Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bad Wildungen (Kreis Waldeck-Frankenberg) 
Jüdischer Friedhof 
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde       
    
Siehe Seite zur Synagoge in Bad Wildungen (interner Link)  
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes     
    
Der jüdische Friedhof wurde um 1860 angelegt. Auf dem Friedhof wurden in den folgenden Jahrzehnten neben den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde der Stadt auch einige Juden beigesetzt, die nach Bad Wildungen zur Kur kamen und dort verstorben sind. Mehrere Grabsteine sind in russischer Sprache beschriftet. 
  
In der NS-Zeit wurden die meisten Grabsteine umgestürzt und beschädigt.
  
Nach 1945 wurde der Friedhof wieder hergerichtet. Die Friedhofsfläche beträgt 27,45 ar. Etwa 100 Grabsteine sind erhalten.   
   
In der Nähe des Eingangs befindet sich seit 1946 ein Ehrenmal "Zum ewigen Andenken an die Opfer der israelitischen Gemeinde Bad Wildungen, die in den Jahren 1933-1945 ihr Leben in KZ-Lagern qualvoll lassen mussten. In Liebe gewidmet von den Überlebenden!". 
  
Historische Aufnahme    

Enthüllung des Ehrenmales im Friedhof
am 1. August 1946
(Quelle: United States Holocaust Memorial Museum
Bad Wildungen Friedhof 390.jpg (137624 Byte)    

    
    
Lage des Friedhofes 
   
An der "Weinbergstraße" in Altwildungen (eingetragen auf dem Stadtplan der Stadt Bad Wildungen; "Weinbergstraße" eingeben).

Lage des jüdischen Friedhofes in Bad Wildungen auf dem Stadtplan des "Städte-Verlages):
 links anklicken und unter "Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu 
"Friedhof, jüd., Altwildungen" 
     
Link zu den Google-Maps  

    
    
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 8.4.2010)     

Bad Wildungen Friedhof 470.jpg (106608 Byte) Bad Wildungen Friedhof 515.jpg (95108 Byte) Bad Wildungen Friedhof 471.jpg (109797 Byte)
Das Eingangstor mit Blick auf 
den gegenüber der Altstadt 
Bad Wildungens gelegenen Friedhof 
Hinweistafel   Ehrenmal beim Eingang zur Erinnerung 
an die in der NS-Zeit ermordeten
 jüdischen Einwohner der Stadt
 
     
Bad Wildungen Friedhof 472.jpg (114140 Byte) Bad Wildungen Friedhof 474.jpg (118169 Byte) Bad Wildungen Friedhof 477.jpg (131106 Byte)
Grabsteine von links für Samuel Leiser
 (1836-1901), einen 1901 verstorbenen
 russischen Kurgast sowie 
Moritz Baer (1869-1901) 
Grabsteine vordere Reihe (Rückseiten
 deutsch beschriftet) für links: 
Heinemann Wallach (1826-1898) und
 rechts: Rickchen Samuel geb. Nagel 
Grabstein im Vordergrund links für 
Rosette Baruch geb. Weinberger 
(gest. 1865)
  
     
Bad Wildungen Friedhof 475.jpg (116260 Byte) Bad Wildungen Friedhof 476.jpg (96791 Byte) Bad Wildungen Friedhof 478.jpg (131749 Byte)
Grabstein links für Bela Wallach
 geb. Lengass
(geb. in Heddernheim 
bei Frankfurt), rechts für Baruch Baruch
 (1830-1890)
Die drei abgebildeten Grabsteinen 
zeigen wie viele andere des Friedhofes 
die Spuren der Schändungen durch das
 Umstürzen der Grabsteine in der NS-Zeit
Das untere, unbelegte 
Friedhofsgrundstück
 
 
     
Bad Wildungen Friedhof 482.jpg (132408 Byte) Bad Wildungen Friedhof 479.jpg (113021 Byte) Bad Wildungen Friedhof 480.jpg (126969 Byte)
Teilansicht des mittleren Friedhofsteiles -
 Blick nach oben in Richtung
 Friedhofseingang an der Weinbergstraße
Grabstein für Samson Mayer Wilner 
aus Warschau, gest. 1. Tamus 5654 
(= 5. Juli 1894)
Grabstein links für Chaim Joel Fischer aus
 Kischoniow (gest. 19.7.1921), rechts für
  Israel Eiser Bar Chaim Jizchak Aschkenasi
 
aus der Gegend von Wilna
     
     
Bad Wildungen Friedhof 483.jpg (127055 Byte) Bad Wildungen Friedhof 486.jpg (117574 Byte) Bad Wildungen Friedhof 485.jpg (117454 Byte)
Grabstein links für Adolph Friedensohn aus Nimptsch (Niemsza, Niederschlesien,
 1855-1880), in der Mitte (auf Foto rechts auf der linken Seite) für Fanni Oppenheim(er)
 aus Wildungen (1830-1879); Grabstein rechts (auf Foto rechts Mitte) für Meschulam
 
genannt Feibel Ben Baruch
, gest. 26. Tischri 5627 (5. Oktober 1866) 
Kindergrabstein (Doppelgrabstein) für 
Rosalie Spiegel und Laura Spiegel  
 
     
Bad Wildungen Friedhof 490.jpg (124109 Byte) Bad Wildungen Friedhof 488.jpg (116134 Byte) Bad Wildungen Friedhof 487.jpg (113372 Byte)
Blick vom mittleren Teil des Friedhofes
 auf die Altstadt von Bad Wildungen 
mit der evangelischen Stadtkirche
Rückseite des Grabsteines oben für 
"Feibel Baruch, gestorben 1866"
  
Rückseite des Grabsteines für 
Rosette Baruch geb.Weinberger 
(gest. 29.12.1865)
     
Bad Wildungen Friedhof 491.jpg (129256 Byte) Bad Wildungen Friedhof 492.jpg (101078 Byte) Bad Wildungen Friedhof 505.jpg (125797 Byte)
Grabstein für Shajer Wolf Kopelmann
(1865 in Tykotzin [polnisches Tykocin] -
 1920 in Wildungen)
Grabstein für Gerson Krittenstein 
(1877-1928), Inhaber des "Hotels
 Germania" in Bad Wildungen 
Grabstein für Albert Archenholz 
aus Essen - Ruhr (1831-1898)
 
     
Bad Wildungen Friedhof 494.jpg (135929 Byte) Bad Wildungen Friedhof 495.jpg (121192 Byte) Bad Wildungen Friedhof 496.jpg (128246 Byte)
Grabsteine in der vorderen Reihe: links 
für Moses Mannheimer (1852-1918), 
rechts für Max Katz 
   
Grabstein für Sara Hirsch (1836-1906) 
und Samuel Hirsch (1838-1909) 
aus Wellen (heute: Ortsteil der 
Gemeinde Edertal)
Grabstein links für Juda Oppenheimer
 (1856-1919), rechts für Abram Korenblatt
 aus Kischinew (heute Chişinău, Moldau,
 gest. 1920)
     
Bad Wildungen Friedhof 497.jpg (125009 Byte) Bad Wildungen Friedhof 498.jpg (144194 Byte) Bad Wildungen Friedhof 499.jpg (123001 Byte)
Blick über den oberen Teil des Friedhofes
 an der Weinbergstraße, links der
 Grabstein für Meier Marx (1850-1926)
Grabstein für Isaak Buchheim 
(1851-1926) und Emilie Buchheim 
(gest. 1926)
Grabstein links für Frau Gywja Mojsewicz
 aus Kalisch (gest. 1929), rechts für 
Jacob Mannheimer (1862-1930)
     
Bad Wildungen Friedhof 500.jpg (130854 Byte) Bad Wildungen Friedhof 501.jpg (122154 Byte) Bad Wildungen Friedhof 502.jpg (131724 Byte)
Grabstein links für Rosa Samuel 
geb. Ballin-Oppenheimer
(1879-1931)
 mit Gedenkinschrift für den im KZ Riga
 ermordeten Isaak Samuel, rechts
 Grabstein für Julius Katz (1874-1931)
Grabstein links für Settchen Marx 
geb. Frank
(1852-1930), rechts dahinter
 für Erich Baruch (1907-1922) mit
 Gedenkinschriften für seine im KZ Riga
 umgekommenen Eltern Berthold Baruch 
und Paula geb. Rothschild 
Grabstein links für Gütchen Katz 
geb. Boley
(1936-1923), Mitte für 
Abraham Moses (1852-1923) und 
rechts für Minna Katz geb. Isak 
 
     
Bad Wildungen Friedhof 503.jpg (143506 Byte) Bad Wildungen Friedhof 504.jpg (126037 Byte) Bad Wildungen Friedhof 508.jpg (145925 Byte)
Grabstein links für Saul Jacob Luriev 
aus Litauen (geb. 1923), rechts für 
Ludwik Silberberg aus Warschau
 (1859-1913)
Grabstein für Bernhard Hoffmann
aus Wien (1841-1915)
Grabsteine von links: für 
Levy Jungheim (1849-1937), 
Fanny Jungheim (1850-1932) und 
Frieda Florsheim (1904-1932)
  
     
Bad Wildungen Friedhof 507.jpg (125206 Byte) Bad Wildungen Friedhof 512.jpg (133767 Byte) Bad Wildungen Friedhof 511.jpg (122055 Byte)
Grabstein für Amalie Wertheim 
geb. Kaiser
(1860-1938)
Grabstein für Klara Baer 
(1857-1934)
Grabstein für Leopold Külsheimer
 (1883-1933) mit Gedenkinschrift für 
die 1942 in KZ Theresienstadt
 umgekommene Helene Külsheimer 
   
     
Bad Wildungen Friedhof 514.jpg (100865 Byte) Bad Wildungen Friedhof 513.jpg (107591 Byte) Bad Wildungen Friedhof 510.jpg (108509 Byte)
Blick vom Friedhof zum 
Schloss Friedrichstein und einen 
Teil von Altwildungen
Blick vom oberen Teil des Friedhofes 
zum Eingang (rechts der Birken 
in der Bildmitte)
Grabstein für Lina Levy 
(1898-1933)
  
     
Bad Wildungen Friedhof 509.jpg (127066 Byte)   
 Grabstein für Rosalie Hammerschlag geb. Harth (1848-1933) mit Gedenkinschrift 
 "Zum Andenken an Adolf Hammerschlag, Max Hammerschlag, Edgar Hammerschlag, 
Herm. Hammerschlag, Irene Hammerschlag geb. Vöhl, Inge Hammelschlag, Käthe Wolf
 geb. Hammerschlag, Meier Wolf, Hans Wolf, Anita Wolf,
gest. als Märtyrer in KZ-Lagern
 1933-1945. In Liebe gewidmet von der einzig Überlebenden Selma Hammerschlag geb. Katz".   
  
     

    
    

Links und Literatur  

Links:  

Website der Stadt Bad Wildungen  
Presseartikel innerhalb der Website www.synagoge-voehl.de zum jüdischen Friedhof in Bad Wildungen: hier anklicken (Artikel 1), hier anklicken (Artikel 2). 
Weitere Fotos des Friedhofes innerhalb der Website www.synagoge-voehl.de, Seite/Index zu Bad Wildungen  
Seite bei haGalil.com: "Spurensuche: Der jüdische Friedhof in Bad Wildungen"   
Zur Seite über die Synagoge in Bad Wildungen (interner Link) 

Quellen

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Bad Wildungen 
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Bad Wildungen sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,830  Geburtsregister der Juden von Bad Wildungen  1833 - 1858; enthält auch Bergheim, Mandern, Wellen https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v289739         
HHStAW 365,834  Sterberegister der Juden von Bad Wildungen   1841 - 1848; enthält auch Bergheim, Mandern, Wellen  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1674996     
HHStAW 365,832  Trauregister der Juden von Bad Wildungen  1848 - 1858; enthält auch Bergheim, Mandern, Wellen   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1030570                      
HHStAW 365,835  Sterberegister der Juden von Bad Wildungen  1859 - 1875   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4101076     
HHStAW 365,831  Geburtsregister der Juden von Bad Wildungen   1859 - 1876  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3031372      
HHStAW 365,833  Trauregister der Juden von Bad Wildungen  1865 - 1875   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4607206     
HHStAW 365,836  Abschrift des Gräberverzeichnisses des jüdischen Friedhofs in Bad Wildungen, angefertigt im März 1943 durch Hans Oppenheimer aus Kassel   1888 - 1938  
https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v289717
   

 Literatur:  

Arnsberg II,403-406.   
Johannes Grötecke: Spurensuche. 2003. 

   

                   
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Stand: 06. Mai 2016