Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Treysa (Stadt Schwalmstadt, Schwalm-Eder-Kreis) 
Jüdischer Friedhof  
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
    
Siehe Seite zur Synagoge in Treysa (interner Link)  
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes                  
    
Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden Treysa bis 1850 in Ziegenhain bzw. Niedergrenzebach beigesetzt. Seit dieser Zeit bestand ein eigener jüdischer Friedhof in Treysa. Der Friedhof enthält nach dem Sterberegister 164 Grabstätten. Die letzte Beisetzung fand 1939 statt. Beim Novemberpogrom 1938 wurde der Friedhof geschändet. Die Friedhofsfläche umfasst 10,89 ar.
   
Auf dem Friedhof wurde 1976 auf Initiative des aus Treysa stammenden Dr. Julius Werner Höxter ein Denkmal aufgestellt mit dem Text: "Zum Andenken an die jüdischen Bürger der Stadt Treysa, die in den Jahren 1933-1945 der Terrorherrschaft zum Opfer fielen. Ihre Seelen seien eingebunden in den Bund des Lebens."
   
Ein weiteres Denkmal wurde von "Nachkommen und Angehörigen von Benedikt Schön und Frau Rosa geb. Hahn" aufgestellt mit dem Text: "Sie klagen an und mahnen:  Theo Schön - 27.10.1893 Niederurff, 10.4.1942 KZ Lagen Sachsenhausen. Sere Bachrach geb. Schön - 21.12.1897 Niederurff, umgekommen 1943 Minsk. Neo Bachrach - 30.9.1897 Frielendorf, erschossen 1943. Paul Bachrach - 26.11.1931 Marburg, Minsk.  Milli Schön - 23.1.1904 Treysa, Gastod 1942 Auschwitz Polen.  Hannelore Schön - 22.7.1928 Kleinern, Gastod 5.3.1943, Sobibor, Polen.  Marcello Jacobson, 20.9.1923 Genua, Hunger und Infektion 18.4.1945 Transport Lübben Senftenberg Schipkau.  Jeanette Nathan geb. Schön - 9.7.1876 Treysa, 1942 Auschwitz Polen.  Jettchen Freudenthal geb. Löwenstern 20.4.1865 Affoldern, deportiert 7.9.1942 Theresienstadt, von dort deportiert 29.9.1942 nach Maly Trostinec, Polen." 
    
    
Lage des Friedhofes:  
   
Der jüdische Friedhof liegt zwischen der Wasenberger Straße und der Stephanstraße. 
   
Hinweis:
Ein Schlüssel zum Besuch des Friedhof ist hinterlegt im Blumenhaus Theo Adam in Treysa, Siebenbürgener Weg 3 (Stand: September 2008)  
   
   
   
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 14.9.2008)    

Treysa Friedhof 188.jpg (97708 Byte) Treysa Friedhof 170a.jpg (89535 Byte) Treysa Friedhof 170.jpg (62810 Byte)
Eingangstor Informationstafel mit Hinweisen zum Besuch des Friedhofes 
   
Treysa Friedhof 173.jpg (102420 Byte) Treysa Friedhof 172.jpg (111644 Byte) Treysa Friedhof 176.jpg (85085 Byte)
Blick vom Eingang über den 
Friedhof (Teilansicht)
Das 1976 auf Initiative von 
Dr. Julius Werner Höxter 
aufgestellte Denkmal.
Das von Nachkommen und Angehörigen
 von Benedikt Schön und Rosa geb. Hahn
 aufgestellte Denkmal
   
     
Treysa Friedhof 177.jpg (106644 Byte) Treysa Friedhof 178.jpg (107514 Byte) Treysa Friedhof 179.jpg (99085 Byte)
Grabsteine der 1935 Beigesetzten: 
links vorne für Milli Schwalm 
(1884-1935), rechts vorne für 
Hermann Nathan (1872-1935)
Grabstein der 1936 Beigesetzten: Mitte für
 Levi Katz (1854-1936), rechts davon 
für Abraham Schwalm II (1849-1936); links
 davon Beisetzung am 2. Schewat 5699 
(= 22. Januar 1939; Sara, Frau des Jona
Teilansicht - links der 
Grabstein für Moritz Moses 
(1876-1935)
    
     
Treysa Friedhof 180.jpg (93107 Byte) Treysa Friedhof 181.jpg (96828 Byte) Treysa Friedhof 182.jpg (95784 Byte)
Teilansicht im älteren Teil Grabstein mit Levitenkanne (Jehuda Arie,
 Sohn des Jizchak
- gest. am
 1. Marcheschwan 5677 = 28.10.1916)
Teilansicht im älteren Teil 
 
     
Treysa Friedhof 184.jpg (114153 Byte) Treysa Friedhof 185.jpg (93895 Byte) Treysa Friedhof 186.jpg (93946 Byte)
Kindergrabstein für Flora Baum
 (1894-1897) 
Schön gestaltete Grabsteine im alten Teil; Steine auf linken Foto mit Levitenkanne
 (links) und "segnenden Händen" der Kohanim (Steine von 1879/80)
   
  Treysa Friedhof 187.jpg (84804 Byte)  
  Blick vom älteren Teil über den Friedhof  

   
   

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Schwalmstadt    
Zur Seite über die jüdische Geschichte / Synagoge in Treysa (interner Link)  

Quellen:  

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Treysa 
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Treysa sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,794   Sterberegister der Juden von Treysa  1825 - 1936 https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5135982        
HHStAW 365,793   Trauregister der Juden von Treysa  1827 - 1938   https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4449191    
HHStAW 365,792   Geburtsregister der Juden von Treysa  1849 -1934  https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v290089     

 Literatur:  

Arnsberg II,309-313.  
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirk Gießen und Kassel. 1995 S. 182-184.

   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 18. Mai 2016