Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 


Zurück zur Übersicht: "Jüdische Friedhöfe in der Region"
Zurück zur Übersicht: "Jüdische Friedhöfe in Oberfranken"  
      

Bamberg
Die jüdischen Friedhöfe

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zur Synagoge in Bamberg (interner Link)
  

Zur Geschichte der Friedhöfe  

Der mittelalterliche jüdische Friedhof befand sich "außerhalb des Sandtores auf der linken Seite" bzw. "hinter dem Haus des Häfners Johann Köth in der unteren Sandstraße 29". Der Friedhof wurde vermutlich im 14. Jahrhundert angelegt und 1407 erweitert. Zwischen 1960 und 1965 fanden sich bei Umbauarbeiten im Haus Sandstraße 29 alte Grabsteine, die umgedreht als Bodenplatten dienten. Diese Grabsteine wurden auf dem jetzigen jüdischen Friedhof aufgestellt. 1478 wurden die Juden Bambergs ausgewiesen. Der Friedhof wurde abgeräumt.

Im 16. Jahrhundert wurden die Toten der jüdischen Gemeinde Bambergs in Zeckendorf, im 18./19. Jahrhundert (bis 1851) in Walsdorf beigesetzt. 

Erst am 19. Oktober 1851 konnte in Bamberg wiederum mit der ersten Beisetzung von Is. Kolb ein neuer Friedhof eingeweiht werden. Die Weiherede hielt der damalige Rabbiner Samson Wolf Rosenfeld. Das Tahara-Haus wurde 1890 erbaut. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg von der Stadt an die Firma Bosch vermietet, die es als Metalllager verwendete. Nach 1945 kam das Gebäude wieder in den Besitz der jüdischen Gemeinde Bamberg und wurde von 1993 bis 1997 renoviert. Es steht unter Denkmalschutz. Auf dem Friedhof sind insgesamt etwa 1.100 Gräber vorhanden. In der Trauerhalle des Friedhofs befindet sich inzwischen eine ständige Ausstellung des Stadtarchivs Bamberg zum Thema "Juden in Bamberg", Die Ausstellung zeigt jüdisches Leben in Bamberg bis 1938 unter verschiedenen Aspekten.
  
   

Lage des Friedhofes: 
  
Der Friedhof liegt innerhalb des städtischen Friedhofes an der Hallstadter Straße. 

Lage des jüdischen Friedhofes auf dem Stadtplan Bamberg: links anklicken und 
über das Verzeichnis der "Behörden und öffentl. Einrichtungen" zu "Friedhof, israel."

  
Link zu den Google-Maps   
(der grüne Pfeil markiert die Lage des jüdischen Friedhofes) 
   

Größere Kartenansicht   
  
   
Fotos
 
(Foto 1. Fotozeile Jürgen Hanke, Kronach; ab 2. Fotozeile: Fotos Hahn, Aufnahmedatum 11.4.2007) 

Bamberg Friedhof 140.jpg (52680 Byte)   
Eingangsbereich zum Friedhof mit Friedhofshalle / Taharahaus   
   
Bamberg Friedhof 196.jpg (106655 Byte) Bamberg Friedhof 325.jpg (101789 Byte) Bamberg Friedhof 324.jpg (93583 Byte)
Friedhofshalle und Wohnung 
des Friedhofwärters
Hinweistafel 
am Eingang
Gebet beim Betreten des Friedhofes: 
"Ata gibbor leOlam Adonai..."
     
Bamberg Friedhof 319.jpg (98183 Byte) Bamberg Friedhof 302.jpg (95646 Byte) Bamberg Friedhof 303.jpg (108547 Byte)
Blick vom Friedhof 
zur Friedhofshalle
Grabsteine aus den 1870er-Jahren (der rechte Stein für Babette Süß, gest. 1871) Kunstvoll gearbeiteter 
Grabstein
     
Bamberg Friedhof 305.jpg (95727 Byte) Bamberg Friedhof 301.jpg (97053 Byte) Bamberg Friedhof 304.jpg (101901 Byte)
Links Grabstein für Babette Hellmann (1828-1885), zweiter Stein von rechts für Jette Rosen (1833-1884) Links: Grabstein für 
Carl Emanuel Dessauer 
(1844-1908)
Grabstein für Emil Wassermann (geb. 1942 in Wallerstein, gest. 1911 in Berlin) 
mit Akrostichon Eliah Bar Schmuel
     
Bamberg Friedhof 300.jpg (96776 Byte) Bamberg Friedhof 300a.jpg (69813 Byte) Bamberg Friedhof 306.jpg (81555 Byte)
Grabstein für Adolf Koburger mit der Inschrift: "Er war ein treuer Anhänger des Stammes, dem er entsprossen. Liebte treu des Volk und warm die Heimat, in welcher er aufgewachsen und lebte. Er war ein treuer Jude und ein guter Deutscher. Arbeitete für das Volk und die Menschheit, für Freiheit und Aufklärung. Weil er ein Jude, weil ein Mensch er war!" Charakteristische Grabsteinreihe 
der 1890er-Jahre, die beiden Steine 
von rechts für Samuel Goldmann 
(gest. 1892) und Abraham Lipp 
(1815-1892, 2. von rechts)
   
Bamberg Friedhof 310.jpg (118295 Byte) Bamberg Friedhof 309.jpg (84460 Byte) Bamberg Friedhof 308.jpg (85388 Byte)
Liegender Stein für Hannchen Uhlfelder
 geb. Meyer (1816-1902)
Teilansicht mit 
Blick zur Stadt
Im Vordergrund drei Kindergrabsteine
 (Symbol der abgebrochenen Säulen)
     
Bamberg Friedhof 307.jpg (86123 Byte) Bamberg Friedhof 322.jpg (86363 Byte) Bamberg Friedhof 193.jpg (79422 Byte)
Grabsteine für (von links) Josefine Putzel geb. Lust (1839-1903), Hanna Fleischmann (gest. 1903; dahinter Amalie Kronacher geb. Silbermann, 1821-1901) und Hanna Stern geb. Weiler (1821-1904) Im Eingangsbereich Grabstätte der 
Familie Wassermann 
Teilansicht des 
Friedhofes
   
   
     
Bamberg Friedhof 321.jpg (103752 Byte) Bamberg Friedhof 320.jpg (123748 Byte) Bamberg Friedhof 316.jpg (93257 Byte)
Auffallende Grabmale für Gefallene des Ersten Weltkrieges: link für Fritz Ehrlich, rechts für Gottfried Kronacher Grabsteine für Gefallene des 
Ersten Weltkrieges 
Grabstein für den 
"Königlichen Kommerzienrat" 
Max E. Gutmann (1866-1931)
       
Bamberg Friedhof 315.jpg (81879 Byte) Bamberg Friedhof 311.jpg (107612 Byte) Bamberg Friedhof 313.jpg (105332 Byte)
In der Mitte Grabstein für Lina Silbermann
 geb. Steinheimer (1872-1936) und 
William Silbermann (1864-1938)
Grabsteine aus den 
1930er-Jahren
Grabstein für Semi (Schmuel) Hausmann
 aus Schesslitz (1891-1940)
     
     
Bamberg Friedhof 314.jpg (117881 Byte) Bamberg Friedhof 194.jpg (115829 Byte) Bamberg Friedhof 190.jpg (132807 Byte)
  Aufeinandergeschichtete Grabsteineinfassungen
   
Bamberg Friedhof 312.jpg (106955 Byte) Bamberg Friedhof 323.jpg (103694 Byte) Bamberg Friedhof 191.jpg (93030 Byte)
Grabstein für Josef Wiesenfelder
 (1870-1936) mit Gedenkinschriften 
für Jeanette Wiesenfelder geb.
 Laubheimer und Martin Wiesenfelder
 (beide gest. 1943 im KZ)
Denkmal mit der Aufschrift: "Die Schwerter des Feindes haben ein Ende, die Städte hast du umgekehrt, der Herr aber bleibt ewiglich. Den Opfern der Jahre von 1933-1945 die Israelitische Kultusgemeinde Bamberg" Neuere Gräber mit 
Blick zur Friedhofshalle
 
 
     
Bamberg Friedhof 192.jpg (122323 Byte) Bamberg Friedhof 318.jpg (115068 Byte) Bamberg Friedhof 317.jpg (110546 Byte)
Neuere Gräber Grabstein für Chriss Fiebig (1942-2004), engagiert im christlich-jüdischen Gespräch Neueste Gräber 
(2006/2007)

      
  

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Bamberg 
Thema "Juden in Bamberg": www.juden-in-bamberg.de 
Zur Seite über die Synagoge in Bamberg (interner Link)

Literatur:  

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 
Herbert Loebl: Die Juden in Bamberg. Die Jahrzehnte vor dem Holocaust (Buchvorstellung). 
Walsdorf Lit 108.jpg (96817 Byte)Norbert Haas: Gestorben in Bamberg - Bestattet zu Walsdorf. Ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Bamberg. 1809-1851. Beiträge zur fränkischen Familienforschung Bd. 10.  1994.    

     

                   
vorheriger Friedhof     zum ersten Friedhof    nächster Friedhof
diese Links sind noch nicht aktiviert

              

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 10. Mai 2011