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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Weingarten (Landkreis Karlsruhe)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zur Kurpfalz gehörenden
Weingarten bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/40. Ihre Entstehung geht in
die Zeit des 16./17. Jahrhunderts zurück. Erstmals wird 1525 ein Jude Viselmann
am Ort genannt. 1537 lebten bereits mehrere jüdische Personen (Familien in
Weingarten. 1551 wurden sogenannte Geleitbriefe (für Reisen im badischen
Unterland) für Jakob und Samuel zu Weingarten erneuert.
Auch in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg waren jüdische
Familien am Ort (1661, 1699 genannt). 1722 gab es fünf (Raphael, Josel, Jakob,
Kalmann und Kaufmann), 1743 acht jüdische Familien am Ort. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts nahm die Zahl der Juden im Ort
zu.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner
wie folgt: 1825 120 jüdische Einwohner (4,1 % von insgesamt 2.923 Einwohnern),
1832 150, 1839 149, höchste Zahl um 1864 mit 183 Personen erreicht, 1871 177,
1880 155 (4,4 % von 3.506), 1885 142, 1890 164, 1895 146, 1900 150 (3,7 % von
4.091), 1905 140, 1910 110 (2,3 % von 4.751).
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine
jüdische Schule (bis 1815 vermutlich im alten Synagogengebäude, danach
besuchten die jüdischen Kinder zumeist die katholische Schule), ein rituelles
Bad und seit 1833 einen eigenen Friedhof.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der
zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die jüdische Gemeinde gehörte
zum Bezirksrabbinat Karlsruhe, seit 1885 zum Bezirksrabbinat in
Bruchsal.
Im Ersten Weltkrieges fielen aus der jüdischen Gemeinde: Fritz
Friedrich Baer (geb. in Weingarten, gef. 18.5.1915), Friedrich Fuchs (geb.
18.6.1897 in Weingarten, gef. 29.6.1917), Nathan Fuchs (geb. 13.6.1885 in
Weingarten, gef. 18.4.1918), Sally Krieger (geb. 8.9.1894 in Weingarten, gef.
20.8.1914), Berthold Stengel (geb. 11.1.1892 in Weingarten, gef. 3.9.1914). Ihre
Namen stehen auf einer
Gedenktafel im jüdischen Friedhof (war ehemals in der
Synagoge).
Bereits im 19.
Jahrhundert hatten die Weingartener Juden eine wichtige Funktion für die
wirtschaftliche Versorgung des Ortes. Bis nach 1933 bestimmten der Viehhandel
und die Großschlächtereien das Berufsbild der jüdischen Einwohner. An ehemaligen, bis nach 1933 bestehenden Handels- und
Gewerbebetrieben sind bekannt: Großschlachterei Adolf Bär (Bahnhofstraße
9, abgebrochen), Viehhandlung Gustav Blum (Marktplatz 18), Viehhandlung Nathan Fuchs
(Friedrich-Wilhelm-Straße 7), Großschlachterei und Viehhandlung Max Fuchs (Durlacher
Straße 24), Textilwarengeschäft Wilhelm Fuchs (Bahnhofstraße 7), Viehhandlung und Metzgerei Albert
Hagenauer (Friedrich-Wilhelm-Straße 39), Eisenwaren und Landmaschinen Jakob und Julius Löwenstein (Durlacher
Straße 2, abgebrochen), Viehhandlung Moritz Löwenstein (Jöhlinger Straße 6), Felle- und Tierhäutehandlung Leo und Max Stengel
(Bahnhofstraße 2).
Um 1924, als zur Gemeinde 76 Personen gehörten (1,5 % von insgesamt
5.073), waren die Vorsteher der Gemeinde Max Fuchs, Sigmund Fuchs und Moritz
Löwenstein. Als Kantor, Schochet und Religionslehrer war weiterhin Jakob
Ehrlich in der Gemeinde tätig. Er unterrichte damals 5 Kinder in Religion. An
jüdischen Vereinen gab es den Verein Bikkur Cholim
(Krankenpflege, 1924 unter Leitung von Hermann Löwenstein mit 14 Mitgliedern),
einen Frauenverein (1932 unter Leitung von Pauline Stengel) sowie die Zedokohkasse
(Wohlfahrtspflege, Leitung Max Fuchs, 1924 12 Mitglieder). 1932 war
Vorsteher der Gemeinde Leo Stengel. Als Lehrer kam Herr Godlewsky aus
Untergrombach nach Weingarten. Er hatte im Schuljahr 1931/32 5 Kinder in
Religion zu unterrichten. Als Kantor wird ein Herr Lupoliansky genannt.
Nach 1933 (66 jüdische Einwohner, 1,3 % von insgesamt 5.056 Einwohnern)
konnten sich die jüdischen Viehhandlungen und Großschlächtereien zunächst
noch halten, da sie für die Versorgung der Stadt Karlsruhe mit Fleisch sehr
wichtig waren.
Erst seit 1936 wurden "Maßnahmen" gegen Inhaber dieser Geschäft
vorgenommen. 1937/39 mussten auch die jüdischen Gewerbetreibenden in Weingarten
ihre Geschäfte aufgeben. Beim Novemberpogrom 1938 wurde das Eisenwaren- und
Landmaschinengeschäft Löwenstein ausgeräumt, die Synagoge demoliert und wenig
später abgebrochen (siehe unten). Etwa die Hälfte des jüdischen Einwohner
konnte bis 1940 emigrieren (32 Personen, die nach Frankfurt, den USA,
Argentinien, Brasilien und England auswandern konnten). Die letzten 24
jüdischen Einwohner wurden am 22. Oktober 1940 nach Gurs
deportiert.
Auf Grund der Judenverfolgungen und -ermordungen in der
NS-Zeit kamen von den 1933 in Weingarten wohnhaften 66 jüdischen Personen
mindestens 29 ums Leben. Von den in Weingarten geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Emma Auerbacher
(1890), Meta Marta Auerbacher (1893), Anna Baer (1880), Berta Baer (1874), Betty
Baer (1875), David Baer (1869),Karl Baer (1891), Siegmund Baer (1883), Alfred
Blum (1871), Emil Blum (1866), Jakob Blum (1909), Julius Blum (1908), Fanny
Ehrlich (1901), Fanny Eisemann geb. Stengel (1886), Jenny Emmerich geb.
Rosenbusch (1875), Betty Fuchs (1886), Claire Fuchs (1883), Dora (Zipora) Fuchs
geb. Weil (1867), Jeanette Fuchs geb. Blum (1858), Jeanette Fuchs (1864), Klara
Fuchs geb. Fuchs (1883), Nanette Fuchs geb. Blum (1864), Elsa Grün geb. Fuchs
(1901), Gustav Hagenauer (1888), Heinz Ludwig Hagenauer (1925), Hermann
Hagenauer (1889), Nathan Hagenauer (1880), Selma Hagenauer geb. Simon (1891),
Hedwig Hammel geb. Krieger (1890), Heinrich Hirsch (1868), Simon Holz (1871),
Selma Judas geb. Stengel (1890), Bertha Kahn geb. Hirsch (1856), Julius Krieger
(1896), Hermine Lacher geb. Wyler (1885), Hedwig Landmann geb. Gerson (1859),
Rosa Löb geb. Eisemann (1883), Berta Löwenstein geb. Löb (1886), Helene
Löwenstein geb. Bär (1881), Hilda Löwenstein geb. Fuchs (1888), Jakob Löwenstein
(1876), Julchen Löwenstein geb. Fuchs (1860), Julius Löwenstein (1883),
Leopold Löwenstein (1850), Moritz Löwenstein (1880), Frieda Mann geb. Fuchs
(1890), Nanette Neuburger geb. Holz (1868), Henriette Odenheimer geb. Bär
(1864), Emil Rosenbusch (1866), Selma Scharff geb. Bär (1885), Sophie
Schlesinger geb. Bär (1875), Gretel Sonnheim (1920), Beatrice Lene Stengel
(1932), Frieda Stengel (1885), Irma Stengel geb. Maier (1904), Max Stengel
(1892), Pauline Stengel geb. Berlinger (1884), Sofie Stern geb. Löwenstein
(1885), Rosa Süss geb. Gerson (1861), Cäcilie Wertheimer geb. Bär (1881),
Frieda Wertheimer geb. Blum
(1869).
Zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger wurde im Januar 1993 eine Tafel am Wartturm enthüllt.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer
Zum Tod von Lehrer J. Rosenbusch (1896) - 35 Jahre Lehrer
in der jüdischen Gemeinde Weingarten
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. April 1896:
"Weingarten (Amt Durlach), 23. April. Heute konnten wir wieder
beobachten, dass der Wert eines Menschen meistens erst nach seinem Tode
voll erkannt wird. Nachdem bekannt war, dass unser seit 6 Monaten von hier
nach Karlsruhe verzogener, langjähriger Mitbürger Herr J. Rosenbusch,
Lehrer a.D., nach kurzer Krankheit entschlafen und dass dessen irdische
Hülle durch den hiesigen Platz nach dem Obergrombacher Friedhof verbracht
wird, rüstete sich Alt und Jung zu einer würdigen Ehrung des
Verblichenen. Am Eingang des Ortes von Durlach her hatte sich eine große
Leichenbegleitung aus allen Konfessionen, unter welcher besonders das
Lehrerkollegium vollzählig vertreten war, versammelt; außerdem hatten
sich die Schüler der israelitischen Schule unter Führung ihres Lehrers
Herrn Ehrlich aufgestellt, um den sterblichen Überresten ihres
langjährigen Lehrers das Geleit zu geben. Kurz nach elf traf der
Leichenzug ein. Vor dem Dorfe verließen die Leidtragenden den Wagen, und
nun ging es in langem Zuge, an den sich immer mehr anschlossen, bis an den
Ausgang des Ortes. Die Stimmung war eine äußerst feierliche und
gedrückte. Hier hielt Herr Lehrer Ehrlich eine ergreifende, schön
durchdachte Rede, er hob hervor, wie sehr der Mann, der 35 Jahre lang am
hiesigen Platze segensreich gewirkt und geschafft, durch sein freundliches
Wesen die Herzen aller eingenommen, bedauerte, dass er die wohl verdiente
Ruhe, die er sich nach einem Leben voller Arbeit und Aufopferung im Kreise
seiner Kinder gönnen wollte, nur so kurz genoss und dass er so bald
seiner lieben Gattin im Tode folgte. Er tröstete die Leidtragenden durch
den schönen Gedanken: Der Körper geht dahin, doch der Geist und das
Andenken lebt fort und fort in seinen guten und edlen Werken.
Vor der Abfahrt der Beerdigung von Karlsruhe hielt Herr Rabbiner Dr. Appel
eine Rede, worin er die ganze Tätigkeit des seligen Herrn J. Rosenbusch
in wahrheitsgetreuer Weise schilderte. Am Grabe in Obergrombach hielt Herr
Bezirksrabbiner Dr. Eschelbacher von Bruchsal eine von Herzen kommende
Grabrede, schilderte die rastlose Tätigkeit, Gewissenhaftigkeit und
überhaupt alle edlen Eigenschaften des Verstorbenen.
Bekannt ist auch der wohltätige Sinn des Verstorbenen und mancher Arme
wird seinen raschen Tod bedauern." |
Lehrer und Kantor Ehrlich (seit 1899 Lehrer in
Weingarten) wird in den Bürgerausschuss gewählt
und zum Schöffen bestimmt (1913)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 14. Februar 1913:
"Weingarten (Baden), 7.Februar 1913. Nachdem unser Lehrer und Kantor
Herr Ehrlich vor einigen Wochen in den Bürgerausschuss gewählt wurde,
hat ihn das Amtsgericht Durlach für zwei Sitzungstage im laufenden Jahre
zum Schöffen bestimmt. Es ist gewiss eine erfreuliche Tatsache, wenn
einem jüdischen Lehrer auch seitens der politischen Gemeinde so viel
Achtung und Vertrauen entgegengebracht wird, dass ihm solche Ehrenämter
übertragen werden." |
Zum 30jährigen Dienstjubiläum von Lehrer Jakob Ehrlich (1929)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Dezember 1925:
"Weingarten (Baden), 6. Dezember (1925). Am Schabbat Chanukka (= 28.
Dezember 1929) kann Herr Jakob Ehrlich auf eine 30jährige Wirksamkeit als
Religionslehrer, Kantor und Schauchet in der hiesigen Gemeinde
zurückblicken." |
Berichte zu Personen aus der
Gemeinde
Ernst Fuchs (1859 Weingarten - 1929 Karlsruhe), Rechtsanwalt am Oberlandesgericht Karlsruhe,
Dr.h.c. der Universität Heidelberg, war Hauptvertreter der Freirechtsschule, schrieb für viele Fachzeitschriften wie seit 1925 für die Reformzeitschrift
"Die Justiz". Seine "Gesammelten Schriften" wurden 1969 herausgegeben.
Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge
Eine erste Synagoge wurde im 17. oder 18. Jahrhundert erbaut. Sie stand
an der Kirchstraße schräg gegenüber dem evangelischen Pfarrhaus
beziehungsweise dem Kirchgäßle. Es handelte sich um ein relativ hohes
zweistockiges Gebäude, das die umstehenden Gebäude überragte. Vermutlich war
im Betsaal eine Stuckdecke vorhanden. 1836 war das Gebäude in gefährlicher
Weise baufällig geworden und konnte nur noch unter Lebensgefahr betreten
werden. Dennoch sah sich der Weingartener Synagogenrat in diesem Jahr noch außerstande,
eine neue Synagoge zu bauen. 1839 wurde gemeldet, dass inzwischen Teile der
Stuckdecke herabgestürzt waren, das Gebäude schon mehrfach abgestützt werden
müsse und bei Sturm die Gefahr bestehe, dass das ganze Gebäude einstürze und
dabei auf dem Nachbaranwesen schwere Zerstörungen anrichte. Die Nachbarn –
ein jüdischer Viehhändler - beschwerte sich daher über den untätigen
Synagogenrat beim Großherzoglichen Oberamt. Dieses veranlasste sofort, dass ein
örtlicher Maurermeister und zwei Gemeinderäte, die als tüchtige Handwerker
ausgewiesen waren, die Synagoge besichtigten. Alle drei bestätigten die Angaben
und empfahlen den sofortigen Abriss der Synagoge.
Am 15. März 1839 versammelten sich die
stimmberechtigten Mitglieder der jüdischen Gemeinde, um über den Bauplatz für
eine neue Synagoge abzustimmen. Man entschied sich für einen Bau an der Ecke
Kirchstraße/Keltergasse und auch dafür, die Synagoge nur als Bethaus und nicht
zugleich als Schule zu benutzen sei. Der Neubau erforderte große finanzielle
Anstrengungen. Es musste Kapital aufgenommen werden. Die Stühle der alten
Synagoge wurden versteigert, um auch dadurch etwas für den Neubau einzunehmen.
Die alte Synagoge wurde bald nach 1840 abgebrochen.
Im folgenden Jahr 1840 konnte die neue Synagoge
an der Ecke Kirchstraße/Keltergasse erbaut und eingeweiht werden. Bald schon
hieß die Keltergasse in Weingarten nur noch "Synagogengasse" (bis zur
Rückbenennung 1933). Der Eingangsbereich der Synagoge war von einem großen,
von zwei Säulen getragenen Hufeisenbogen geprägt, über dem sich eine hebräische
Inschrift und ein Rundfenster mit Maßwerk befand. Auch die Seitenfenster waren
mit hufeisenförmigen Bögen verstehen. Es war damit die erste im Gebiet Badens
erbaute Synagoge in neuislamischem Stil. Vorbild für diesen Stil waren die
1830-1832 im pfälzischen Ingenheim und die 1837 in Speyer erbauten Synagogen.
In die Synagoge gelangte man von der Kirchstraße aus durch einen Vorhof, der
durch Eisengitter von der Straße abgetrennt war. Vom Vorhof aus erreichte man
über eine siebenstufige Treppe den Synagogeneingang. Charakteristisch für das
Weingartener Ortsbild war, dass die beiden christlichen Kirchen und die Synagoge
unmittelbar nebeneinander standen.
In den Morgenstunden des 10. November 1938 wurde die
Inneneinrichtung der Synagoge von zehn bis fünfzehn auswärtigen
Nationalsozialisten (aus Karlsruhe und Durlach) zerstört. Sie kamen nach
Zeitzeugenberichten mit einem Lastwagen angefahren. Ein nichtjüdischer Nachbar
konnte das Niederbrennen der Synagoge verhindern, da der Brand leicht auch
andere Gebäude hätte übergreifen können. Das Gebäude wurde wenig später
auf Befehl der Partei abgebrochen. Die anfallenden Steine wurden zur Einfassung
des Walzbachbettes benutzt.
Die in der Synagoge angebrachte Gedenktafel für die
Gefallenen des Ersten Weltkrieges ist im Frühjahr oder Sommer 1939 auf Veranlassung
eines noch in Weingarten lebenden Juden durch den Weingartener Steinmetz auf dem
jüdischen Friedhof im Effenstiel aufgestellt worden.
Das Grundstück der Synagoge ist mit einem kleinen
Wirtschaftsgebäude überbaut, der Platz mit einer Mauer umgeben worden. Neben
der Synagoge stand das – heute noch erhaltene – Haus des jüdischen Lehrers.
Seit 1985 erinnert gegenüber dem Synagogenplatz an der katholischen Kirche eine
Gedenktafel an die Synagoge. Eine weitere Gedenktafel "Zum Gedenken an
unsere jüdischen Mitbürger 1933-1945" wurde im Februar 1993 im Beisein
eines Vertreters des Oberrats der Israeliten Badens, Gideon Nissenbaum, am
Wartturm angebracht.
Fotos
Historische Fotos
(Quelle: A. W. Steinert, Weingarten)
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Die Synagoge in Weingarten
(Vergrößerung aus dem Foto rechts) |
Lage der Synagoge
gegenüber der Kirche |
Prägend für die Synagoge in Weingarten: das neo-islamische Portal |
Fotos nach 1945/Gegenwart
Fotos um 1985:
(Fotos: Hahn) |
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Das Grundstück der
ehemaligen Synagoge
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Dasselbe. Eine Gedenktafel durfte an
der Mauer nicht angebracht werden. |
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Foto von 1993
(Quelle: Turmberg-Rundschau Weingarten 19.2.1993) |
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Gideon Nissenbaum (links) vom Oberrat der Israeliten Badens und
Bürgermeister Scholz bei der Enthüllung der Gedenktafel am Wartturm im
Februar 1993 |
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Fotos 2003/04:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 15.9.2003 bzw. mit * J.
Krüger, Karlsruhe, aufgenommen 2004) |
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| Blick auf das ehemalige
Synagogengrundstück* |
Blick von der Mauer am
ehemaligen Synagogengrundstück auf die katholische Kirche mit der
Gedenktafel |
Die Gedenktafel von 1985
an
der katholischen Kirche |
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| Blick vom Wartturm auf
katholische Kirche. Links daneben das ehemalige Synagogengrundstück (Aufnahme
wie historisches Foto oben) |
Der Wartturm mit den
Gedenktafeln;
die rechte erinnert an die jüdischen Mitbürger Weingartens |
Die Gedenktafel von 1993
am
Wartturm |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden.
1968. S. 287-289. |
 | Karl Diefenbacher: Ortssippenbuch Weingarten. 1980. |
 | Hayo Büsing: Die Geschichte der Juden in Weingarten (Baden).
Seminararbeit WS 1982/83. Wissenschaftlich-Theologisches Seminar Universität
Heidelberg. |
 | ders.: Die Geschichte der Juden in Weingarten (Baden) von den Anfängen im
Mittelalter bis zum Holocaust. 1991. |
 | Wilhelm Kelch: Die Weingartener israelitische Gemeinde und ihre Synagoge
(mschr.). |
 | Jürgen Stude: Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe. 1990.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Weingarten Baden. (*) The first mention of
Jews in Weingarten dates back to the first half of the 16th century. The
community expanded in the early 19th century. A synagogue was built in 1830 and
the Jewish population reached 177 in 1871. The Jewish population declined
steadily to 60 in 1933 (total 5,056). During the Kristallnacht disturbances (9-10
November 1938), the synagogue was destroyed. Thirty-two Jews emigrated. the last
24 were deported to the Gurs concentration camp on 22 October 1940 and another
seven to other camps after leaving Weinarten. In all, 20 perished in Auschwitz
and four survived the Holocaust.

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