Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Altenbamberg (VG Bad Münster am Stein - Ebernburg, Kreis Bad Kreuznach) 
Jüdische Friedhöfe

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
    
Siehe Seite zur Synagoge in Altenbamberg (interner Link) 
   
   
Zur Geschichte der Friedhöfe                 
   
Der alte jüdische Friedhof wurde 1750 eröffnet und bis 1890 belegt. Nach einer Quelle von 1821 wurden in Altenbamberg "die Juden von Obernburg" (= Ebernburg) beigesetzt. Die Friedhofsfläche umfasste eine Fläche von 18,40 ar. Um 1870 war der Friedhof voll belegt. 1949 war auf dem bis dahin völlig verwilderten Friedhof nur noch ein Teil der Grabsteine vorhanden, von denen zwei völlig zerstört und zwei umgeworfen waren. 1965 wurden etwa 20 Grabsteine festgestellt. Heute sind noch zehn Grabsteine erhalten, mehrere davon nur als Bruchstücke.
   
1872 stellte das jüdische Gemeindeglied S. Schwarzschild den Antrag auf Anlegung eines neuen jüdischen Friedhofes, nachdem der alte Friedhof voll belegt war. Damals lebten in Altenbamberg 34 jüdische Personen, in Ebernburg 23 und in Feilbingert 9. Der neue Friedhof konnte 1873 (oder erst 1900?) eröffnet werden.  Auf diesem Friedhof fanden bis 1937 insgesamt 26 Beisetzungen statt. Anfang April 1939 wurde der Friedhof geschändet - 20 Grabsteine wurden umgeworfen. Die Fläche dieses Friedhofes umfasst 5,18 ar. Es sind noch 23 Grabstätten erhalten.   
 
Eindrücke vom Besuche der Friedhöfe im Juni 2008: Der neue Friedhof zeigt sich in sehr gut gepflegtem Zustand. Der alte Friedhof ist dagegen derzeit in einem katastrophal ungepflegten Zustand: weitgehend eine Geröllhalde, teilweise mit Brombeerhecken und Brennnesseln überzogen, mit zerstörter Einfriedung; die wenigen noch erhaltenen Grabsteine sind dem Geröll ungeschützt ausgesetzt.   
   
   
Lage der Friedhöfe       
   
Der alte Friedhof liegt östlich des Ortes im Gemarkungsteil "Am Narrenbrunnen" in einem Waldgebiet am Schlossberg (Plan Nr. 767 1/2). Der neue Friedhof liegt innerhalb der Umfassungsmauer des kommunalen Friedhofes, jedoch vom christlichen Friedhof abgetrennt. 
  
  
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 27.6.2008)   

Der alte jüdische Friedhof  
Altenbamberg Friedhof 061.jpg (128856 Byte) Altenbamberg Friedhof 064.jpg (94142 Byte) Altenbamberg Friedhof 063.jpg (120932 Byte)
Der Friedhof liegt links eines 
zur Altenbaumburg führenden Weges  
Hinweistafel  
  
Der Zaun um den Friedhof in 
völlig desolatem Zustand  
     
Altenbamberg Friedhof 060.jpg (124705 Byte) Altenbamberg Friedhof 057.jpg (131042 Byte) Altenbamberg Friedhof 058.jpg (130465 Byte)
Ansichten des Friedhofes mit dem zerstörten Zaun  
 
Altenbamberg Friedhof 053.jpg (108780 Byte) Altenbamberg Friedhof 054.jpg (98185 Byte) Altenbamberg Friedhof 055.jpg (105046 Byte)
Einzelne Grabsteine und Grabsteinfragmente, die von der weiteren Zerstörung bedroht sind  
  
Altenbamberg Friedhof 056.jpg (110824 Byte) Altenbamberg Friedhof 052.jpg (123070 Byte) Altenbamberg Friedhof 051.jpg (117348 Byte)
   
 
Altenbamberg Friedhof 050.jpg (92116 Byte) Altenbamberg Friedhof 062.jpg (111844 Byte)   
   Blick vom Friedhof zur Altenbaumburg    
     
        

Der neue jüdische Friedhof  

  
Altenbamberg Friedhof 161.jpg (109948 Byte) Altenbamberg Friedhof 150.jpg (106993 Byte) Altenbamberg Friedhof 160.jpg (68199 Byte)
Blick auf den inmitten des allgemeinen
 Friedhofes liegenden jüdischen Friedhofteiles  
Das Eingangstor Die Hinweistafel
     
       
Altenbamberg Friedhof 152.jpg (129447 Byte) Altenbamberg Friedhof 154.jpg (138444 Byte) Altenbamberg Friedhof 153.jpg (128723 Byte)
Kindergräber: links Grabstein für Jacob Schubach 
(1894-1895), rechts für Frieda Schubach (1898)
Grabstein für Heimann Stern (Synagogenvorstand,
 gest. 1899) und Johanetta Stern geb. Neuberger (gest. 1898)
Grabstein (Symbol der abgebrochenen Säule für ein viel zu früh
 beendetes Leben) für Albert Stern, Gymnasiast (1882-1901)
     
Altenbamberg Friedhof 158.jpg (122681 Byte) Altenbamberg Friedhof 157.jpg (134759 Byte) Altenbamberg Friedhof 155.jpg (155682 Byte)
Blick auf das Gräberfeld Grabsteine für Henriette Gottlieb geb. Neuberger (1821-1898, links) 
und Jacob Gottlieb (aus Ebernburg, 1826-1895)
    
   
Altenbamberg Friedhof 159.jpg (130725 Byte) Altenbamberg Friedhof 151.jpg (123239 Byte) Altenbamberg Friedhof 156.jpg (133018 Byte)
Grabsteine für Karolina Stern (1860-1894, links) 
und Henriette Walter geb. Strauss (1825-1862, Mitte)  
Teilansicht des Gräberfeldes  Grabsteine links für Ludwig Joseph (1847-1920) und 
Lina Joseph geb. Walter (1849-1901)
  
           
Der Gedenkstein für die jüdische Gemeinde
 und die Synagoge (2006 angebracht)
Altenbamberg Friedhof 173.jpg (111525 Byte) Altenbamberg Friedhof 170.jpg (105371 Byte)
    Der Gedenkstein wurde links des Eingangstores 
des jüdischen Friedhofes angebracht  
Die Gedenktafel enthält die Namen der aus Altenbamberg, 
Höchstädten und Ebernburg deportierten jüdischen Einwohner  
      
    Altenbamberg Friedhof 172.jpg (88945 Byte) Altenbamberg Friedhof 171.jpg (99809 Byte)
    Davidsterne und Menora Abbildung der früheren Synagoge 
in Altenbamberg
 

    
     

Links und Literatur

Links:   

Website der VG Bad Münster am Stein - Ebernburg    

Literatur:    

Dokumentation Jüdische Grabstätten im Kreis Bad Kreuznach. Geschichte und Gestaltung. Reihe: Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Bad Kreuznach Band 28. 1995. S. 11-26.  

      
       

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 25. März 2015