Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Langenselbold (Main-Kinzig-Kreis) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zur Synagoge in Langenselbold (interner Link)  
  
  

Zur Geschichte des Friedhofes  

Der jüdische Friedhof in Langenselbold diente auch der jüdischen Gemeinde in Langendiebach als Begräbnisstätte. Er wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt. Die Friedhofsfläche umfasst 19,02 ar. Von der Notwendigkeit, einen neuen Friedhof anzulegen, erfährt man aus einem Zeitungsartikel von 1924. Offenbar hat sich dann doch eine andere Lösung ergeben bzw. war eine Erweiterung des bisherigen Friedhof möglich, da von der Anlage eines neuen Friedhofes in Langenselbold in der Folgezeit nicht mehr die Rede ist. In der NS-Zeit war der jüdische Friedhof in Langenselbold nach Schließung der anderen Friedhöfe als einziger im Altkreis Hanau für jüdische Beisetzungen geöffnet.     
  
Bericht von 1924  

Langenselbold Israelit 09101924.jpg (101690 Byte)Bericht in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Oktober 1924: "Langenselbold, 30. August (1924). Die israelitische Gemeinde Langenselbold ist aus schwachen Kräften hervorgegangen und kann auf einige Jahrhunderte zurückblicken. Sie hat ihre religiösen Einrichtungen, wie Synagoge, Friedhof, Schule und dergleichen aus eigenen Mitteln gegründet, erhalten und wiederholt erweitert.
Die jetzige zweite Synagoge, die 1907 durch Anbau erweitert wurde, kann am 30. August ihr 75jähriges Bestehen feiern. Eine dritte Erweiterung des jetzigen Friedhofes ist ihr von der Behörde aus sanitären Gründen nicht gestattet. Die Gemeinde ist somit gezwungen, eiligst ein Gelände zu erwerben und einen Friedhof anzulegen, was mit hohen Kosten verknüpft ist. Die Gemeinde kann zurzeit die Kosten nicht aus eigenen Mitteln aufbringen und bittet diejenigen Personen, die Beziehungen zur Synagogengemeinde Langenselbold haben, ihr bei der Aufbringung der erforderlichen Mittel hierzu, wie zur Renovierung der Synagoge behilflich zu sein."

      
   

Lage des Friedhofes    
     
Der Friedhof liegt unweit der Turnhalle an der Gründau, erreichbar über einen Fußweg vom "Platz am Brühl" beziehungsweise von der Straße "Beethovenring" (eingetragen auf dem von der Website der Stadt Langenselbold aus zugänglichen Stadtplan)  
         

    
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 2.3.2010)    

Langenselbold Friedhof 170.jpg (126150 Byte) Langenselbold Friedhof 171.jpg (82659 Byte) Langenselbold Friedhof 194.jpg (118975 Byte)
Das Eingangstor  Hinweistafel  Grabstein für Jakob Kaufmann aus Langendiebach (1820-1912) 
   
     
Langenselbold Friedhof 172.jpg (113516 Byte) Langenselbold Friedhof 173.jpg (115560 Byte) Langenselbold Friedhof 193.jpg (102509 Byte)
Grabsteine in der Nähe des Eingangs. Auf der Foto links in der vorderen Reihe von links: Grabstein für Lea Lind (gest. nach hebräischer Inschrift am 10. Nissan 5672 = 28. März 1912), danach für Jakob Kaufmann aus Langendiebach (1820-1912) sowie für Hirsch Kanthal (1932-1922). Der Grabstein für Hirsch Kanthal ist auch auf dem Foto in der Mitte zu sehen mit den "segnenden Händen" der Kohanim (Ausschnittvergrößerung rechts). Nach der (hebräischen) Grabinschrift war Hirsch Kanthal Vorsteher (Rosch uManhig Hakehilah) der jüdischen Gemeinde.   
     
Langenselbold Friedhof 174.jpg (106894 Byte) Langenselbold Friedhof 177.jpg (118508 Byte) Langenselbold Friedhof 190.jpg (117746 Byte)
In der Mitte: Grabstein für Simon Münz
(gest. 1907 in Hüttengesäss)  
Grabsteine auf linkem Foto im Vordergrund: links für Regina Münz geb. Katz aus Hüttengesäss (1848-1929), Mitte für Pauline Kanthal geb. Luss (1866-1929); rechts gleichfalls Grabstein für Regina Münz.
 
     
Langenselbold Friedhof 178.jpg (116328 Byte) Langenselbold Friedhof 189.jpg (113706 Byte) Langenselbold Friedhof 188.jpg (117298 Byte)
 Grabsteine auf Foto links in der Mitte für Bertha Glauberg geb. Strauss (1865-1931), rechts für Dina Kanthal geb. Rindsberg (1878-1935), links hinter Mitte für Dr. Emil Hamburger (1897-1932) und Hermann Hamburger (1866-1936); auf Foto rechts dieselben Steine in etwas anderer Perspektive Grabsteine 
im älteren Teil des Friedhofes
 
        
Langenselbold Friedhof 185.jpg (102707 Byte) Langenselbold Friedhof 191.jpg (97480 Byte) Langenselbold Friedhof 182.jpg (90245 Byte)
Blick vom älteren zum neueren Teil des Friedhof - Blickrichtung zum Eingang (links im Hintergrund erkennbar) Grabstein Mitte für Sara Luss 
geb. Blach (1839-1916)
Grabstein für Simon Seiferheld 
(1834-1899) mit Levitenkanne
    
        
Langenselbold Friedhof 179.jpg (113939 Byte) Langenselbold Friedhof 186.jpg (100361 Byte) Langenselbold Friedhof 184.jpg (124513 Byte)
Teilansicht im älteren Teil  Hoher Grabstein für Amalie Moritz (Frau von Jacob Moritz, gest. 1875) und ihre Schwestern Henriette Moritz und Helene Moritz Grabstein links nach hebräischer Inschrift für Jzchak Glauberg (gest. 7. Marcheschwan 5661 = 30. Oktober 1900);  kleiner Stein (zweiter von links) für Abraham Moritz)
        
     
Fotos Herbst 2004   
(Fotos: Heinz Hausmann, Wächtersbach) 
    
Langenselbold Friedhof 010.jpg (64249 Byte) Langenselbold Friedhof 011.jpg (54308 Byte) Langenselbold Friedhof 014.jpg (71375 Byte)
Eingangstor Teilansichten des Friedhofes
     
Langenselbold Friedhof 013.jpg (74353 Byte) Langenselbold Friedhof 012.jpg (59121 Byte)
Alte Grabsteine Grabstein für Hirsch Kanthal (1832-1911) mit den "segnenden Händen" der Kohanim

           
       

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Langenselbold  
Zur Seite über die Synagoge in Langenselbold (interner Link)  
Foto des Eingangstores auf einer Foto-Website   

Literatur:  

Arnsberg I,473-476.   

     

                   
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Stand: 20. Juni 2011