Zur
Entstehung der neuen Gemeinde
In den 1980er-Jahren konnte eine neue jüdische Gemeinde (Israelitische
Kultusgemeinde Pforzheim) begründet werden konnte. Sie erfuhr seit den
1990er-Jahren starken Zuwachs von jüdischen Gläubigen aus den ehemaligen
Ländern der Sowjetunion. Die Jüdische Gemeinde versteht es als wichtige
Aufgabe, den zugewanderten Gläubigen in Pforzheim geistliche Wegweisung und
Orientierung zu geben. Darüber hinaus sollen die neuen jüdischen Bürger
unterstützt werden, sich in das Leben der Stadt zu integrieren. Gegenwärtig
(Stand September 2011) besteht die Jüdische Gemeinde Pforzheim aus 430
Mitgliedern, darunter 80 Jugendliche unter 16 Jahren. Darüber hinaus gibt es
etwa 70 Personen, die durch ihre jüdischen Ehepartner am Gemeindeleben
teilnehmen.
Zur Geschichte der Betsäle / der Synagoge 1945 - 2006
Erstes Zentrum der jüdischen Gemeinde war
bis 1961 in Brötzingen in der Privatwohnung von Moritz Reis bis 1961.
In den 1990er-Jahren gab es einen Betsaal in einem Haus am Marktplatz, später in der Zerrenner
Straße am Waisenhausplatz. 2003/04 war zunächst der Bau einer neuen Synagoge in den Kallhardtanlagen mit einem jüdischen Gemeindezentrum
geplant. Dieser Plan wurde nicht verwirklicht. Im Frühjahr 2004 konnte die Israelitische
Religionsgemeinschaft Baden das dreistöckige Gebäude der ehemaligen
Landeszentralbank (LZB) an der Emilienstraße 20/22 für die inzwischen (Stand
Anfang 2006) etwa 430
Mitglieder zählende jüdische Gemeinde in Pforzheim (davon 80 Jugendliche unter
16 Jahren) erwerben. Das Gebäude wurde bis Anfang 2006 nach den Plänen von Architekt
Nathan Schächter (Münster) zu einem jüdischen Gemeindezentrum mit
Synagoge, Schule, Gemeindeverwaltung und weiteren Einrichtungen umgestaltet. Am
15. Januar 2006 wurde die neue Synagoge in Anwesenheit des früheren
aschkenasischen Oberrabbiners von Jerusalem Israel Meir Lau und des damaligen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Günter Oettinger feierlich eingeweiht.
Die Einweihung der neuen Synagoge
am 15. Januar 2006

Das Programm:
 |
 |
 |
 |
| Letzte Vorbereitungen |
Um 15 Uhr: Der
Betsaal ist voll besetzt |
Im Hintergrund der hintere
Teil der Frauenempore |
| |
|
| |
|
|
 |
 |
 |
 |
| Der feierliche
Einzug und die Einbringung der Tora - dadurch wird das Gebäude zur
Synagoge |
| |
 |
 |
 |
 |
Oberrabbiner Lau begrüßt
Ministerpräsident Oettinger |
Einige Rabbiner sowie
Vertreter der Kirchen |
Oberkantor Raphael Polani
(Mannheim) |
Begrüßung durch den
Vorsitzenden
der IKP Rami Suliman |
| |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
Ansprache von Oberrabbiner
Israel Meir Lau |
Ansprache von
Ministerpräsident
Günter Oettinger |
Ansprache von Vizepräsidentin
Charlotte Knobloch |
Ansprache von
Oberbürgermeisterin
Christel Augenstein |
| |
|
|
| |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
Gratulationen nach der Feier:
rechts hinten Andrew W.
Hilkowitz, Moderator der
Einweihungsfeier |
Begehrter
Gesprächspartner -
Oberrabbiner Israel Meir Lau |
In der Mitte: David
Seldner,
Vorsitzender der Jüdischen
Kultusgemeinde in Karlsruhe |
| |
| |
|
|
 |
 |
 |
|
Oberbürgermeisterin
Augenstein im Gespräch |
Im Gespräch mit
Barbara Traub, Vorstandssprecherin der
Israelitischen Gemeinde
Württembergs: links Rami Suliman,
rechts Charlotte Knobloch |
|
| |
| |
|
|
 |
 |
 |
|
Oberrabbiner Lau trägt sich
in
das Goldene Buch der
Stadt Pforzheim ein |
Stehempfang - Blick von
der
Frauenempore |
Nach der Feier auf
der
Frauenempore |
|
| |
|
| |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Der Vorhang (Parochet)
vor dem
Toraschrein |
Die Rundleuchter
über dem vorderen Bereich des
Betsaales zeigen Texte aus der Tora |
|
| |
|
|
 |
 |
|
|
Am Eingang erinnert ein Foto
an die 1938 zerstörte
Synagoge Pforzheims |
Über dem
Eingangsbereich |
|
|
| |
Juli bis
September 2011: Ausstellung "Jüdisches Leben in
Pforzheim" in der Galerie Pforzheim
(Bleichstraße 81:
Öffnungszeiten siehe auf der Website der Stadt Pforzheim: Seite
zur Galerie Pforzheim) |
| Zum Lesen der Presseartikel:
bitte Textabbildungen anklicken |
|
 |
 |
 |
Oben: Artikel im
"Pforzheimer Kurier"
vom 1. Juli 2011 von Susanne Roth:
Alle Facetten eingefangen. Ausstellung
zum jüdischen Leben in Pforzheim"
|
Artikel in der
"Pforzheimer Zeitung"
vom 1. Juli 2011 von Olaf Lorch-Gerstenmaier:
"Bestandteil der Stadtgeschichte. Vom
Mittelalter bis zur neuen Synagoge: Ausstellung:
Jüdisches Leben in Pforzheim" in der Galerie. |
Oben: Artikel in der
"Pforzheimer Zeitung"
vom 4. Juli 2011 von Olaf Lorch-Gerstenmaier:
"Zu Gast in der Stadt: der Historiker
Uri Kaufmann. 'Im Zentrum spiegelt sich
die Krise wider'".
|
| |
|
|
| |
| September
2011: Der Verein "Pro
Synagoge" löst sich nach zehnjähriger erfolgreicher Arbeit
auf |
| Artikel in der
Pforzheimer Zeitung" vom 12. September 2011: Link
zum Artikel; eingestellt auch
als pdf-Datei. |
| |
| |