein und Kaiserslautern. Bereits vor und während der NS-Zeit wurde der Friedhof mehrfach geschändet (siehe Bericht unten von 1923) und schließlich fast völlig zerstört, danach wiederhergestellt und später bei Manövern auf dem ehemaligen Standortübungsplatz erneut schwer beschädigt. Inzwischen hat die Gemeinde ihn wieder hergerichtet und umzäunt. Der auf den Flurstücken Nr. 294 und 295 liegende Friedhof umfasst 17,10 ar (von 38,80 ar der beiden Grundstücke insgesamt).
  
   
Schändung des Friedhofes (1923)         

Mehlingen Israelit 01021923.jpg (53778 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Februar 1923: "Mehlingen, 20. Januar. Vor kurzer Zeit wurde auf dem israelitischen Friedhofe dahier eine rohe Tat verübt. Rohlinge, die sich sehr wahrscheinlich ein ganz besonderes Vergnügen suchten, erbrachen das eiserne Tor des Friedhofes und zertrümmerten 6 altertümliche Grabsteine, wovon sie zwei gänzlich dem Boden gleichmachten. Es ist dies schon mehrmals vorgekommen. Es wurde eine Belohnung von 10.000 Mark für die Ergreifung der Täter ausgesetzt. Polizeiliche Ermittlungen sind im Gange."  

   
    
Lage des Friedhofes 
 
 
Der Friedhof liegt westlich des Ortes im Gewann "In den Birken", erreichbar über die Straße "An der Heide".  
   
Link zu den Google-Maps   
   

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Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 24.5.2010)

Mehlingen Friedhof 170.jpg (76807 Byte) Mehlingen Friedhof 190.jpg (136385 Byte) Mehlingen Friedhof 189.jpg (100576 Byte)
Ortsplan von Mehlingen mit Eintragung 
des jüdischen Friedhofes
Das Eingangstor Hinweistafel für den
Erhalt des Schlüssels
  
     
Mehlingen Friedhof 171.jpg (87184 Byte) Mehlingen Friedhof 172.jpg (109145 Byte) Mehlingen Friedhof 173.jpg (122485 Byte)
Hinweistafel zum Friedhof Gedenkstein für die auf dem Friedhof beigesetzten Aron Strass (1848-1937) und Bertha Mann geb. Rotschild (1869-1939) sowie Gedenkstein für sechs in der NS-Zeit umgekommene Angehörige Teilansicht
   
   
   
     
Mehlingen Friedhof 175.jpg (126771 Byte) Mehlingen Friedhof 174.jpg (123061 Byte) Mehlingen Friedhof 178.jpg (119551 Byte)
Grabstein links für Salomon Strauss 
von Otterberg (1792-1872) 
mit "Levitenkanne"
 Auch ein Teil der älteren Grabsteine - obige Steine für zwei Frauen -
ist noch in gutem Zustand
Grabstein mit Levitenkanne 
für den "jungen Mann David"
     
Mehlingen Friedhof 182.jpg (115181 Byte) Mehlingen Friedhof 180.jpg (119746 Byte) Mehlingen Friedhof 181.jpg (119702 Byte)
Häufigstes Symbol auf dem Friedhof sind die "segnenden Hände" der Kohanim
     
Mehlingen Friedhof 179.jpg (122639 Byte) Mehlingen Friedhof 184.jpg (98445 Byte) Mehlingen Friedhof 185.jpg (117106 Byte)
Teilansicht Grabsteine für die Frau und das Kind (Jaakow Zwi) des David Segal Grabstein für Philippine Levy 
geb. Strauß (gest. 17. Schewat 5612 
= 7. Februar 1852)
 
     
Mehlingen Friedhof 186.jpg (121667 Byte) Mehlingen Friedhof 187.jpg (128358 Byte) Mehlingen Friedhof 188.jpg (123156 Byte)
Grabsteine rechts und links 
mit Levitenkannen
Grabstein für Mirjam, Frau des Chajim von Frankenstein (gest. 1854) Zerstörter Grabstein für eine aus Frankenstein stammende Person 
(gest. 17. März 1860) 
     
  Mehlingen Friedhof 177.jpg (100588 Byte)   
  Grabstein mit seltener Darstellung 
eines Engels
 
     

   
    

Links und Literatur

Links:

Website der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn  (unter Historie >Mehlingen auch ein Abschnitt "Juden in Mehlingen" sowie unter Historie >Sembach ein Abschnitt über "Juden in Sembach")   

Literatur:  

    
   
 

    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 07. November 2010