Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Marburg (Kreisstadt) 
Jüdischer Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite zu den Synagogen in Marburg vor 1938/45 (interner Link)   
Zur Seite über die Synagogen in Marburg nach 1945 (interner Link)   
 
  

Zur Geschichte des Friedhofes     
      
Einen ersten jüdischen Friedhof gab es in Marburg im Mittelalter. Er wird als "der juden kirchob" (1375,1441,1442) bzw. als "juddenkirchoff" (1455-92) genannt. Er lag vor der Vorstadt Weidenhausen bei der Männersieche (vgl. heutige Straßenbezeichnung "An den Siechengärten"), etwa dort, wo sich der heutige jüdische Friedhof befindet. Der Friedhof wurde vermutlich schon 1375 nicht mehr benutzt, sondern in Garten-, später in Ackerland umgewandelt.
  
Ein neuer jüdischer Friedhof wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Die ältesten lesbaren Inschriften sind von 1853 bis 1858. Der Friedhof wurde auch nach 1945 belegt, unter anderem von KZ-Überlebenden (DPs), die zwischen 1947 und 1949 im Bereich Marburg verstorben sind. 
  
Seit der Neubegründung der jüdischen Gemeinde in Marburg in den 1980er-Jahren ist der Friedhof wieder die Begräbnisstätte der jüdischen Gemeinde Marburg. Die Friedhofsfläche umfasst 50,17 ar.
          
    

Lage des Friedhofes  
  
Der Friedhof liegt am Anfang des "Alten Kirchhainer Weges". 
  
Link zu den Google-Maps:    
  

Größere Kartenansicht  


Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 25.3.2008)    

Marburg Friedhof 262.jpg (133504 Byte) Marburg Friedhof 253.jpg (109771 Byte) Marburg Friedhof 250.jpg (111485 Byte)
Der Friedhof liegt in der Flur "An den Siechengärten" Eingang zum 
Friedhof
Hinweistafeln 
am Eingang
     
Marburg Friedhof 252.jpg (58963 Byte) Marburg Friedhof 255.jpg (120542 Byte) Marburg Friedhof 256.jpg (113894 Byte)
Hinweistafel Blick über den Friedhof (neuerer Teil) Neuere Gräber
      
Marburg Friedhof 254.jpg (117391 Byte) Marburg Friedhof 258.jpg (134106 Byte) Marburg Friedhof 259.jpg (132078 Byte)
Teilansichten des Friedhofes
 
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Teilansichten des Friedhofes 
 
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Teilansichten des Friedhofes
 
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Grabstein und Baum: Natur 
und Geschichte verbinden sich
Grabstein links für Frommet, Frau des Ahron Lukas (wie unten) und rechts für Ahron Sohn des Jehuda HaLevi mit Levitenkannen (gest. 1873)  Grabsteine links für Johanna Freund geb. Hirsch (gest. 1877) und rechts für Salomon Freund (1843-1887)
   
     
Marburg Friedhof 261.jpg (96197 Byte) Marburg Friedhof 269.jpg (71977 Byte) Marburg Friedhof 271.jpg (87421 Byte)
Grabstein für "Hanna Tochter des Schmuel", gest. 23. Marcheschwan (5)645 = 11. November 1884 Grabstein für Merle Wertheim 
geb. Hess (1800-1872)
Grabstein für Jette, Frau des Isak Freund, gest. am 9. Siwan (5)590 = 31. Mai 1830 
      
Marburg Friedhof 279.jpg (78267 Byte) Marburg Friedhof 274.jpg (103665 Byte) Marburg Friedhof 257.jpg (83781 Byte)
Grabstein für Frommet, die Frau von Ahron Lukas aus Marburg, gest. 11. Adar (5)629 = 22. Februar 1869 Grabsteine für links Bernhard Freund (1819-1907) und Rosalie Freund geb. Haas (1844-1914) "Segnende Hände" 
der Kohanim
     
Marburg Friedhof 264.jpg (94416 Byte) Marburg Friedhof 270.jpg (100887 Byte) Marburg Friedhof 272.jpg (109813 Byte)
Grabstein für Privatdozent Joseph Hoffa, gest. 14. Nissan 5613 = 22. April 1853   Hohes Grab im Hintergrund für Baruch Strauss und Josephine Strauss geb. Kaufmann (1843-1904)
     
Marburg Friedhof 278.jpg (100950 Byte) Marburg Friedhof 277.jpg (77182 Byte)   
  Grabstein für Rechtsanwalt Dr. Werner Lucas (1906-1986)  
     

      
   

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Marburg 
Website der Jüdischen Gemeinde Marburg 
Zur Seite Seite über die Synagoge in Marburg (interner Link) 
Einige Fotos vom jüdischen Friedhof in Marburg: hier anklicken

Literatur:  

Germania Judaica II,846-848. 
Arnsberg II,48-60. 
Günther Rehme/Konstantin Haase: "... mit Rumpf und Stumpf ausrotten ..." Zur Geschichte der Juden in Marburg und Umgebung nach 1933. (= Marburger Stadtschriften zu Geschichte und Kultur) Marburg 1982.  

      

                   
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Stand: 01. Mai 2010