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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Binau (Neckar-Odenwald-Kreis) Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Siehe Seite zur Synagoge in Binau Zur Geschichte dieses Friedhofes Die
Toten der jüdischen Gemeinde Binau wurden zunächst in Heinsheim
beigesetzt. 1850 beantragte die jüdische Gemeinde Binau die Anlegung eines
eigenen Friedhofes in Binau. Man hatte hierfür ein Grundstück erwerben können.
Von Seiten des Bezirksrabbinates Mosbach wurde der beim Bezirksamt Mosbach
gestellte Antrag unterstützt. Im Sommer 1851 wurde dieser Friedhof an der
Reichenbucher Strasse (100 m vom allgemeinen Friedhof entfernt) angelegt (Flurstück
972, Fläche 7,74 ar).
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Text Gräber in trostloser Verlassenheit Die Erinnerung an die einst in Binau beheimatet gewesenen Juden wird nicht verblassen können, solange ihr Friedhof (an der Reichenbucher Straße, zwischen Alt- und Neubinau) besteht. Er zieht sich auf einer von Buschwerk und Waldbäumen umhegten steilen Bergwiese hinab mit schönem Ausblick auf den Neckar und die gegenüberliegenden Höhen. Wer den jüdischen Gottesacker betreten will, muss erst eine Vorhölle (des Gewissens) durchschreiten, die Grablege der in Gefangenenlagern, Rüstungsbetrieben und beim Friegerangriff auf Neckargerach - dort 30 Mann - umgekommenen Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge des 1944 vom Elsass nach Neckargerach und Neckarelz verlegten berüchtigten Konzentrationslagers Natzweiler. Das SS-Hauptquartier dieses Lagers war etwa ein Jahr lang - bis zur Ankunft der Amerikaner - im Binauer Schloss und im HJ-Heim untergebracht. Ihre Opfer ließen die Schergen Himmlers im hiesigen israelitischen Friedhof verscharren, wo die nicht geflüchteten Binauer Juden gern ihre letzte Ruhestätte gefunden hätten. Aber sie hatte an vier Jahre vorher in entgegengesetzter Richtung verschleppt und - wie zu vermuten - in Frankreich unter die Erde gebracht! Von den in Binau begrabenen Opfern des NS-Regimes wurde nach dem Krieg ein Teil in die Heimat überführt. Die vielen Toten, die hier blieben, sind in den vor dem jüdischen Gottesacker neuangelegten KZ-Friedhof Binau umgebettet worden. Vor ihrer Gedenktafel mit überwiegend fremdländischen Namen und den im Boden eingelassenen Nummern steht der Besucher schweigend und grübelnd: wie konnte dies alles geschehen? Die Bitternis der Gefühle wird nicht geringer, wenn man durch die Pforte in der abgrenzenden Hainbuchenhecke zur Ruhestätte der einstigen Binauer Juden gelangt. Der Anblick der zum Teil mit kaum noch leserlichen hebräischen und deutschen Inschriften bedeckten Grabsteine wirkt niederdrückend und stimmt zu Schwermut. Ihre Schmucklosigkeit und der sichtlich fortschreitende Verfall, dem kein Einhalt geboten werden kann, ergreifen den Betrachter. Man merkt aber doch wenigstens, dass Steine hin und wieder aufgerichtet werden, und auch die Wiese scheint von Zeit zu Zeit jemand zu mähen...
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