Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Mörfelden mit Walldorf (Stadt Mörfelden-Walldorf, Kreis Groß-Gerau)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und Vorbeter   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte 
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In Mörfelden bestand eine jüdische Gemeinde bis 1936/41. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden Juden am Ort um 1550 und wieder 1611 genannt. Im 17. und 18. Jahrhundert lebten meist nur ein oder zwei jüdische Familien am Ort: 1734 waren es zwei Familien mit zusammen acht Kindern. 

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1828 45 jüdische Einwohner (4,5 % von insgesamt 1.000 Einwohnern), 1861 80 (5,5 % von 1.460), 1880 33 (1,6 % von 2.055), 1900 35 (1,2 % von 2.917), 1910 39 (1,0 % von 3.784). Die jüdischen Familien lebten bis weit ins 19. Jahrhunderts hinein vor allem vom Handel mit Vieh, Getreide, Kolonialwaren oder Textilien. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eröffneten einige Läden und Handlungen am Ort; andere waren nun als Handwerker oder Angestellte tätig.  
Zur jüdischen Gemeinde in Mörfelden gehörten auch die im benachbarten Walldorf lebenden jüdischen Personen: 1895 7 jüdische Einwohner, 1900 6, 1925 5 jüdische Einwohner.  

An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Religionsschule) und ein rituelles Bad. Die Toten der Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof in Groß-Gerau beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben war zeitweise ein jüdischer Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Ansonsten wurden die Aufgaben durch auswärtige Personen unternommen (siehe unten zu 1924/32). Die Gemeinde gehörte zum orthodoxen Bezirksrabbinat Darmstadt II.    
     
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Josef Reiß (geb. 28.8.1886 in Mörfelden, gef. 24.2.19165) und Adolf Rosenthal (geb. 14.12.1884 in Hausen, gef. 27.6.1918). Ihre Namen stehen auf der Gedenktafel an der evangelischen Kirche und auf einem Ehrenmal der Ortsgemeinde im kommunalen Friedhof (Waldfriedhof).  
 
Die jüdischen Einwohner waren im Leben des Ortes völlig integriert. Der langjährige Gemeindevorsteher Simon Schott war Mitglied des Mörfelder Gesangvereins. Julius Oppenheimer war 1921 Mitbegründer der Naturfreunde. Adolf Reiß war Torwart der ersten Fußballmannschaft der "Freien Turn- und Sängervereinigung".  
 
Um 1924, als zur Gemeinde 40 Personen gehörten (0,9 % von insgesamt 4.389 Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher Simon Schott, Max Reiß und Julius Oppenheimer. Lehrer Julius Rothschild aus Groß-Gerau unterrichtete die damals drei schulpflichtigen jüdischen Kinder in Religion. Auch der Schochet der Gemeinde - Jacob Gottschall aus Groß-Gerau - kam regelmäßig nach Mörfelden. 1932 waren die Gemeindevorsteher Simon Schott (1. Vors.), Simon Goldschmidt (2. Vors.) und Hermann Neu (3. Vors.).     

1933 lebten noch 39 jüdische Personen in Mörfelden (0,8 % von insgesamt 5.025 Einwohnern), drei in Walldorf (Max, Sara und Ferdinande Reiss, die eine kleine Gemüsehandlung betrieben).
In den folgenden Jahren ist ein Teil von ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. 1936 wurde die Gemeinde aufgelöst, die Synagoge verkauft. Beim Novemberpogrom 1938 zündeten SA-Leute die Scheune der Familie Goldschmidt an und warfen Steine und Flaschen gegen die Häuser anderer jüdischer Familien. Max Strauß und Adolf Reiß wurden verhaftet, mussten in Groß-Geraus auf dem Marktplatz 'Turnübungen' machen und wurden schließlich in das KZ Buchenwald verschleppt. Nach sechs Wochen kamen sie kahlgeschoren, ausgehungert und um Jahre gealtert zurück. 1939 lebten noch 18, am 5. Februar 1941 11 jüdische Personen am Ort. Simon Schott erhängte sich, als er von der bevorstehenden Deportation erfuhr, im März 1942 in seiner Scheune. Wenig später die letzten zehn jüdischen Einwohner (Simon Goldschmidt, Betty Goldschmidt, Henriette Mainzer, Else Mainzer, Adolf Reiß, Trude Reiß, Inge Reiß, Bertha Reiß, Mina Reiß und Rosa Reiß) mit einem Lastwagen nach Darmstadt gefahren und am 20. März nach Polen deportiert. Aus Walldorf wurden Max und Sara Reiss im September 1942 in das Ghetto Theresienstadt verbracht, wo sie wenig später umgekommen sind.  
  
Von den in Mörfelden geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945", abgeglichen mit der Liste bei A. Schleindl s. Lit. S. 208): Albert Bendheim (1913), Berta van Bingen geb. Oppenheimer (1903), Elisabeth Cohn (1905), Babette (Betty) Goldschmidt geb. Schott (1881), Simon Goldschmidt (1880), Clara Lazarus geb. Oppenheimer (1876), Henriette Mainzer geb. Sobernheim (1902), Ilse Mainzer (1928), Bertha Oppenheimer (1903), Adolf Reiss (1902), Berta Reiss (1893), Gertrud (Trude) Reiss (1902), Ingeborg (Inge) Reiss (1937), Minna Reis (1896), Recha Reiss (1900), Rosa Reiss (1890), Toni Roos geb. Kahn (1897), Amalie Rosenthal geb. Baum (1886), Klara Salomon geb. Sobernheim (1903), Lion Schott (1886), Theodor Schott (1879), Josef Sobernheim (1899), Salomon Sobernheim (1865), Lisette Weishaußt geb. Weinberg (1876), Recha Wolf geb. Reiss (1900).    
   
Aus Walldorf sind umgekommen: Max Reiss (1857), Sara Reiss (1865).       
  
An die aus Mörfelden-Walldorf umgekommenen jüdischen Personen erinnern seit den Verlegungsaktionen am 5. Juni 2007 und am 19. April 2008 sog. "Stolpersteine". Darüber nähere Informationen auf den Seiten des "Fördervereins Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V."  (vgl. auch Bericht unten zur Buchvorstellung im November 2009).    
   
   
    

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und Vorbeter   
Suche nach einem Vorbeter für die hohen Feiertage im Herbst 1902  

Moerfelden Israelit 11091902.jpg (38402 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. September 1902: "Auf die hohen Feiertage suchen einen Vorbeter, welcher auch leienen kann. 
M. Schott, Vorsteher der israelitischen Gemeinde, Mörfelden bei Frankfurt."

  
  
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  
Auszeichnung für den Schumacher-Lehrling Heinrich Reiß (1910)  

Moerfelden FrfIsrFambl 27051910.jpg (46924 Byte) Artikel im '"Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 27. Mai 1910: "Frankfurt am Main. Der Lehrling Heinrich Reiß aus Mörfelden, der jüngst seine Gesellenprüfung gut bestand, wurde für seine in der Lehrlingsprüfungsausstellung ausgestellten Stiefel diplomiert; ferner erhielt er von der Schuhmacher-Innung einen Ehrenpreis und 5 Mark. Es ist das der zweite Lehrling des Schuhmachermeisters Max Behr, der prämiiert wurde."   

     

     
Zur Geschichte der Synagoge

Zunächst war vermutlich ein Betraum in einem der jüdischen Häuser vorhanden. Am 17. April 1829 (am Tag vor dem Pessachfest) konnte eine Synagoge eingeweiht werden. Sie wurde in einem umgebauten früheren Schafstall eingerichtet. Zur Einweihung stiftete die bürgerliche Gemeinde einen goldbestickten Vorhang für den Toraschrein (Parochet). Spenden zum Bau der Synagoge kamen auch von der Frau Großherzogin und von Baron von Rothschild in Frankfurt. Die Synagoge hatte 54 Plätze für Männer, 32 für Frauen. 
 
Über 100 Jahre war die Mörfelder Synagoge Mittelpunkt des religiösen Lebens der in Mörfelden und Walldorf lebenden jüdischen Personen. 
  
In der NS-Zeit war die Synagoge 1936/37 mehrfach Anschlagsziel steinewerfender Hitler-Jungen. Auf Grund der Zerstörungen resignierte die Gemeinde. Die Synagoge wurde geschlossen. Im Herbst 1937 wurde das Gebäude zum Preis von 1.200 RM an die Konsumgenossenschaft Trebur verkauft. Der Betrag wurde, zu je einem Drittel an die Reichsvereinigung der Juden (Bezirksstelle Main), an das Bezirksrabbinat Darmstadt und an die einzelnen Mitglieder der jüdischen Gemeinde Mörfelden verteilt. Beim Novemberpogrom 1938 wurde von Nationalsozialisten versucht, die Synagoge anzuzünden, obwohl sie nicht mehr der jüdischen Gemeinde gehörte. 
  
1970 wurde das Synagogengebäude abgebrochen. Am 2. September 1984 wurde ein Gedenkstein am Standort der ehemaligen Mörfelder Synagoge enthüllt. Zu diesem Ereignis wurden überlebende jüdische Familien nach Mörfelden eingeladen.         
    
  
Adresse/Standort der Synagoge:    Kalbsgasse 1 (frühere Löwengasse) 

Fotos  

Zur jüdischen Geschichte in Mörfelden sind noch keine Fotos vorhanden.  
     
     
     

Hinweis auf das ehemalige KZ-Außenkommando Walldorf
In Walldorf bestand vom August bis Dezember 1944 ein Außenkommando des Konzentrationslagers Natzweiler/Elsass. Zum Bau der Erweiterung des Rhein-Main-Flughafens durch eine neue Rollbahn wurden hier etwa 1.700 jüdische Frauen zwischen 20 und 40 Jahren (teilweise auch Mädchen ab 11 Jahren) zur Zwangsarbeit unter katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen gezwungen. Die Frauen war überwiegend als noch arbeitsfähig im KZ Auschwitz ausgewählt und statt zum Tod durch Vergasung zum Tod durch Arbeit bestimmt worden. Die Frauen arbeiteten für die Frankfurter Baufirma Züblin & Cie AG. der die Ausführung der Bauarbeiten übertragen worden waren. Die Frauen waren zu den schwersten Arbeiten eingesetzt, die hygienischen Verhältnisse im Lager waren katastrophal, die Ernährung völlig unzureichend. Entkräftete, kranke oder schwangere Frauen wurden - soweit sie nicht im Lager starben - aus dem Lager mit unbekanntem Ziel abtransportiert. Nach Auflösung des Lagers Ende 1944 wurden die Frauen vermutlich in mehreren Transporten von Walldorf weggebracht, einige direkt, andere über verschiedene Arbeitslager nach dem Frauen-KZ Ravensbrück. Nur wenige Frauen überlebten. 

     
Text aus der Website der Stadt Mörfelden-Walldorf über eine Einladung an ehemalige KZ-Arbeiterinnen im Jahr 2000:  
Auf Einladung der Stadt Mörfelden-Walldorf, der Stadt Frankfurt sowie der Flughafen Frankfurt am Main AG kamen 19 der 1700 ungarischen, jüdischen Frauen, die 1944 im KZ-Außenlager Walldorf inhaftiert waren zur Einweihung des "Historischen Lehrpfades" am 15.11.2000 nach Walldorf. Sie haben trotz ihres hohen Lebensalters diese beschwerliche Reise voller Erinnerungen und Gefühle aus den USA, Schweden, Ungarn und Israel auf sich genommen. Der Schriftsteller Peter Härtling hielt unter Beteiligung zahlreicher Vertreter des öffentlichen Lebens, Schülerinnen und Schüler der Bertha-von-Suttner-Schule sowie der Bevölkerung eine sehr beachtete Ansprache. Nach dem Totengebet von Rabiner Asher wurden die Namen aller hier inhaftierten Zwangsarbeiterinnen (1.700!) verlesen. Das Besuchsprogramm der Frauen sah neben Empfängen der Städte Mörfelden-Walldorf und Frankfurt sowie auf dem Flughafen vor allem Begegnungen mit jungen Menschen vor. Die Leidensgeschichte der im "vergessenen" KZ-Außenlager Walldorf inhaftierten ungarischen jüdischen Frauen wurde von der Stadthistorikerin Cornelia Rühlig in der Broschüre "Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung..." ausführlich dokumentiert. Die Broschüre ist in den Stadtbüros erhältlich. 
Walldorf KZ 150.jpg (43414 Byte) Walldorf KZ 151.jpg (49603 Byte) Walldorf KZ 152.jpg (50460 Byte)
Fotos von der Einladung der Stadt Mörfelden-Walldorf an die ehemaligen KZ-Arbeiterinnen (aus der Website der Stadt Mörfelden-Walldorf)
     
Erinnerungsarbeit vor Ort
(Quelle des Fotos: Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.)
Walldorf KZ 155.jpg (114219 Byte)
Ein Lehrpfad erinnert heute an das frühere KZ-Außenkommando

       
   

Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte 

November 2009: Buch zu den "Stolpersteinen" in Mörfelden-Walldorf 
Artikel in "Echo-Online" vom 24.11.2009 (Artikel): "Steine gegen das Vergessen
Buchvorstellung: Förderverein Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau gibt Werk über die Stolperstein-Aktion in Mörfelden-Walldorf heraus. 
MÖRFELDEN-WALLDORF.
Lebensgeschichten erzählen mehr als nackte Zahlen. Diese Erkenntnis setzt der Förderverein jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau um, indem er das Buch 'Steine gegen das Vergessen - Stolpersteine in Mörfelden-Walldorf' herausgibt. Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Vorndran, der für den Inhalt des knapp 200 Seiten dicken Bandes verantwortlich ist, Vorsitzender Walter Ullrich und Rudi Hechler, der für Layout und Herstellung verantwortlich zeichnet, stellten das Werk, das aus dem Stolpersteinprojekt in der Stadt Mörfelden-Walldorf erwuchs, am Dienstag im Rathaus vor. 
Kern der nun vorgelegten Dokumentation, die zum Preis von 8,50 Euro in den Stadtbüros und den Buchhandlungen Giebel erhältlich ist, ist die Darstellung der Wohnorte mit Fotos der Häuser und der verlegten Stolpersteine sowie der Lebensgeschichten. Die Recherche erledigten Vorndran und Katharina Stengel vom Frankfurter Fritz-Bauer-Institut. Ziel war, mehr über die Menschen in Erfahrungen zu bringen, deren Namen auf den Stolpersteinen prangen. Dabei sei ihm die konkrete Darstellung des Unrechts wichtig gewesen, das den Juden in Mörfelden-Walldorf widerfuhr, so Vorndran. 
Auch Schülerarbeiten zum Thema und Vorträge, Geschichtsdaten, Informationen zu den Patenschaften (Bürger spendeten das Geld für die Verlegung der Stolpersteine), zu Veranstaltungen und zu Spuren jüdischen Lebens in und um Mörfelden-Walldorf bereichern das Buch, für das der Schriftsteller Peter Härtling - Unterstützer der Stolperstein-Aktion in der Stadt - ein Grußwort geschrieben hat."  
 
 

 


    
Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Mörfelden-Walldorf  

Seite des "Fördervereins Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V." mit mehreren Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Mörfelden-Walldorf

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 90-92.   
Cornelia Ruhlig/Inge Auer (Hrsg.): Die schlimmste Sache war die Angst, die andauernde Angst... Mörfelden-Walldorf 1986. 
Keine Abschnitte zu Mörfelden bei Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 und dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. 
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 165-168. 
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 259-261.   
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Moerfelden  Hesse. Jews first lived there in the 16th century. The community numbered 80 (5 % of the total) in 1861, declining to 35 (1 %) by 1900. In 1936, the community disbanded and approximately half of the remaining Jews left before Kristallnacht (9-10 November 1938), when Nazis made an attempt to burn the synagogue, even though it had already been sold. Eight Jews emigrated, two committed suicide, and 12 were deported in 1942. 
   

  

                   
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Stand: 25. November 2009