Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Pretzfeld (Kreis Forchheim)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
- Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde    
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen   
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)          
   
In Pretzfeld bestand eine jüdische Gemeinde bis 1875. Ihre Entstehung geht in mittelalterliche Zeiten zurück. Vermutlich konnten sich einige aus Nürnberg beim Pogrom 1298 geflohene Juden hier (wie auch in Ebermannstadt und Waischenfeld) niederlassen. Erstmals wird 1326 ein jüdische Bewohner des Ortes genannt: damals bürgte Suezzlein von Pretzfeld für neu aufgenommene jüdische Bürger in Nürnberg. Vermutlich ist er mit einem 1324 in Nürnberg aufgenommenen Suzlein identisch und ist möglicherweise in dieser Jahr von Pretzfeld nach Nürnberg gezogen. 1338 wird er mit seinem Sohn Isaak genannt; möglicherweise starben beide zwischen 1338 und 1349 den Märtyrertod. 1452 bis 1462 lebten in dem damals den Herren von Wiesenthau gehörenden Ort sieben jüdische Geldhändler, die Bewohnern der näheren Umgebung sowie der Familie von Wiesenthau Darlehen gaben. Zur Eintreibung der Schulden mussten sie mehrfach vor dem Landgericht Bamberg Klage erheben. Ob die im Ort noch vorhandene Straße "Judengasse" auf das Mittelalter zurückgeht oder erst später den Schwerpunkt der jüdischen Ansiedlung im Dorf bezeichnete, ist nicht bekannt.
     
Auch im 16. Jahrhundert werden Juden am Ort genannt, wie die Steuerrechnungen des Amtes Forchheim und Protokollbücher des Landgerichts Bamberg für die Jahre 1525 bis 1611/12 zeigen. 1593 waren es drei jüdische Familien am Ort, 1608 bereits 13 Familien, 1629 23 Familien auf verschiedenen ritterschaftlichen Lehen. Durch die Folgen des Dreißigjährigen Krieges ging die Zahl der Juden zurück. 1661 sind wieder drei jüdische Familien am Ort, 1700 dreizehn Familien. Für die Wiederherstellung des heruntergekommenen Schlosses lieh die Schlossherrenfamilie von Stiebar über 16.000 Gulden von jüdischen Darlehensgebern. Überwiegend lebten die jüdischen Familien jedoch inzwischen vom Klein- und Hausierhandel. Bis 1736 war ihnen der Viehhandel nicht erlaubt. 
    
1716 wurde offenbar ein zwölfjähriges Mädchen von einem jüdischen Bewohner ermordet. Dieser gestand den Mord, ließ sich taufen und wurde später in Bamberg gerädert. Die Geschichte wurde als "Ritualmord" von Pretzfeld tradiert.
  
1762 belehnte der Fürstbischof (in Personalunion in Würzburg und Bamberg) Adam Friedrich von Seinsheim (1708-1779) seinen Bruder, den Grafen Josef Franz Maria von Seinsheim (1707-1787) mit dem Rittergut Pretzfeld.  
    
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule, ein rituelles Bad (Mikwe) und einen eigenen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben in der Gemeinde war ein jüdischer Lehrer am Ort, der meist auch als Vorsänger und Schächter tätig war genannt. Um 1811/18 (vermutlich noch einige Jahre danach) handelte es sich um Lehrer Jakob Levi Müller aus Stadtlengsfeld (genannt in der Ortsmatrikel-Zusammenstellung von 1811 als "Rebba, Vorsinger, Schächter, siehe unten). Ab 1826 wohnte der Lehrer in einem der Synagoge angebauten Haus (Schlossberg 5, siehe unten bei Synagogengeschichte). Die gut erhaltene, 1997 renovierte Mikwe könnte bereits aus der Zeit Mitte des 14. oder des 15. Jahrhunderts stammen. Zu ihr führen 26 Kalksteinstufen hinab. Sie ist von dem Privatanwesen Schlossberg 5 jedoch nur selten zugänglich.
    
Im 19. Jahrhundert lebten die jüdischen Familien zunächst vor allem vom Vieh- und Schnittwarenhandel. Ab 1823 ist auch ein Eisen- und Lederhändler genannt. Das kamen in der Mitte des 19. Jahrhunderts einzelne Handwerker (Seilermeister, Seifensieder, Metzger). Über die Zahl der jüdischen Einwohner liegen für das 19. Jahrhundert folgende Angaben vor: 1811 65 jüdische Einwohner (8,8 % von insgesamt 739 Einwohnern), 1824 die Höchstzahl von 87 jüdischen Einwohnern (11 % der Gesamteinwohnerschaft), 1840 78 (9,5 % von 824), 18457 70 (8,9 % von 790), 1852 48 (6,2 % von 770), 1875 8 (1,0 % von 773), 1890 und 1900 je 4, 1911 3. 
    
Das Schloss Pretzfeld wurde 1852 von den Grafen von Seinsheim an den jüdischen Großhändler Joseph Kohn aus Nürnberg verkauft. Nach seinem Tod teilten sich die Besetzrechte die beiden Töchter Lina Herz und Maria Wimpfheimer. Lina Herz stiftete 1894 ein Wohnhaus zur Errichtung einer Kleinkinderbewahranstalt und eine Winterschule für Mädchen. Ein Stiftungskapital von 25.000 Goldmark stand zur Verfügung. Dafür erhielt sie von der bürgerlichen Gemeinde Pretzfeld 1918 das Ehrenbürgerrecht. Zwei Jahre nach dem Tod von Lina Herz drangen Nationalsozialisten beim Novemberpogrom 1938 gewaltsam in das Schloss ein und richteten eine Sachschaden von 20.000 Mark an. Nach 1950 wurde der 1937 emigrierte Enkel von Lina Herz - Fritz Hermann - der alleinige Eigentümer des Schlosses. Später wurden seine beiden in England lebenden Söhne Besitzer des Schlosses.
Gegen neun beim Novemberpogrom 1938 Beteiligten fand im April 1948 ein Prozess vor dem Landgericht Bamberg statt. Zwei wurden freigesprochen, sieben erhielten Gefängnisstrafen von vier Monaten bis zu zwei Jahren und drei Monaten. 
  
Von den in Pretzfeld geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Julius Heller (1861, später in Nürnberg wohnhaft), Lehmann Heller (1868, später in Nürnberg wohnhaft), Meier (Maier) Heller (1869, 1919 bis 1936 Lehrer in Leutershausen, zuletzt in Fulda wohnhaft), Wilhelmine Pfefferblüth geb. Lindner (1870, später in München wohnhaft).  
    
    
    
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
  
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und Vorsänger   
Über Lehrer Jakob Levi Müller aus Stadtlengsfeld   

Pretzfeld Lehrer Mueller 010.jpg (248728 Byte)Lehrer Jakob Levi Müller, um 1811/18 (vermutlich auch noch in den folgenden Jahren) "Rebba, Vorsinger, Schächter" in Pretzfeld. Die Bildunterschrift lautet übersetzt: "Dies ist ein Bildnis des vornehmen (Ehrentitel: Kazin) Jakob, Sohn des ehrenwerten Alexander Müller Segal (= Levi) aus der Heiligen Gemeinde Stadtlengsfeld, derzeit Vorbeter und Treuhänder in der Heiligen Gemeinde Pretzfeld". 
Das Bild wurde sehr wahrscheinlich - auf Grund des Monogramms AS - von dem adligen Dilettanten August Graf von Seinsheim (1789-1869) gezeichnet, der 1816/17 im Nazarenerkreis in Rom war und aus der Familie Seinsheim stammte, die zwischen 1764 und 1852 Eigentümer von Schloss Pretzfeld war. Vermutlich hat der Maler den Dargestellten bei einem Besuch in Pretzfeld kennengelernt und gezeichnet, als Erinnerungsbild oder als Freundesgabe.
Quelle: Privatbesitz; mit freundlicher Unterstützung durch Prof. Dr. Michael Thimann, Georg-August-Universität Göttingen, Kunstgeschichtliches Seminar und Kunstsammlung. 
Zu August Graf von Seinsheim siehe Artikel in der Deutschen Biographie.   

   
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
90. Geburtstag von Dr. Moritz Weichselbaum (in Fürth 1892)     

Fuerth AZJ 29011892.jpg (46783 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 29. Januar 1892: "Fürth, 23.Januar (1892). In seltener Frische des Geistes und Rüstigkeit des Körpers begeht heute der Nestor der hiesigen Ärzte, Herr Dr. Moritz Weichselbaum, das 90. Geburtsfest. Am 23. Januar 1802 in Pretzfeld geboren, übt er seit 5. Februar 1829 die ärztliche Praxis hier aus. Er zählt heute noch zu den von der Stadt ernannten Armenärzten. Den vielen Glückwünschen für sein Wohlergehen schließen wir die unsrigen an." 

  
Zum Tod der aus Pretzfeld stammenden Regina Burgunder geb. Long (gest. 1906 in New York) 

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 27. April 1906: "New York. In ihrem 83. Jahre verschied Frau Regina Burgunder geb. Long, Witwe des Herrn Seligmann Burgunder. Die Verstorbene, die in Pretzfeld geboren war, und ihr verstorbener Gatte erfreuten sich in weitesten Kreisen großen Ansehens. Oktober 1902 war es ihnen vergönnt, die goldene Hochzeit zu feiern".   

  
  
  
Zur Geschichte der Synagoge      
    
1620 wird ein "Schulklopfer" am Ort genannt, dessen Aufgabe die Einladung zu den Gottesdiensten war. Damals war somit eine Synagoge vorhanden. 1624 wird in der Pfarrbeschreibung festgehalten: "...dann außerhalb des Schlosses im Dorf an der Stiebar'schen Vogteibehausung von hintenwärts in einem Winkel zwischen anderen gemeinen Häusern, wo zuvor ein Stadel gestanden, jetzt eine jüdische Synagoge oder Schul, von welcher 'Wolfsspeluncken' der Junker Georg Sebastian Stiebar jährlich ein ansehnliches Stadtgeltt und Aufhebens hat". Demnach gab es einen Zugang zur Synagoge von hintenwärts, das heißt aus der Richtung des Schlosses. Nach dem Grundsteuerkataster kam das Grundstück der Synagoge und Schule erst 1626 in den Besitz der jüdischen Gemeinde (Grundstück des Hauses Nr. 130 auf heutigem Grundstück Am Schlossberg 5). 1686 wurde der Platz vor der Synagoge von der jüdischen Gemeinde dazu erworben. Damit konnte man einen direkten Zugang von der Straße her schaffen. 
    
Über 200 Jahre war die Pretzfelder Synagoge Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens am Ort. Nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde wurde das Grundstück mit der Synagoge und der Schule verkauft. Um 1900 wurde das Grundstück weiter verkauft. Die ehemalige Synagoge wurde abgebrochen, das angebaute Schulhaus in eine Scheune verwandelt.   
    
Im jüdischen Schulhaus (Am Schlossberg 5) fand von 1826 an für wenige Jahrzehnte der Unterricht der jüdischen Kinder statt. Zuvor hatten sie die christliche Schule in Pretzfeld besucht. Im Jahr der Gründung der Schule 1826 gab es 26 schulpflichtige jüdische Kinder. Im Schulhaus wohnte auch der jüdische Lehrer, der zugleich als Vorbeter und Schächter tätig war. 1832 wird über den Zustand des jüdischen Schulhauses berichtet: "Das Lehrzimmer der israelitischen Religionsschule dahier ist neben der Synagoge zur ebenen Erde, kalt, feucht, ungesund, mit einem schlechten Ofen versehen und kann im Winter ohne einen bedeutenden Holzaufwand nicht benützt werden. Der Lehrer hält also während der Wintermonate, über eine Stiege, in seinem Wohnzimmer Schule, und hat dieses bisher lediglich aus gutem Willen getan, um der jüdischen Gemeinde die Heizungskosten zu ersparen... Da aber dieses Schulehalten im Wohnzimmer mit mancherlei Nachteilen und Unannehmlichkeiten verbunden ist, so ist sehr zu wünschen, dass das Lehrlokal verbessert und das Holz zur Beheizung desselben durch die israelitische Gemeinde beigeschafft werde..."
     
     
Adresse/Standort der SynagogeAuf dem Grundstück im Bereich des Grundstückes "Am  Schlossberg 5".  
     
     
Darstellungen / Fotos    

Die Mikwe in Pretzfeld     Pretzfeld Mikwe 010.jpg (29302 Byte)    
    Plan der Mikwe von Pretzfeld 
(Quelle: Guth s. Lit. S. 277) 
   
       
       
Fotos 2007 
(Fotos: Hahn; Aufnahmedatum 10.4.2007, 
Foto des Zugangs zur Mikwe: J. Hanke, Kronach, Aufnahme von 2003)
   
Pretzfeld Judengasse 200.jpg (99777 Byte) Pretzfeld Judengasse 201.jpg (77913 Byte) Pretzfeld Judengasse 202.jpg (53395 Byte)
Die "Judengasse" in Pretzfeld   Straßenschild  
   
Pretzfeld Synagoge 200.jpg (84142 Byte) Pretzfeld Synagoge 201.jpg (128039 Byte) Pretzfeld Mikwe 017.jpg (93053 Byte)
Links zurückgesetzt: heutiges Haus 
"Am Schlossberg 5" 
Blick über den Hof beim Gebäude 
"Am Schlossberg 5" 
Zugang zur Mikwe auf dem Grundstück 
"Am Schlossberg 5"  
     
     
Gebäude der zum Andenken an das 
Ehepaar Dr. Heinrich und Lina Herz
 gestifteten "Kinderbewahranstalt"
(Foto: Jürgen Hanke, Kronach)
Pretzfeld Kleinkinderbewahranstalt 010.jpg (69327 Byte) Pretzfeld Hinweistafel 010.jpg (65329 Byte)
    Gebäude der "Kinderbewahranstalt" mit Hinweistafel: "Kinderbewahranstalt. 
Gestiftet zum Andenken an den verstorbenen Rechtsanwalt Dr. Heinrich Jos. Herz 
und dessen Ehefrau Lina Herz geb. Kohn 1894". 
   

Pretzfeld_Judenfriedhof-1.jpg (118858 Byte)Links: die von der "Lokalen Aktionsgruppe Kulturerlebnis Fränkische Schweiz e.V.") am jüdischen Friedhof aufgestellte Informationstafel zum jüdischen Friedhof und zur jüdischen Geschichte in Pretzfeld (zum Lesen bitte Textabbildung anklicken, auch als pdf-Datei eingestellt). 

   
   

  
   

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Pretzfeld  
Artikel zu den Ereignissen beim Novemberpogrom 1938 bei www.juden-in-bamberg.de 
Zur Seite über den jüdischen Friedhof in Pretzfeld (interner Link)  

Literatur:  

Germania Judaica II,2 S. 663-664; III,2 S. 1153-1154.
Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918-1945. Geschichte und Zerstörung. 1979 S. 147.
Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 218-219.
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany - Bavaria. Hg. von Yad Vashem 1972 (hebräisch) S. 245-246. 
Klaus Guth (Hg.) u.a.: Jüdische Landgemeinden in Oberfranken (1800-1942). Ein historisch-topographisches Handbuch. Bamberg 1988. zu Pretzfeld S. 270-282 (mit weiteren Quellenangaben). 
Forchheimer Land T01.jpg (37188 Byte)Georg Knörlein: Jüdisches Leben im Forchheimer Land.  Verlag Medien und Dialog. Haigerloch 1998. S. 15-16.
Michael Nitz: Die Mikwe in Pretzfeld. In: Volker Liedke (Hg.): Ars Bavarica - Gesammelte Beiträge zur Kunst, Geschichte, Volkskunde und Denkmalpflege in Bayern und in den angrenzenden Bundeslängern. Bd. 27/28 S. 143-147.
Franken Obpf Lit 010.jpg (75915 Byte)Hans-Peter Süss: Jüdische Archäologie im nördlichen Bayern. Franken und Oberfranken. Verlag Dr. Faustus Büchenbach 2010 (Reihe: Arbeiten zur Archäologie Süddeutschlands Band 25). Zu Pretzfeld S. 104-106.  

  
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Pretzfeld  Upper Franconia. Jews are mentioned in the 14th century and in the 16th and 17th centuries, resided on estates belonging to the nobility. In 1719 they were restricted to the cattle trade and in the late 18th century, most of their letters of protection were canceled and they left. The community numbered 75 in 1812(total 779) and ended in 1866 when it was attached to Hagenbach.   
   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 17. Februar 2016