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Badenheim (VG
Sprendlingen-Gensingen, Landkreis
Mainz-Bingen)
Jüdische Geschichte
Übersicht:
Zur jüdischen Geschichte
in Badenheim
In Badenheim bestand zu keiner Zeit eine jüdische Gemeinde.
Doch lebten bereits seit dem 18. Jahrhundert jeweils wenige jüdische Familien am Ort. 1722
waren es zwei jüdische Familien mit zusammen zehn Personen.
An Einrichtungen hatten die jüdischen Familien am Ort einen jüdischen
Friedhof, der in der NS-Zeit zerstört und abgeräumt worden ist.
Anfang der 1930er-Jahre (bzw. bereits zuvor) gab es
in Badenheim wohl nur noch die Mitglieder der
jüdischen Familie Metzger.
Nach 1933 waren auch die Badenheimer jüdischen Einwohner von den Folgen des
wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Repressalien und der Entrechtung
unter dem NS-Regime betroffen.
Von den in Badenheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort
wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Eva Metzger (geb. 29.
Dezember 1865 in Badenheim, deportiert Februar 1943 ab Darmstadt in das Ghetto
Theresienstadt, wo sie am 4. März 1943 umgekommen ist), Johanna Metzger (geb. 1.
Oktober 1869 in Badenheim, wohnhaft in Mainz, deportiert ab Darmstadt in das
Ghetto Theresienstadt, wo sie am 4. März 1943 umgekommen ist) und Julius Metzger
(geb. 25. September 1862 in Badenheim, wohnhaft in Bingen und Mainz, deportiert
September 1942 in das Ghetto Theresienstadt, wo er am 21. Oktober 1942
umgekommen ist).
Berichte aus der
jüdischen Geschichte in Badenheim
Dokument von 1722 über die in
Badenheim lebenden jüdischen Familien
Dokument von 1722 aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt F 2 Nr. 34/9
über die "Judenschaft
... zu Badenheim": aufgelistet werden zwei Männer und ihre Frauen mit
zusammen vier Söhnen (der älteste jeweils zehn Jahre alt) und zwei Töchtern
(vier bzw. 12 Jahre alt), zusammen 10 Personen. |
Kleine Mitteilungen:
- Julius Heymann in Badenheim spendet für die
Orthodox-israelitische Bibelanstalt 1 fl. sowie für den Bau jüdischer Armen- und
Pilgerwohnungen in Jerusalem 1 fl. - Mitteilung in den Spendenlisten in der
Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Juni 1863 S. 270 und 271.
- Fanny Waller geb. Manche ist nach Grabsteininschrift am 15.
August 1835 in Badenheim geboren, war mit dem Metzger Abraham Waller
verheiratet, lebte zuletzt in
Großkrotzenburg und am 18. Juli 1921 in Groß-Krotzenburg gestorben.
https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/17338
Dokumente aus der NS-Zeit
"Todesfallanzeigen" aus dem Ghetto Theresienstadt
Quelle:
https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/ |
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Todesfallanzeige für
Eva Metzger (geb.
29. Dezember 1865 in Badenheim, ledig),
umgekommen am 4. März 1943
im Ghetto Theresienstadt |
Todesfallanzeige für
Johanna Metzger (geb.
1. Oktober 1869 in Badenheim, wohnte zuletzt
in Bingen), umgekommen am 8. März 1943
im Ghetto Theresienstadt |
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| Julius
Metzger ist am 25. September 1862 in Badenheim als Sohn von Moses Metzger
und seiner Frau Mina geb. Ehrmann geboren. Unter den beiden Zeugen der
Geburt war der Handelsmann Samuel Metzger in Badenheim. Julius Metzger war
als Kaufmann tätig |
Fotos
| Fotos zur
jüdischen Geschichte in Badenheim liegen noch nicht vor. |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:

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