Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Naumburg (Kreis Kassel) 
Jüdischer Friedhof  
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
   
Siehe Seite zur Synagoge in Naumburg (interner Link)  
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes     
  
Der jüdische Friedhof wurde um 1826 angelegt (Jahreszahl im linken Torpfosten). Vermutlich gab es bereits einen älteren Friedhof in Naumburg, da 1827 als im Eigentum der jüdischen Gemeinde befindlich zwei Friedhöfe genannt werden. 1938 wird nur noch ein Friedhof genannt. Auf dem Friedhof wurden auch die Toten der in Elben, Altenstädt und Martinhagen lebenden jüdischen Familien beigesetzt. Der Friedhof wurde im 19. Jahrhundert mehrmals erweitert und war von einer Mauer und einer Hecke eingefriedet. Der älteste, 1941 noch lesbare Stein datierte von 1816. Damals wurden noch 48 Grabsteine gezählt (Dokumentation von Jacob Frankenberg und Aron Hahn aus Kassel, Link siehe unten). Ab 1939 wurden Grabsteine teilweise als Pflastersteine im Bereich der Unteren Straße verwendet. 
  
Nach 1945 musste der verwüstete Friedhof von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern instandgesetzt werden. Heute sind insgesamt nur noch 18 Grabsteine vorhanden. Der Friedhof umfasst eine Fläche von 13,24 ar. 1945 wurde ein Gedenkstein erstellt, der aus den Trümmern der Synagoge in Naumburg (ehemals Graf-Volkwin-Straße 9) hergestellt sein soll.  
    
    
Lage des Friedhofes   
   
Der Friedhof liegt nördlich der Stadt in einem Gartengelände nahe der Elbe am Schildweg.    
Der alte - 1827 noch genannte - Friedhof soll sich in der Flur "Auf der Wanne" befunden haben. Es ist nichts mehr vorhanden.           
   
  
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 16.6.2008)  

Naumburg Friedhof 151.jpg (104628 Byte) Naumburg Friedhof 150.jpg (83446 Byte) Naumburg Friedhof 150a.jpg (68829 Byte)
Das Eingangstor  Hinweistafel  Text zur Geschichte des Friedhofes 
      
Naumburg Friedhof 155.jpg (111276 Byte) Naumburg Friedhof 162.jpg (102513 Byte) Naumburg Friedhof 160.jpg (121702 Byte)
Ältere Grabsteine, die in einem Teilbereich des Friedhofes erhalten sind  
 
Naumburg Friedhof 154.jpg (121756 Byte) Naumburg Friedhof 159.jpg (123454 Byte) Naumburg Friedhof 161.jpg (115476 Byte)
Einzelne Grabsteine und -fragmente
 
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      Grabsteine für Gustav Spiegel (1843-1913) 
und Sophie Spiegel geb. Fürst (1841-1910)
     
   Naumburg Friedhof 153.jpg (100732 Byte)  
     Gedenkstein mit Inschrift (hebräisch und deutsch): "Hier ruhen die Gebeine der Juden aus Naumburg. Zeuge sei dieser Grabstein für die Grabsteine, die einst an diesem Orte standen und durch Naziterror vernichtet wurden".   

   
   

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Naumburg  
Zur Seite über die Synagoge in Naumburg (interner Link)  

Quellen:  

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Naumburg mit umliegenden Orten  
In der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs (innerhalb Arcinsys Hessen) sind die erhaltenen Familienregister aus hessischen jüdischen Gemeinden einsehbar: 
Link zur Übersicht (nach Ortsalphabet) https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g186590&page=1&reload=true&sorting=41              
Zu Elben und Altenstädt sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,153  Abschrift der Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Elben: Jüdisches Geburtsregister 1854 - 1868, Jüdisches Trauregister 1861 - 1865, Jüdisches Sterberegister 1853 - 1882; enthält auch: Altenstädt 
 https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4801164        
  
Zu Naumburg sind vorhanden (auf der jeweiligen Unterseite zur Einsichtnahme weiter über "Digitalisate anzeigen"):    
HHStAW 365,607   Geburtsregister der Juden von Naumburg  1823 - 1852; enthält auch Angaben zu Personen aus Altenstädt, Elben und Martinhagen     https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1510961     
HHStAW 365,605   Geburts-, Trau- und Sterberegister der Juden von Naumburg  1825 - 1883: enthält Abschriften des Geburtsregisters 1825 - 1883, des Trauregisters 1826 - 1877 und des Sterberegisters 1826 - 1883, enthält auch Angaben zu Personen aus Altenstädt, Elben und Martinhagen    https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v4449187      
HHStAW 365,603   Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhof in Naumburg, aufgenommen im April und Mai 1941 durch Jacob Frankenberg und Aron Hahn aus Kassel  1832 - 1933; enthält eine kurze Beschreibung des Friedhofs mit Situationsplan https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v289986                       
HHStAW 365,604   Geburtsregister der Juden von Naumburg  1854 - 1883    https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v2126658      

Literatur:   

Naumburg Lit 010.jpg (57496 Byte) Volker Knöppel und der Magistrat der Stadt Naumburg (Hrsg.): "...da war ich zu Hause". Synagogengemeinde Naumburg 1503-1938. Gemeinschaftsausgabe des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde e.V. - Zweigverein Naumburg und des Geschichtsverein Naumburg: "Die Geschichte unserer Heimat" Band 29.  Hofgeismar/Naumburg 1998. 
Artikel von Antje Thon in der "Hessischen Allgemeinen" (hna.de) vom 18. Oktober 2013: "Grabsteine vom jüdischen Friedhof Naumburg in Straße verbaut?". 
Link zum Artikel.   

    
      

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 20. Mai 2016