Heuchelheim bei
Frankenthal (VG Heßheim, Rhein-Pfalz-Kreis)
Die jüdischen Friedhöfe
Zur Geschichte und Lage der Friedhöfe
In Heuchelheim besteht ein älterer jüdischer Friedhof
unmittelbar beim Friedhof an der protestantischen Kirche (Kirchenstraße). Die
Friedhofsfläche beträgt 16,23 ar. Von diesem Friedhof sind (seit 1940?) keine
Grabsteine mehr erhalten. Sie wurden (zumindest teilweise) nach der Abräumung
des Friedhofes durch die Nationalsozialisten 1939 auf den jüdischen Friedhof
in Fußgönheim gebracht.
Ein neuerer Friedhof liegt nördlich des Orts. Er wurde von 1825 bis nach
1933 belegt. Die Friedhofsfläche beträgt 23,90 ar.
In Heuchelheim wurden die Verstorbenen der in Heuchelheim und den umgebenden
Orten lebenden jüdischen Familien beigesetzt. Unter anderen wurden auf den
Friedhöfen Personen aus Heuchelheim, Beindersheim, Dirmstein,
Frankenthal (bis zur Anlage eines eigenen
Friedhofes),
Gerolsheim, Großkarlbach, Heßheim, Laumersheim, Obersülzen und
Weisenheim am
Sand (später Beisetzungen in Lambsheim) beigesetzt.
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 22.6.2008)
Der ältere jüdische
Friedhof
Eingangstor zum
Friedhofsbereich
um die Kirche
Blick über den Friedhof - im
östlichen
Teil (Blickrichtung) lag der
ältere jüdische Friedhof
Hinweistafel
mit Text: "Diese Anlagen rings um die Kirche waren früher Friedhof.
Gegen Osten war ein Judenfriedhof. Gelegentlich der 1200-Jahrfeier der
Gemeinde im Jahre 1967 wurde der vorbeifließende Dorfbach und früherer
Festungsgraben in Röhren verlegt und der nördliche Friedhofteil
eingeebnet. Bürger von Heuchelheim! Hier ruhen unsere Vorfahren. Haltet
diese Anlagen in Ehren!
Brunnen auf dem
Friedhofsgelände
Der neuere jüdische
Friedhof
Teilansichten des
Friedhofes
Teilansichten des
Friedhofes
Im Vordergrund Gräber für
Moses Liebmann (aus Dirmstein, 1808-1886) und Frau (Grabplatte
zerstört, nicht mehr lesbar), rechts Babette Dornberger aus Heßheim
(gest. 1887)
Grabstein links für Sara Moos
geb. Eisemann, 39 Jahre alt,
gest. am 6.12.1888
Grabstein mit ungewöhnlicher
Form
für Merle, Frau des Mosche HaKohen
von Dirmstein
Grabstein für Baruch, Sohn
des Mosche
HaLevi mit Levitenkanne
Grabstein für Elias Lorch
aus Heuchelheim
Grabstein für Ester Hirschler
geb. Scharff (1813-1902)
Grabstein für Jakob Mayer
(1862-1912, gest. in Hessheim)
Grabstein für Simon Loeb aus
(Bad) Dürkheim (1828-1900)
Zerbrochene Platte des
Grabsteines
von Wilhelmine Bär (?) geb. Lep-- (1876-)
Einige
Herkunftsorte der Beigesetzten
außer den oben bereits genannten Orten Dirmstein, Hessheim, Heuchelheim
Grabstein für Anselm Kuhn
von
Beindersheim (1814-1846)
Leinel geb. Blum
aus Laumersheim
Franny Loeb, Witwe von Aron
Loeb
aus Gerolsheim
Johanna Leinel aus Obersülzen
Wolf aus Großkarlbach
(gest. 1872)
Dokumentation des Friedhofes von Michael Ohmsen auf youtube.com:
Teil 1:
Teil 2:
Links und Literatur
Links:
Website der Gemeinde Heuchelheim bei
Frankenthal (integriert in die Website der Verbandsgemeinde:)
Bernhard Kukatzki: Die jüdischen Friedhöfe in
Heuchelheim. In: Ludwigshafen <Landkreis>: Heimatjahrbuch. 19 (2003) '02,
S. 23-28 (Alter Friedhof an der Protestantischen Kirche).
ders./Mario Jacoby: Die jüdischen Friedhöfe in Heuchelheim bei
Frankenthal: Begräbnisstätte für Beindersheim, Dirmstein, Frankenthal,
Gerolsheim, Großkarlbach, Heßheim, Heuchelheim, Laumersheim, Obersülzen und
Weisenheim am Sand. Schifferstadt [u.a.], 2002. - 50 S.
vorheriger Friedhof zum ersten
Friedhof nächster Friedhof