Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Badenheim (VG Sprendlingen-Gensingen, Landkreis Mainz-Bingen)
Jüdische Geschichte 

  

        
Übersicht:     

bulletZur jüdischen Geschichte in Badenheim 
bulletBerichte aus der jüdischen Geschichte in Badenheim   
bulletFotos / Darstellungen   
bulletLinks und Literatur   

   

Zur jüdischen Geschichte in Badenheim      
   
In Badenheim bestand zu keiner Zeit eine jüdische Gemeinde. Doch lebten bereits seit dem 18. Jahrhundert jeweils wenige jüdische Familien am Ort. 1722 waren es zwei jüdische Familien mit zusammen zehn Personen.  
 
An Einrichtungen hatten die jüdischen Familien am Ort einen jüdischen Friedhof, der in der NS-Zeit zerstört und abgeräumt worden ist.   
    
Anfang der 1930er-Jahre (bzw. bereits zuvor) gab es
in Badenheim wohl nur noch die Mitglieder der jüdischen Familie Metzger.   
   
Nach 1933 waren auch die Badenheimer jüdischen Einwohner von den Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Repressalien und der Entrechtung unter dem NS-Regime betroffen. 
  
Von den in Badenheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Eva Metzger (geb. 29. Dezember 1865 in Badenheim, deportiert Februar 1943 ab Darmstadt in das Ghetto Theresienstadt, wo sie am 4. März 1943 umgekommen ist), Johanna Metzger (geb. 1. Oktober 1869 in Badenheim, wohnhaft in Mainz, deportiert ab Darmstadt in das Ghetto Theresienstadt, wo sie am 4. März 1943 umgekommen ist) und Julius Metzger (geb. 25. September 1862 in Badenheim, wohnhaft in Bingen und Mainz, deportiert September 1942 in das Ghetto Theresienstadt, wo er am 21. Oktober 1942 umgekommen ist).     
   
   
   
Berichte aus der jüdischen Geschichte in Badenheim      
 
Dokument von 1722 über die in Badenheim lebenden jüdischen Familien  
 

Dokument von 1722 aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt F 2 Nr. 34/9 über die "Judenschaft ... zu Badenheim": aufgelistet werden zwei Männer und ihre Frauen mit zusammen vier Söhnen (der älteste jeweils zehn Jahre alt) und zwei Töchtern (vier bzw. 12 Jahre alt), zusammen 10 Personen.  

     
Kleine Mitteilungen:
- Julius Heymann in Badenheim spendet für die Orthodox-israelitische Bibelanstalt 1 fl. sowie für den Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem 1 fl. - Mitteilung in den Spendenlisten in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Juni 1863 S. 270 und 271.   
Fanny Waller geb. Manche ist nach Grabsteininschrift am 15. August 1835 in Badenheim geboren, war mit dem Metzger Abraham Waller verheiratet, lebte zuletzt in Großkrotzenburg und am 18. Juli 1921 in Groß-Krotzenburg gestorben. https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/17338  
   
  
Dokumente aus der NS-Zeit 

   "Todesfallanzeigen" aus dem Ghetto Theresienstadt
  Quelle: https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/  
   
   Todesfallanzeige für Eva Metzger (geb.
29. Dezember 1865 in Badenheim, ledig),
 umgekommen am 4. März 1943
im Ghetto Theresienstadt
 Todesfallanzeige für Johanna Metzger (geb.
1. Oktober 1869 in Badenheim, wohnte zuletzt
in Bingen), umgekommen am 8. März 1943
im Ghetto Theresienstadt
     
     
  Julius Metzger ist am 25. September 1862 in Badenheim als Sohn von Moses Metzger und seiner Frau Mina geb. Ehrmann geboren. Unter den beiden Zeugen der Geburt war der Handelsmann Samuel Metzger in Badenheim. Julius Metzger war als Kaufmann tätig 

        
        
Fotos    

Fotos zur jüdischen Geschichte in Badenheim liegen noch nicht vor.  
     

   
    
Links und Literatur   

Links:  

bulletBadenheim in der Website der VG Sprendlingen-Gensingen  https://www.sprendlingen-gensingen.de/rathaus/ortsgemeinden/badenheim/  
bulletWikipedia-Artikel zu Badenheim: https://de.wikipedia.org/wiki/Badenheim  

Literatur:  

   
    

                   
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Stand: 31. Januar 2026