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Riede (Gemeinde
Bad Emstal, Kreis Kassel)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Riede bestand eine jüdische
Gemeinde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach Auflösung der Gemeinde
gehörten die hier noch lebenden jüdischen Personen zur jüdischen Gemeinde in Naumburg.
Über die jüdische Gemeinde in Riege gibt es noch Archivalien im Staatsarchiv
Marburg, die über das jüdische Gemeindeleben Auskunft geben.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts lebten zeitweise 30 und mehr jüdische Personen in
Riede. Ende des 19. Jahrhunderts sollen es noch 32 jüdische Einwohner gewesen
sein.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.) und eine jüdische Schule
(Raum für den Unterricht der Kinder).
Von den in Riede geborenen und/oder längere Zeit am Ort
wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Jeanette Ferse geb.
Kander (1852), Rosa (Röschen) Frankenberg geb. Kander (1880), Hedwig Heinemann
(1870), Julius Heinemann (1900), Nathan Heinemann (1869), Julius Heinemann
(1926), Louis Kander (1878), Bernhard Schlesinger (1857).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
| In jüdischen Periodika des 19./20.
Jahrhunderts wurden zur jüdischen Geschichte in Riede noch keine
Beiträge gefunden. |
Zur Geschichte der Synagoge
Die in Riede lebenden jüdischen Familien unterhielten nach
Vermutung vor Ort vermutlich bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Synagoge im
Anbau eines Hauses in der Elbenberger Straße. Das Gebäude wurde 1910
verkauft. Im damaligen Grundbucheintrag wird das Gebäude aufgeführt mit
"a) Wohnhaus mit Stall b) Synagoge (B), c) Scheune mit Stall (A)".
Beim Verkauf wurde ausdrücklich festgehalten: "So lange auf dem
Grundstück das Synagogengebäude steht, dürften in diesem Schweineställe
nicht eingerichtet werden".
Das Gebäude, in dem die Synagoge eingerichtet war, war bereits in der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts in jüdischem Besitz. 1828 gehörte es Aaron
Kanter, der in diesem Haus wohnte und möglicherweise zunächst einen Raum
seines Hauses der jüdischen Gemeinde am Ort für einen Betsaal zur Verfügung
stellt. Aus der Geschichte der Synagoge liegt auch eine Beschwerde des Isaak
Katz aus Heimarshausen aus den 1850er-Jahren vor. Isaak Katz wollte einen Stand
(Betpult) in der Rieder Synagoge bekommen, was jedoch offenbar nicht leicht
möglich war.
Adresse/Standort der Synagoge: Anbau
des Hauses Elbenberger Straße 3 (frühere Hauptstraße 16)
Fotos
| Es sind noch keine
Fotos zur jüdischen Geschichte in Riede vorhanden. |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Literatur zur jüdischen Geschichte in Riede liegt noch
nicht vor. |
n.e.

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