Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zu den Friedhöfen im Rhein-Pfalz-Kreis und im Stadtkreis Ludwigshafen
     

Roxheim (Gemeinde Bobenheim-Roxheim, Rhein-Pfalz-Kreis) 
Jüdische Friedhöfe

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

Siehe Seite über die Synagoge in Roxheim (interner Link)    
   
   
Zur Geschichte der Friedhöfe 

In Roxheim wurde ein alter Friedhof 1825 angelegt. Auf ihm wurden in der Folgezeit die in Bobenheim, Roxheim, Horchheim und Wiesoppenheim verstorbenen jüdischen Personen beigesetzt. Der Friedhof wurde spätestens in der NS-Zeit aufgelassen und abgeräumt, das Grundstück als Schulhof verwendet. Von einer endgültigen Übereignung des alten Friedhofes nahm die israelitische Kultusgemeinde in Neustadt a.d. Weinstraße 1953 Abstand.   
 
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein neuer Friedhof angelegt. Er hatte ursprünglich eine Fläche von 3,10 ar und wurde 1903 um 5,10 ar erweitert - seitdem umfasst die Friedhofsfläche 8,20 ar. 1920 wurde die Einfriedung erneuert, 1923 der Zaun instandgesetzt. Die letzte Beisetzung auf dem Friedhof war 1935 (Sigmund Blum). 
   
Nach den Schändungen des Friedhofes in der NS-Zeit wurde er nach 1945 wieder instandgesetzt. Ein Teil der Grabsteine konnte nicht mehr aufgefunden werden. Es sind noch 21 Grabsteine vorhanden. Die Namen der Beigesetzten sind: Anna Bender (gest. 1922), Moses Bender (-), Nathan Bender (1855-1934), Adolf Blum (1863-1927), Hermine Blum geb. Mandel (1843-1927), Isidor Blum (1860-1930), Julie Blum geb. Weiler (1834-1911), Moses Blum (1834-1913), Sigmund Blum (1877-1935), Hermann Fränkel (1851-1906), Isaak Herold (gest. 1867(, Regina Herold geb. Bender (1786-1869), Jendele, Frau des Jaacov (-), Rosalie Koppel (1898), Gustav Neumann (1868-1930), Mina Neumann geb. Bender (1878-1928), Bettchen Schwarz geb. Stein (1830-1929). Emilie Schwarz geb. Bender (gest. 24. Aw 5674 = 16.8.1914), Isidor Schwarz (1873-1935 in New York, Gedenkinschrift), Jakob Schwarz (1815-1899). 
 
  
Lage der Friedhöfe   

Der alte Friedhof lag hinter dem heutigen Schulhaus an dem Pfad, der hinter dem Dorf von dem Kaufweideweg bis zum Damm hinter den Hausgärten der Untergasse (Rheinstraße) führte. Er ist im Grundbuch nicht eingetragen.   
  
Der neue Friedhof liegt beim heutigen Rathausplatz an der Bobenheimer Straße.
  

Fotos 
Fotos des neuen jüdischen Friedhofes 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 2.8.2005) 

Roxheim Friedhof 113.jpg (94707 Byte) Roxheim Friedhof 100.jpg (45803 Byte) Roxheim Friedhof 111.jpg (77498 Byte)
Das Eingangstor von der 
Bobenheimer Straße
Hinweistafel Ältere Steine 
aus Sandstein
 
     
Roxheim Friedhof 101.jpg (81069 Byte) Roxheim Friedhof 102.jpg (98992 Byte) Roxheim Friedhof 112.jpg (94809 Byte)
Teilansichten des Friedhofes
 
Der Friedhof im Frühjahr 2010 
(Foto [hochauflösend]: Michael Ohmsen; 
Website von M. Ohmsen mit Fotos zu Bobenheim-Roxheim)   
(auch das Foto rechts ist von M. Ohmsen) 
Unten: Grabstein für den Mohel (Beschneider) "Jizchak genannt Eisik Ben Mosche Herold seligen Andenkens aus Bobenheim", gest. 8. Adar Scheni 5627 = 15. März 1867   
Roxheim Friedhof 190.jpg (542625 Byte) Roxheim Friedhof m010.jpg (109912 Byte) 
  
 

   
         
Videodokumentation des jüdischen Friedhofes in Bobenheim-Roxheim von Michael Ohmsen - eingestellt bei YouTube  
   
   

 

 

Links und Literatur 

Links: 

Website der Gemeinde Bobenheim-Roxheim mit Foto zum jüdischen Friedhof  

Literatur:  

Bernhard Kukatzki: Jüdisches Leben in den Rheindörfern Roxheim und Bobenheim. Schifferstadt 1993. 24 Seiten. 
Bernhard Kukatzki/Mario Jacoby: Der jüdische Friedhof in Bobenheim-Roxheim, Landkreis Ludwigshafen. Schifferstadt 1992. 31 Seiten. 
"...und dies ist die Pforte des Himmels" Synagogen - Rheinland-Pfalz. Saarland. Hg. vom Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz mit dem Staatlichen Konservatoramt des Saarlandes und dem Synagogue Memorial Jerusalem. 2005. S. 118-119 (mit weiterer Lit.) 
  
   

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 19. Januar 2012