Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zusammenstellung: Jüdische KZ-Friedhöfe in Baden-Württemberg  

Bisingen logo2.jpg (13534 Byte)

Bisingen (Zollernalbkreis)
KZ-Friedhof

 

 

Zur Geschichte des KZ Bisingen und des Friedhofes

In Bisingen bestand von August 1944 bis April 1945 ein Außenkommando des Konzentrationslagers Natzweiler/Elsass (der "Gruppe Wüste). Das Lager war mit durchschnittlich 1500 (insgesamt 4163) Häftlingen belegt, darunter großenteils jüdische Häftlinge, die aus Auschwitz und Stutthof hierher verlegt worden waren. Das Lager befand sich an der Schelmengasse bis zur Freesienstraße, die Ölschieferabbaustätte, wo die Häftlinge arbeiteten, im sogenannten "Kuhloch" im Außenbachtal. Aufgrund der katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen verstarben bis zur Auflösung des Lagers mindestens 1158 Häftlinge, die auf dem Bisinger KZ-Friedhof 1946 (aus Massengräbern umgebettet) beigesetzt wurden. 

Der Friedhof ist als Gedenkstätte mit mehreren Gedenktafeln und Gedenksteinen gestaltet. Vom KZ-Lager ist in Bisingen an der Schelmengasse noch die ehemalige Entlausungsbaracke erhalten. Auf dem Gelände des Sportvereins Bisingen ist eine weitere Gedenkstätte eingerichtet (Standort im "Kuhloch", wo bis heute die Abraumhalden des Ölschieferabbaus zu sehen sind).  

bisingen museum.jpg (15750 Byte)Seit November 1996 ist im Heimatmuseum Bisingen eine ständige Ausstellung zum KZ-Außenkommando Bisingen zu besichtigen: Ausstellung "Schwierigkeiten des Erinnern", Kirchstr. 15, 72406 Bisingen 
Kulturamt der Gemeinde Bisingen: Tel. 07476/896-131    E-Mail (Hannelore Grunert M.A.)  
Uta Hentsch, 1. Vorsitzende des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen, Tel. 07471/3898. 
Öffnungszeiten: Sonntags 14 - 17 Uhr und jederzeit auf Anfrage.
Führungen können vereinbart werden. Telefon: 07476/1053  E-Mail  
1998 entstand im Rahmen eines Internationalen Jugendworkcamps der Geschichtslehrpfad, der einen Rundgang über die historischen Orte ermöglicht (Bahnhof, ehemaliges Lagergelände, Ölschieferabbaugelände, KZ-Friedhof, ehemaliges Massengrab).
   
September 2009: Bericht in der Zeitschrift "Momente - Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg" Nr. 3 / 2009
Bisingen  Momente 3-2009.jpg (262995 Byte)Artikel: "Mut zur Erinnerung - Mut zur Verantwortung" - Eine Ausstellung über das KZ Bisingen im Heimatmuseum Bisingen
Zum Lesen des Artikels bitte Textabbildung anklicken.  

 


Plan/Foto des KZ Bisingen

Bisingen KZ Plan 01.jpg (48270 Byte) Bisingen 040903.jpg (27188 Byte)
Lageplan des KZ-Außenkommandos Bisingen und der Ölschieferabbaustätte im Kuhloch. Alle wichtigen Erinnerungsstätten können in Bisingen auf einem geschichtlichen Lehrpfad erkundet werden (Quelle: Heimatgeschichtlicher Wegweiser s.Lit. S. 321). Technische Anlagen der Ölschieferabbaustätte Bisingen 1945 (Quelle: Gemeinde Bisingen)

  
    

Fotos des Standortes der Massengräber und des KZ-Friedhofes
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 13.10.2003)

Das ehemalige Massengrab Bisingen Gedenkstaette 150.jpg (80830 Byte) Bisingen Gedenkstaette 151.jpg (112278 Byte)
  Hinweisschild Das Gelände des ehemaligen Massengrabes ist inzwischen mit Bäumen überwachsen
     
Bisingen Gedenkstaette 152.jpg (102200 Byte) Bisingen Gedenkstaette 153.jpg (91140 Byte) Bisingen Gedenkstaette 154.jpg (72080 Byte)
Hinweistafel Foto auf der Hinweistafel - exhumierte Gebeine 1946 Foto auf der Hinweistafel: Die Exhumierung der Leichen 1946
     
Der KZ-Friedhof
Bisingen KZ Friedhof 150.jpg (56260 Byte) Bisingen KZ Friedhof 157.jpg (53852 Byte) Bisingen KZ Friedhof 158.jpg (68749 Byte)
Blick über den Friedhof; rechts des Kreuzes die Burg Hohenzollern Das Gedenkkreuz im Mittelpunkt des Friedhofes Blick über den KZ-Friedhof
     
Bisingen KZ Friedhof 151.jpg (100927 Byte) Bisingen KZ Friedhof 156.jpg (73842 Byte) Bisingen KZ Friedhof 154.jpg (98741 Byte)
Hinweistafel am Eingang Hinweistafel unter dem Gedenkkreuz Die jüdische Gedenkstätte
     
Bisingen KZ Friedhof 153.jpg (90067 Byte) Bisingen KZ Friedhof 155.jpg (87081 Byte) Bisingen KZ Friedhof 152.jpg (87705 Byte)
Gedenkstein Gedenkkerzen aus Israel Einzelner Grab-/Gedenkstein
     
Bisingen 150903.jpg (21353 Byte)
Ein ehemaliger jüdischer Häftling des KZ Bisingen besucht im September 2003 den Friedhof und spricht an der jüdischen Gedenkstätte des Friedhofes das Kaddisch (Foto: Gemeinde Bisingen)

    
   

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Bisingen; zahlreiche Presseberichte der vergangenen Jahre finden sich, wenn unter "Suche in bisingen.de" der Suchbegriff "KZ" eingegeben wird    
www.kzgedenkstaettenbisingen.wordpress.com 

Literatur:

Unternehmen Wueste Buch 01.jpg (37392 Byte)Michael Grandt: Unternehmen Wüste. Hitlers letzte Hoffnung. Das NS-Ölschieferprogramm auf der Schwäbischen Alb. Tübingen 2002.
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hg. vom Studienkreis: Deutscher Widerstand. Band 5,2. Baden-Württemberg I. Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen 1997. S. 320-322.
Juso-AG Bisingen (Hg.): Das KZ Bisingen. Eine Dokumentation. Gewidmet den Opfern der Intoleranz. Dritte Auflage. Bisingen 1996.
Schwierigkeiten des Erinnerns. Faltblatt zur ständigen Ausstellung im Heimatmuseum Bisingen. 
Christine Glauning: "Schwierigkeiten des Erinnerns". Das Heimatmuseum Bisingen als KZ-Gedenkstätte, in: Gedenkstättenrundbrief 12/1999, S. 3–12.
dies.: Das Unternehmen "Wüste" und das KZ Bisingen, in: Möglichkeiten des Erinnerns. Hg. Alte Synagoge Hechingen u. a.; 1997, S. 43–59.
dies.: Schieferöl und Zwangsarbeit. Das Unternehmen "Wüste" und das Konzentrationslager in Bisingen, in: Petra Haustein; u. a.: Konzentrationslager. Geschichte und Erinnerung. Ulm 2001.
dies.: Schieferöl und Zwangsarbeit. Das Unternehmen "Wüste" und das Konzentrationslager in Bisingen, 2003.
Wolfgang Sörös: Nationalsozialistische Konzentrationslager und Kriegswirtschaft im regionalgeschichtlichen Unterricht der Hauptschule. Dargestellt am Beispiel des KZ Bisingen. Zulassungsarbeit PH Ludwigsburg. Ludwigsburg 1977.

   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 10. September 2009