Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Miesenheim (Stadt Andernach, Kreis Mayen-Koblenz) 
Jüdischer Friedhof 
    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde         
    
Siehe Seite zur Synagoge in Miesenheim (interner Link)  
   
   

Zur Geschichte des Friedhofes        
    
Der jüdische Friedhof in Miesenheim war von 1853 bis 1939/40 Verbandsfriedhof der jüdischen Gemeinden in Miesenheim, Plaidt und Saffig
  
Die Fläche des nahezu rechteckigen Friedhofes umfasst 8,36 ar. Es sind 66 Gräber erkennbar, die in fünf Reihen angeordnet sind. Die Belegung beginnt in der dritten Reihe von Süden nach Norden.  
  
  
Hinweis zu einer Dokumentation des Friedhofes 

Epidat logo.jpg (7648 Byte)In der epigraphischen Datenbank epidat des Salomon-Ludwig-Steinheim-Institutes für deutsch-jüdische Geschichte in Duisburg findet sich eine Dokumentation zum jüdischen Friedhof in Miesenheim mit einer Erfassung aller 56 Inschriften des Friedhofes aus der Zeit zwischen 1853 und 1940: Link zur Dokumentation des Friedhofes Miesenheim         

  
  
  
Lage des Friedhofes         
  
Südlich des Ortes - in Hanglage (Flur 'Im Deyert') etwa 300 östlich der Straße nach Saffig - umgeben von Wald und Streuobstwiesen.
  
Link zu den Google-Maps     

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Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 31.8.2007)

Miesenheim Friedhof 190.jpg (117323 Byte) Miesenheim Friedhof 171.jpg (115333 Byte) Miesenheim Friedhof 170.jpg (118268 Byte)
Das Eingangstor  Blicke über den Friedhof von einem Standort gegenüber dem Eingangstor, 
das sich auf dem linken Foto links im Hintergrund befindet
  
     
Miesenheim Friedhof 189.jpg (106635 Byte) Miesenheim Friedhof 178.jpg (120619 Byte) Miesenheim Friedhof 176.jpg (119279 Byte)
Teilansichten des Friedhofes Der als abgesägter Baumstamm gestaltete
 Grabstein steht symbolisch für eine in den
 besten Jahren des Lebens verstorbene 
Person - hier für die im Alter von 28 Jahren
 verstorbene Johanna Hirsch geb. 
Strassburger, gest. 1896 in Saffig)  
 
 
 
 
     
Miesenheim Friedhof 175.jpg (109760 Byte) Miesenheim Friedhof 175a.jpg (68940 Byte) Miesenheim Friedhof 184.jpg (117677 Byte)
Grabstein oben rechts [dazu Ausschnittvergrößerung] mit "segnenden Händen"
 der Kohanim für Aron Burggraf von Miesenheim. Hebräische Inschrift übs. nach
 Dokumentation Bondy/Roggatz: "Diese Stele sei Zeugin, dass hier geborgen ist, 
der aufrechte und tugendhafte Mann, der geehrte Herr Aharon, Sohn des Schmuel Hakohen.
 Er verschied am Tage des heiligen Schabbat, 18. Aw, und wurde begraben mit gutem 
Namen am Tag 1,19. desselben im Jahre (5)614. Seine Seele sei eingebunden in 
den Bund des Lebens. Amen

(Sterbedatum 12. August 1854)
Der rechte Grabstein oben für Mathilde Mayer geb. Herzog aus Saffig mit Inschrift: "Hier ist begraben die gepriesene und teure Frau, gekrönt mit jeder aufrechten Eigenschaft. Frau Mirjam, Tochter des Naftali, Gattin des Meir, Sohn des Awraham. Sie verschied am Montag, Hoschana Rabba, und wurde begraben am Dienstag, Schemini Azeret, 22. Tischri 644..." (gest. 22. Oktober 1883)
     
Miesenheim Friedhof 186.jpg (109133 Byte) Miesenheim Friedhof 185.jpg (102051 Byte) Miesenheim Friedhof 187.jpg (103222 Byte)
Grabstein für Marcus Baer (1852-1868)
 in Miesenheim  
Grabstein für Josef Klee (?), hebräischer 
Name Joel Bar Menachem, gest. 1881
Grabstein für Simon Klee (gest. 1869) 
in Miesenheim  
     
Miesenheim Friedhof 183.jpg (136473 Byte) Miesenheim Friedhof 182.jpg (108385 Byte) Miesenheim Friedhof 180.jpg (130261 Byte)
Grabstein für Rosetta Bermann 
geb. Berger  
Grabstein für Girdel Burgraf 
von Miesenheim  
Grabstein für Abraham Mayer 
aus Saffig (gest. 1887) 
     
Miesenheim Friedhof 173.jpg (118438 Byte) Miesenheim Friedhof 177.jpg (116158 Byte) Miesenheim Friedhof 188.jpg (119305 Byte)
Grabstein - mit Spuren gewaltsamer
 Zerstörung - für David Hirsch aus Saffig 
Grabstein mit Ehrenkranz um 
das abgekürzte "Hier ruht" 
"Hier ruhen unsere lieben Eltern Josef Klee
 1856-1895 und Goldina Klee geb. Simon
 1853-1922"
     
       
  Miesenheim Friedhof 174.jpg (122605 Byte) Miesenheim Friedhof 172.jpg (132396 Byte)  
 Nicht alle Grabsteine sind erhalten; 
oben ist bei einem Doppelgrabstein 
nur das Fundament vorhanden
Zwei der letzten Beisetzungen: Ida Hirsch 
geb. Bär (1871-1939) und Hermann Hirsch
 (1859-1938)
  
     

   
   

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Andernach   

Literatur:  

Dan Z. Bondy und Martin Roggatz: Dokumentation des jüdischen Friedhofs in Miesenheim. In:  In: SACHOR. Beiträge zur jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Matthias Molitor und Hans-Eberhard Berkemann in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Erschienen im Verlag Matthias Ess in Bad Kreuznach. 6. Jahrgang, Ausgabe 2/96, Heft Nr. 12 S. 65-72.  
dass. auch in Andernacher Annalen 2/1997/98 S. 55-76.                Beitrag (aus Sachor) online zugänglich (pdf-Datei)       
Miesenheim im Wandel der Zeiten. Hrsg. von Bürgerverein MiT - Miesenheim im Team e.V. [Red.: Ernst Schäfer, Karl Heinz Scheuren, Franz Blaeser, Friedel Sauerborn, Rosemarie Hauröder]. Miesenheim 2009. 192 S. zahlr. Abb. 
Darin Abschnitt S. 34-35: Die jüdische Gemeinde in Miesenheim. 
Karl Heinz Scheuren / Klaus Marzi / Peter Thewalt: Familienbuch Miesenheim (und Nettehammer), 16.-20. Jahrhundert. Cardamina Verlag Susanne Breuel. Plaidt 2010. 
Hinweis: In diesem Familienbuch wird auf den Seiten 1459-1463 aufgeführt: 
-  Listen der jüdischen Familien, deren Grabstein auf dem Friedhof in Miesenheim zu finden sind.  
-  Der jüdische Friedhof mit einigen Einzelsteinen 
-  Häuser-Versteigerung in Miesenheim von 1876 (Marcus Baer). 

      
       

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 02. Juni 2015