Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Korbach (Kreis Waldeck-Frankenberg) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zur Synagoge in Korbach (interner Link)  
  
  

Zur Geschichte des Friedhofes  

Der Friedhof wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt. Nach einer Zusammenstellung von 1939 durch den damaligen Lehrer Moritz Goldwein waren auf dem Friedhof noch 119 Grabsteine vorhanden (2007 noch 114). Die letzten Beisetzungen fanden 1938/40 und nach 1945 statt. 
  
Für die 1938/40 Beigesetzten konnten jedoch keine Grabsteine mehr gesetzt werden. Es waren dies Anna Lebach geb. Löwenstern (gest. 8. November 1938), Johanna Feldmann (gest. 6. Juli 1939) und Adolf Löwenstern (gest. 27. April 1940).  
   
Nach 1945 fanden noch zwei Beerdigungen statt: Rosel Kaufmann geb. Loeser (1910-1950) und Bernhard Lebensbaum (1893-1954).  
   
Die Friedhofsfläche umfasst 21,92 ar. Auf dem Friedhof befindet sich ein 1947 errichteter Gedenkstein "Den Opfern der Verblendung 1933-1945" gewidmet mit den Namen von 42 ermordeten Korbacher Jüdinnen und Juden sowie eine Informationstafel zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde.  
    

Hinweis: Nach dem Verzeichnis der durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen" bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für den Friedhof in Korbach die Zahl von 114 vorhandenen Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit von 1774 bis 1935. Siehe landesgeschichtliches Informationssystem Hessen - Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen und Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg: Dokumentation der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich

   
   
Lage des Friedhofes
   
  
Der Friedhof liegt in der Nähe des Südbahnhofs, beim "Hexengarten" (Parkanlage) bzw. zwischen Akazienweg, Waldecker Straße und Hochstraße.

Lage des allgemeinen (und jüdischen) Friedhofes in Korbach auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und unter "Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu "Friedhof, jüd., Korbach" 
   
Link zu den Google-Maps  

  

   
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 8.4.2010)      

Korbach Friedhof 487.jpg (136754 Byte) Korbach Friedhof 481.jpg (123523 Byte) Korbach Friedhof 480.jpg (103883 Byte)
Das Eingangstor Pfosten des Eingangstores
 mit Inschrift
Hinweistafeln zur Geschichte und 
zum Besuch des Friedhofes
 
     
Korbach Friedhof 484.jpg (135844 Byte) Korbach Friedhof 475.jpg (126053 Byte) Korbach Friedhof 474.jpg (118482 Byte)
Teilansicht des Friedhofes Hoher Grabstein in der Mitte für 
Sigmund Lebach (1870-1896)
Teilansicht des Friedhofes
   
        
Korbach Friedhof 473.jpg (122698 Byte) Korbach Friedhof 473a.jpg (96474 Byte) Korbach Friedhof 479.jpg (126055 Byte)
Großer Grabstein rechts Saly Mosheim (1853-1922), Johanna Mosheim geb. Stern (1856-1925) und Eleonore Mosheim  Grabstein für Salmon Kahlhagen
 (1869-1926) 
(Ausschnitt aus dem Foto links)
Teilansicht; schwarzer Grabstein 
links der Mitte für 
Johanna Schönthal geb. Mosheim
      
Korbach Friedhof 470.jpg (143470 Byte) Korbach Friedhof 471.jpg (145441 Byte) Korbach Friedhof 489.jpg (95123 Byte)
Ansichten des Friedhofes (von oberhalb des Grundstückes gesehen) Grabstein für Moses Meier Wittgenstein
 (1761-1822) 
  
          
Korbach Friedhof 486.jpg (129791 Byte) Korbach Denkmal 120.jpg (326545 Byte)  Korbach Friedhof 469.jpg (76853 Byte)
Das 1947 aufgestellte Denkmal für 
die in der NS-Zeit ermordeten 
jüdischen Einwohner 
Das Denkmal mit den Namen von 42 
aus Korbach ermordeten jüdischen Einwohnern (Quelle: Dokumentation 
der Kommission für die Geschichte 
der Juden in Hessen - siehe oben) 
Blick auf die Altstadt von Korbach 
vom jüdischen Friedhof  
   
   
      

   
   

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Korbach 
Zur Seite über die Synagoge in Korbach  (interner Link)

Literatur:  

Arnsberg I,460-463.   
Arbeitsgemeinschaft Spurensicherung: Judenverfolgung in Korbach. Korbach 1989.   

    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 28. Januar 2011