Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Riede (Gemeinde Bad Emstal, Kreis Kassel)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

         

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

In Riede bestand eine jüdische Gemeinde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach Auflösung der Gemeinde gehörten die hier noch lebenden jüdischen Personen zur jüdischen Gemeinde in Naumburg.  Über die jüdische Gemeinde in Riege gibt es noch Archivalien im Staatsarchiv Marburg, die über das jüdische Gemeindeleben Auskunft geben.  
    
Im Laufe des 19. Jahrhunderts lebten zeitweise 30 und mehr jüdische Personen in Riede. Ende des 19. Jahrhunderts sollen es noch 32 jüdische Einwohner gewesen sein. 
      
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.) und eine jüdische Schule (Raum für den Unterricht der Kinder).    
       
Von den in Riede geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Jeanette Ferse geb. Kander (1852), Rosa (Röschen) Frankenberg geb. Kander (1880), Hedwig Heinemann (1870), Julius Heinemann (1900), Nathan Heinemann (1869), Julius Heinemann (1926), Louis Kander (1878), Bernhard Schlesinger (1857).     
   

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  

In jüdischen Periodika des 19./20. Jahrhunderts wurden zur jüdischen Geschichte in Riede noch keine Beiträge gefunden.  

  
     

         
Zur Geschichte der Synagoge

Die in Riede lebenden jüdischen Familien unterhielten nach Vermutung vor Ort vermutlich bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Synagoge im Anbau eines Hauses in der Elbenberger Straße. Das Gebäude wurde 1910 verkauft. Im damaligen Grundbucheintrag wird das Gebäude aufgeführt mit "a) Wohnhaus mit Stall b) Synagoge (B), c) Scheune mit Stall (A)". Beim Verkauf wurde ausdrücklich festgehalten: "So lange auf dem Grundstück das Synagogengebäude steht, dürften in diesem Schweineställe nicht eingerichtet werden".   
 
Das Gebäude, in dem die Synagoge eingerichtet war, war bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in jüdischem Besitz. 1828 gehörte es Aaron Kanter, der in diesem Haus wohnte und möglicherweise zunächst einen Raum seines Hauses der jüdischen Gemeinde am Ort für einen Betsaal zur Verfügung stellt. Aus der Geschichte der Synagoge liegt auch eine Beschwerde des Isaak Katz aus Heimarshausen aus den 1850er-Jahren vor. Isaak Katz wollte einen Stand (Betpult) in der Rieder Synagoge bekommen, was jedoch offenbar nicht leicht möglich war.     
   

    
  
Adresse/Standort der Synagoge   Anbau des Hauses Elbenberger Straße 3  (frühere Hauptstraße 16)       

Fotos  

Es sind noch keine Fotos zur jüdischen Geschichte in Riede vorhanden.

   
     
Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Bad Emstal    

Website des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal e.V. mit Seite zur Synagogengemeinde Bad Emstal - Riede    

Literatur:  

Literatur zur jüdischen Geschichte in Riede liegt noch nicht vor.

        n.e.  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 04. Dezember 2010