Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zur Übersicht: Jüdische Friedhöfe in Baden-Württemberg
    

Emmendingen (Kreisstadt, Baden-Württemberg)  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde          
    
Siehe Seite zur jüdischen Geschichte / Synagogengeschichte in Emmendingen (bis 1940)  
und   Seite zur neuen jüdischen Gemeinde in Emmendingen  
    
    
Zur Geschichte des Friedhofes    
    
Ein neuer jüdischer Friedhof (Alter Friedhof) wurde in Emmendingen 1899 neben dem allgemeinen Bergfriedhof angelegt (Fläche 20,88 ar). Unterhalb des Eingangs zu diesem Friedhof befindet sich ein Mahnmal "Den Opfern des Nazismus 1933-45", dessen Aufstellung 1948 durch den nach KZ-Aufenthalten zurückgekehrten Rolf Weinstock initiiert wurde. 
 
Der Friedhof wird bis zur Gegenwart von der wieder in Emmendingen bestehenden jüdischen Gemeinde belegt. Im Juni 2012 wurde ein neuer Abschnitt des Friedhofes eingeweiht (auf einem bisherigen Grundstück der Stadtgärtnerei), auf dem auch Ehepaare, von denen einer nicht der jüdischen Gemeinde angehört, beieinander beerdigt werden können. Dafür sind 44 Grabstätten vorgesehen. Aus dem bisherigen Friedhof gibt es derzeit noch Platz für etwa 40 bis 60 Gräber 
  
  
Die Lage des Friedhofes   

Emmendingen FriedhofLage.jpg (117567 Byte)
Lage der jüdischen Friedhöfe Emmendingen
 (durch Pfeile markiert, unterer Pfeil zum alten Friedhof, 
oberer Pfeil zum neuen Friedhof)
(Topographische Karte aus den 1970er-Jahren)
Lage des neuen jüdischen Friedhofes in Emmendingen 
auf dem dortigen Stadtplan: oben anklicken und unter 
"Behörden und öffentliche Einrichtungen" 
weiterklicken zu "Friedhof, israel., Gartenstraße"

   
   
Fotos
Neuere Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 27.10.2003)  

Emmendingen Friedhof n151.jpg (89505 Byte) Emmendingen Friedhof n150.jpg (63934 Byte) Weitere Fotos werden bei 
Gelegenheit ergänzt 
Das Eingangstor Jahreszahl "1899" 
am Tor
  
 
     

Ältere Fotos
(Fotos: Hahn, entstanden Mitte der 1980er-Jahre) 

Emmendingen Friedhofn01.jpg (138704 Byte) Emmendingen Friedhofn02.jpg (144020 Byte) Emmendingen Friedhofn03.jpg (146742 Byte)
Eingangstor zum neuen 
jüdischen Friedhof 
Jahreszahl "1899" 
am Tor 
Teilansicht des 
Friedhofes 
     
Emmendingen Friedhofn04.jpg (125278 Byte) Emmendingen Friedhofn05.jpg (128810 Byte) Emmendingen Friedhofn06.jpg (163666 Byte)
 Grab- und Gedenkstein für die Familie
 von Lehrer Jakob Wolfsbruck 
 Grabsteingruppe    Grabstein für Elias und 
Helena Heilbrunner
   
     
 Emmendingen Friedhofn07.jpg (112401 Byte)  Emmendingen Friedhofn11.jpg (133352 Byte) Emmendingen Friedhofn09.jpg (164042 Byte)
Grabstein für Kantor 
Moritz Goldberg 
Inschrift für Gemeindevorsteher 
Heinrich Weil 
Grabsteinornamentik
    
     
Emmendingen Friedhofn08.jpg (141547 Byte) Emmendingen Friedhofn10.jpg (147108 Byte)   
  Im Vordergrund Grabstein für 
Hermann und Babette Weil
  

   
   
Einzelne Presseberichte    

Juni 2012: Einweihung eines erweiterten Friedhofteiles durch Rabbiner Moshe Navon   
Artikel von Markus Zimmermann in der "Badischen Zeitung" vom 2. Juni 2012: 
"Jüdische Gemeinde - Mehr Platz im "Haus des Lebens"
Die jüdische Gemeinde in Emmendingen hat ein neues Gräberfeld auf ihrem Friedhof eingeweiht. Dort können nun auch Ehepaare, von denen einer nicht der jüdischen Gemeinde angehört, beieinander beerdigt werden. 
Link zum Artikel     
  
 

   
  

Links und Literatur 

Links:  

Website der Stadt Emmendingen 
Website der Jüdischen Gemeinde Emmendingen  
Website des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V./Jüdisches Museum in der Mikwe Emmendingen  
Website des Zentralarchivs Heidelberg mit Informationen zu den jüdischen Friedhöfen in Emmendingen  

 Literatur:

Rosemarie Schwemmer: Die jüdischen Friedhöfe in Emmendingen. Manuskript. 1989.
Carola Grasse/ Helmut R. Merz/Christa Rutz: Jüdisches Leben in Emmendingen. Orte, Schauplätze, Spuren. Reihe: Orte jüdischer Kultur. Haigerloch 2001.
Emmendingen Lit 2011a.jpg (31634 Byte)Stadtgeschichte Emmendingen. Band II. ISBN 978-3-9811180-1-8. 34.90 €   
Darin S. 589-724 ein ausführlicher Beitrag zur jüdischen Geschichte von Karl Günther; Zitat aus einem Artikel zur Buchvorstellung in der "Badischen Zeitung" von Sylvia-Karina Jahn vom 26. Oktober 2011: "Karl Günther ist der wohl profundeste Kenner der jüdischen Gemeinde in Emmendingen, die 2016 vor 300 Jahren gegründet wurde. Sie zählte zu den größeren Gemeinden, gab es doch Mitte des 19. Jahrhunderts in Emmendingen 12,5 Prozent Juden. Günther befasst sich eingehend mit der Synagoge, deren Zerstörung seine Mutter miterlebt hat. 1938 war das, die 4000 Reichsmark für Verwüstung und Sprengung musste die jüdische Gemeinde aufbringen, über den Verkauf ihrer Grundstücke. 3000 Reichsmark wären ihr noch geblieben, aber die hat die Gemeinde nie gesehen. Und als der Sohn in den 60er-Jahren erste Artikel zum Thema in der Badischen Zeitung veröffentlichte, habe das hässliche Kommentare ausgelöst; ebenso, dass er das Honorar für eine erste Gedenktafel stiftete. "Es wäre angemessen, die Synagoge wieder zu errichten", sagte Günther und nannte den Platz einen sensiblen Ort, der Gradmesser sei für den Umgang mit diesem Kapitel Emmendinger Vergangenheit."  

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 01. September 2014