Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Lonnerstadt (Marktgemeinde in der VG Höchstadt an der Aisch, Kreis Erlangen-Höchstadt)
Jüdische Geschichte    
   

  
Übersicht:   

Zur jüdischen Geschichte am Ort 
Berichte zur jüdischen Geschichte am Ort  
Presseberichte zur jüdischen Geschichte   
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Links und Literatur   

   

Zur jüdischen Geschichte am Ort            
   
In Lonnerstadt bestand eine kleine jüdische Gemeinde bis Anfang des 20. Jahrhunderts.  
  
Eine der jüdischen Familien des 18. Jahrhunderts war die Familie Gerst (Marx Gerst und Ehefrau Eva), die Mitte des 18. Jahrhunderts von Lonnerstadt nach Bamberg zog, dort zum katholischen Glauben konvertierte und den Namen Sensburg annahm (Marx Gerst nannte sich nun Adam Sensburg; die Kinder wurden katholisch; Frau Eva blieb jüdisch). Der älteste Sohn von vier Kindern, Ernst Philipp (geb. 1752 in Lonnerstadt) machte später als Ministerialbeamter, Minister und Diplomat Karriere im Königreich Baden, arbeitete an der Neugestaltung Europas beim Wiener Kongress mit und wurde geadelt. In der Nachkommenliste dieses Freiherrn von Sensburg führt - nach den Recherchen von Johann Fleischmann - auch eine Spur zum niederländischen Königshaus. Der derzeitige holländische Prinz Willem-Alexander ist "in achter Generation Nachfahre eines Lonnerstädter Juden" (J. Fleischmann, siehe Vortrag unten).          
  
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1823 sechs jüdische Familien.
  
Vermutlich war zumindest zeitweise ein Betraum in einem der jüdischen Häuser in Lonnerstadt vorhanden. Die Toten der Familien wurden auf dem jüdischen Friedhof in Zeckern beigesetzt. 
   
Von den jüdischen Familien ist die Geschichte der Familie Weinberg inzwischen ausführlich bearbeitet (s.Lit.). Robert Weinberg war seit 1881/83 Inhaber eines Schnittwarenladens und eines Hopfenhandels in Lonnerstadt. 1888 wurde das Schnittwarengeschäft nach Höchstadt verlegt, doch wohnte die Familie weiterhin in Lonnerstadt. 1910 verzog die Familie nach Mannheim.   
   
1906/07 wurde die jüdische Gemeinde in Lonnerstadt aufgelöst.    
   
1909 verzog mit Regina Leitner die letzte jüdische Einwohnerin nach Forchheim.    
   
Von den in Lonnerstadt geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Bruno Weinberg (geb. 1888 in Lonnerstadt, umgekommen Dezember 1938 in Dachau); Manfred Weinberg (geb. 1890 in Lonnerstadt, umgekommen 1945 im Ghetto Theresienstadt), Robert Weinberg (1851, umgekommen nach Deportation im Mai 1941 in Récébédou).     
    
    
    
Berichte zur jüdischen Geschichte am Ort    
      
Presseberichte zur jüdischen Geschichte Lonnerstadts    

Vortrag von Johann Fleischmann im November 2011 in Lonnerstadt 
über die Beziehungen zwischen der jüdischen Familie Gerst am Ort und dem niederländischen Königshaus   
  
Lonnerstadt PA 112010a.jpg (258252 Byte)Artikel in den "Nordbayerischen Nachrichten" vom 19. November 2010: "Auf königlichen Spuren. Vortrag über die jüdische Vergangenheit Lonnerstadts".
Zum Lesen des Artikels bitte Textabbildung anklicken.      
  
Lonnerstadt PA 112010b.jpg (272429 Byte)Artikel von Evi Seeger im "Fränkischen Tag" vom 19. November 2010:  "Königliche Wurzeln entdeckt. Geschichtsforschung. Johann Fleischmann stellt eine Verbindung zwischen Lonnerstadt und den Vorfahren des künftigen niederländischen Königs her." 
Zum Lesen des Artikels bitte Textabbildung anklicken.      

      
       
Fotos     

Es sind noch keine Fotos zur jüdischen Geschichte in Lonnerstadt vorhanden.  
     

       
         

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Lonnerstadt  
Website "Mesusa": Jüdische Landgemeinden an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach     

Literatur:  

Monika Mennel / Johann Fleischmann: 1880-1910: Spuren der Familie Robert und Rosalie Weinberg in Lonnerstadt und Höchstadt. In: Mesusa 4. Lebensbeschreibungen und Schicksale. 2004. S. 135-149.  
Mesusa 08 Lit 2011.jpg (88529 Byte) Johann Fleischmann: Mesusa 8. Aus der jüdischen Vergangenheit von Walsdorf, Lonnerstadt, Aschbach und anderen Orten Frankens. Mühlhausen 2011. 
Darin u.a.:    1752/201?: In nur acht Generationen vom Lonnerstadter Schutzjuden zum König der Niederlande. S. 114-127. 

     
         

                   
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Stand: 02. März 2017