Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Diersburg (Gemeinde Hohberg, Ortenau-Kreis) 
Jüdischer Friedhof

Jewish Cemetery - Cimetière juif
  
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde                   
    
Siehe Seite zur Synagoge in Diersburg (interner Link)     
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes                
    
Die Toten der jüdischen Gemeinde Diersburg wurden zunächst in Schmieheim, zeitweise auch in Offenburg beigesetzt. Da die Entfernung zu diesen Friedhöfen zu groß war (nach Schmieheim mussten 20 Kilometer zurückgelegt werden), erstanden die Diersburger Juden 1773 von der Grundherrschaft (Freiherr und Rödersche Verwaltung) "ein Plätzchen am Mühlbach" (in der heutigen Bachstraße, Flur "Rebacker", Flurstück 88, Fläche 13,49 a).  Initiator der Friedhofsgründung war Josef Bruchsal, auf dessen Grabstein in hebräischer Sprache steht: "Seinem Volk hat er das Haus der Ewigkeit erbaut". Er starb noch im Dezember 1773. Für den Friedhof waren zunächst jährlich zwölf Gulden an die Grundherrschaft zu bezahlen, später ging das Grundstück ganz in das Eigentum der israelitischen Gemeinde über. 
   
1821 wurde der Friedhof erweitert. Die Fläche des Friedhofs umfasste damit 14,80 ar (noch 1956 so gemessen). Da sich die Bachlauf entlang des Friedhofes im Laufe der Zeit mehrmals änderte, wurden verschiedene Begradigungen vorgenommen. Die derzeitige Fläche des Friedhofsgrundstückes umfasst 13,58 ar.      
    
Die heute 207 erhaltenen Gräber sind in acht unterschiedlich langen Gräberreihen parallel zum Hang beziehungsweise zur Bachmauer angelegt. In der Mitte der ursprünglichen Friedhofsfläche, auf der Höhe des Tores, liegen die ältesten Gräber des 18. Jahrhunderts. Die Verstorbenen des 20. Jahrhunderts (32 Gräber) liegen in dem 1821 zugekauften Westteil des Friedhofes. Der Grabsteine mit der letzten Datierung ist von 1934 (Fanny Bruchsaler). Die letzte Beisetzung war am 3. März 1939 (Rosa Bruchsaler geb. Marx). Für die Verstorbene konnte jedoch kein Grabstein mehr gesetzt werden.    
    
    
    
Die Lage des Friedhofes    

Diersburg FriedhofPlan.jpg (82563 Byte) Lage des jüdischen Friedhofes Diersburg
 (durch Pfeil markiert)
(Topographische Karte aus den 1970er-Jahren)  

  
Link zu den Google-Maps   
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)  
  

Größere Kartenansicht    
   
   
   
Fotos 
Neuere Fotos  
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 1.9.2003)

Diersburg Friedhof 151.jpg (88689 Byte) Diersburg Friedhof 150.jpg (89946 Byte) Diersburg Friedhof 152.jpg (88795 Byte)
Blick über die Brücke zum jüdischen
 Friedhof (auf der Höhe liegt der
 allgemeine Friedhof)  
Das Eingangstor 
zum jüdischen Friedhof  
Blick vom allgemeinen Friedhof 
Diersburgs auf den jüdischen Friedhof  
       
     
Diersburg Friedhof 159.jpg (70710 Byte) Diersburg Friedhof 156.jpg (86619 Byte) Diersburg Friedhof 155.jpg (91217 Byte)
Teilansichten  
 
Diersburg Friedhof 158.jpg (77396 Byte) Diersburg Friedhof 154.jpg (79542 Byte) Diersburg Friedhof 153.jpg (90965 Byte)
Segnende Hände in 
ungewöhnlicher Ausführung  
    Grabstein für Hermann Moch 
(1856-1930)  
     
Diersburg Friedhof 160.jpg (94860 Byte) Diersburg Friedhof 157.jpg (80012 Byte)    
Dieselben Grabsteine wie bei "ältere 
Fotos" - es sind keinerlei Verschlechterung
 des Zustandes erkennbar  
Ein "Drillings-"Grabstein    
  

  
  
Ältere Fotos
(Fotos: Hahn, entstanden Mitte der 1980er-Jahre)

Diersburg Friedhof03.jpg (144632 Byte)  Diersburg Friedhof04.jpg (99433 Byte)  Diersburg Friedhof05.jpg (143159 Byte) 
Zugang zum Friedhof 
über eine Brücke 
Eingangstor      Grabsteine wie Zeile darüber links 
(Neuere Fotos)  
   
     
Diersburg Friedhof06.jpg (126652 Byte) Diersburg Friedhof07.jpg (130469 Byte) Diersburg Friedhof01.jpg (114594 Byte)
Teilansichten  
 
  Diersburg Friedhof02.jpg (123974 Byte)   
  Grabstein für Eugen Moch    

    
     

Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Hohberg  
Website des Zentralarchivs Heidelberg mit Informationen zum jüdischen Friedhof Diersburg 
Seite zur Synagoge / jüdischen Geschichte in Diersburg (interner Link)     

Quellen

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Diersburg 
In der Website des Landesarchivs Baden-Württemberg (Hauptstaatsarchiv Stuttgart) sind die Personenstandsregister jüdischer Gemeinden in Württemberg, Baden und Hohenzollern einsehbar: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=5632     
Zu Diersburg sind vorhanden im Staatsarchiv Freiburg:  
L 10 Nr. 3664  Diersburg  Israelitische Gemeinde: Geburtenbuch 1813 - 1868  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=5-489937    
L 10 Nr. 3665  Diersburg  Israelitische Gemeinde: Heiratsbuch 1813 - 1869   http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=5-489938    
L 10 Nr. 3666  Diersburg  Israelitische Gemeinde: Sterbebuch 1813 - 1869    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=5-489939    
  
Hinweis auf die Dokumentation der jüdischen Grabsteine in Baden-Württemberg des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg   
Im Bestand  https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=24368  findet sich zu Diersburg keine Dokumentation. Auch im Bestand EL 228 b I Bü. 87 findet sich keine Dokumentation. 
Eingestellt ist als pdf-Datei der Beitrag von Bamberger zum jüdischen Friedhof Diersburg, siehe unten über Literaturliste.             

Literatur:   

Naftali Bar-Giora Bamberger: Der jüdische Friedhof von Diersburg, in: Die Ortenau 65 (1985) S.3 64-377. Zugänglich über "Freiburger historische Bestände - digital" der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: Ortenau 65. Jahresband 1985.  
Separat eingestellt der Beitrag von Bamberger als pdf-Datei.   
Diersburg Buch 001.jpg (51291 Byte)Historischer Verein Mittelbaden - Mitgliedergruppe Hohberg (Hrsg.): Diersburg. Die Geschichte einer jüdischen Landgemeinde 1738-1940. Haigerloch 2000. 
In diesem Buch der Beitrag von Gisela Stoffel: Der jüdische Friedhof in Diersburg. S. 169-186.  

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 13. Februar 2016