Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Rosenberg (Neckar-Odenwald-Kreis) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde

In Rosenberg bestand eine jüdische Gemeinde bis 1888. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. 
 
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge bzw. einen Betsaal, eine Schule und ein rituelles Bad. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter tätig war. Der letzte Vorbeter dürfte Abraham Ohnhaus gewesen sein, der 1870 per Anzeige auf der Suche nach einer neuen Stelle war (siehe unten).    

Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1832 mit 74 Personen erreicht. Die Gemeinde wurde 1827 dem Rabbinatsbezirk Merchingen zugeteilt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging die Zahl der jüdischen Einwanderer schnell zurück. 1875 wurden noch 25 jüdische Einwohner gezählt, vor 1900 sind die letzten von hier verzogen.   
  
      

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Lehrer und Vorsänger Abraham Ohnhaus sucht eine neue Stelle (1870)   

Rosenberg Israelit 22061870.jpg (57600 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juni 1870: "Der Unterzeichnete, 50 Jahre alt, früher Lehrer, (seit ungefähr 20 Jahren versieht er hier die Vorsängerstelle), beabsichtigt an einer größeren Synagoge eine Synagogendienerstelle zu übernehmen, wobei er, wenn erforderlich auch den Wochengottesdienst versehen könnte, da derselbe ein sehr gutes Organ besitzt. Auf dem Lande kann der Unterzeichnete eine Verwendung in seinem Fache als Vorsänger nicht finden, da er nicht Schochet ist.  
Rosenberg, Amt Adelsheim, Großherzogtum Baden. Abraham Ohnhaus."  

   
   

Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge

Über den Standort einer Synagoge oder eines Betsaales ist am Ort nichts mehr bekannt. Auch in den Akten zur Auflösung der Gemeinde am 12. Juli 1888 ist nicht von einer Synagoge die Rede. Nach 1888 besuchten die jüdischen Bewohner die Gottesdienste in Sindolsheim (evtl. auch bereits einige Zeit zuvor). 

    
   

Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Rosenberg

Literatur:

Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. 1968. S. 249.

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 15. Februar 2009