Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Öttershausen (Stadt Volkach, Kreis Kitzingen)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  

In Öttershausen bestand eine jüdische Gemeinde bis um 1880. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück.  
    
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: Zahlen liegen noch nicht vor; um 1817/20 dürften es nicht mehr als 15-20 Personen gewesen sein. 
 
Bei der Erstellung der Matrikellisten 1817 werden in Öttershausen auf insgesamt fünf Matrikelstellen die folgenden jüdischen Familienvorstände genannt (mit neuem Familiennamen und Erwerbszweig): Samuel Mayer (Vieh-, Weinhandel und dergleichen), Loeser Benedict Guttmann (Waren- und Viehhandel), Benedict Hirsch (Viehhandel), Raphael Benedict Frank (Viehhandel), Isaac Mayer Böhr (Pferdehandel).   
  
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule mit Lehrerwohnung, möglicherweise ein rituelles Bad.  Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die Einrichtungen befanden sich außerhalb des Gutshofes im Bereich einer rein jüdischen Siedlung, bestehend aus mehreren Häusern. Vorn an der Straße sieht man - nach Angaben bei Schwierz s.Lit. - "die (inzwischen vermutlich mehrfach umgebaute) Lehrerwohnung".  
  
Um 1880 löste sich die Gemeinde auf.    
  
Von den in Öttershausen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"):  
    
     

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde     

In jüdischen Periodika des 19-/20. Jahrhunderts wurden noch keine Berichte zur jüdischen Geschichte in Öttershausen gefunden 

   

   

Zur Geschichte der Synagoge   
       
Eine Synagoge unbekannten Baujahres war vorhanden. Überreste des Gebäudes - zwei Mauern mit mehreren Originalfenstern - sind noch erhalten (Stand 1992).   
   

Adresse/Standort der Synagoge  erstes Haus rechts des Gutshofes über der Straße     

Fotos

Das Synagogengebäude
(Quelle: Schwierz 1988 S. 102)
Oettershausen Synagoge 150.jpg (46271 Byte)  
  Überreste der ehemaligen Synagoge in den 1980er-Jahren  
     
  Aktuelle Fotos werden noch erstellt  

     
     

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Volkach  

Literatur:  

Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 102; 1992² S. 112.     
Dirk Rosenstock: Die unterfränkischen Judenmatrikeln von 1817. Eine namenkundliche und sozialgeschichtliche Quelle. Reihe: Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg Band 13. Würzburg 2008. S. 238.   
   

n.e.

            

   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 21. Februar 2010