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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version) In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zur Kurpfalz gehörenden
Lützelsachsen bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in
die Zeit des 17./18. Jahrhunderts zurück. 1825 wurden 97 jüdische Einwohner
gezählt. 1827 wurde die Gemeinde dem Rabbinatsbezirk Heidelberg zugeteilt. Die
Toten der jüdischen Gemeinde wurden in Hemsbach
beigesetzt. Die
höchste Zahl jüdischer Bewohner wurde um 1871 mit 122 Personen erreicht. Die jüdischen
Familien lebten vor allem vom Handel mit Vieh und Textilwaren. 1933 gab es noch
zwei jüdische Viehhändler am Ort. Dazu gehörten ein Mehl- und
Futtermittelgeschäft, ein Kolonialwarengeschäfte, ein Textilgeschäfte und
eine koschere Metzgerei jüdischen Einwohnern. Zur Geschichte des Betsaals / der Synagoge Seit dem 18. Jahrhundert (1797
erste Nennung) bestand eine Synagoge ("Judenschule") in der
Sommergasse 80. Nach der Einrichtung der neuen Synagoge 1841 wurde das Gebäude
zu einem Wohnhaus umgebaut. Bis kurz vor 1933 wohnte in ihm die jüdische Witwe
Jonas. Das Gebäude ist bis heute erhalten. 1840 bot sich der jüdischen Gemeinde ein geeignetes Haus als künftige Synagoge an. Die ehemalige lutherische Kirche in der Wintergasse (heute Wintergasse 77) stand zum Verkauf an. Diese Kirche war 1809 aus Steinen der katholischen Weinheimer Deutschordenskapelle erbaut worden. Sie wurde bis 1822 als Kirche genutzt. Danach kaufte sie der Lützelsachsener Bürger Heinrich Jost für 1510 Gulden und baute sie zu einem Wohnhaus um. Er brachte an dem Gebäude sein Namenszeichen an (Jahreszahl 1823, darüber H für Heinrich, darunter E für Eva Jost). 17 Jahre später entschloss sich Heinrich Jost, dieses Bauwerk an die jüdische Gemeinde für 1700 Gulden zu verkaufen. Der Kaufvertrag wurde am 8. Juli 1840 von folgenden Mitgliedern der jüdischen Gemeinde unterschrieben: L. Mayer, Moses Kaufmann, Maier Wolff, Abraham Bachmann, Mendel Bär, David Bär, Emanuel Neu, Aron Neu, David Kaufmann, Hersch Lewenberger. Die jüdische Gemeinde übernahm die ehemalige Kirche, jetzt zweistockiges Wohnhaus samt einer Scheune und einer Stallung. Nach den Notizen des Gemeindeschreibers im Jahr 1865 bildetet der Betsaal ein Viereck, in dem sich die Stühle der Israeliten auf der nördlichen, östlichen, südlichen und westlichen Seite befanden. Bis in die 1930er-Jahre wurden in der Synagoge Gottesdienste gefeiert. Am 6. Mai 1938 wurde das Gebäude an Erich Fath verkauft und von diesem zu einem Wohnhaus umgebaut. Dadurch entging das Gebäude der Zerstörung in der Pogromnacht im November 1938. Von der ehemaligen Deutschordenskapelle stammte das "Lamm
Gottes" am Giebel zur Straßenseite der Wintergasse (16. Jahrhundert), das
bei der umfassenden Renovierung des Hauses 1987/88 durch eine Kopie ersetzt
wurde (Original inzwischen im Museum Weinheim).
Fotos
Links und Literatur Links:
Literatur:
Luetzelsachsen Baden. A Jewish community of nearly 100 was present in 1825. Thirteen remained in 1933, of whom four emigrated to the United States and seven were deported to the Gurs concentration camp on 22 October 1940. Two survived.
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