Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Zur Übersicht über die jüdischen Friedhöfe im Oldenburger Land und in Ostfriesland
      

Jever (Kreis Friesland / Niedersachsen) 
Der jüdische Friedhof 
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde          
    
Siehe Seite zur Synagoge in Jever (interner Link)    
    
 
  
Zur Geschichte des Friedhofes            
     
In einem Verzeichnis von 1587 wird ein "Judenkirchhof" vor der Stadt genannt. Die genaue Lage ist unklar. 
     
Von den im Laufe des 18. Jahrhunderts zugezogenen jüdischen Familien konnte 1779 ein jüdischer Friedhof angelegt werden. Bis dahin brachten sie ihre Toten vermutlich nach Neustadtgödens oder nach Wittmund. Der älteste nachweisbare und bis heute erhaltene Grabstein ist von 1796. 1841 wurde der Friedhof erweitert. Die Friedhofsfläche umfasst heute 16,18 ar. In der NS-Zeit wurden auf dem Friedhof fast alle Grabsteine umgestoßen und zahlreiche Grabumfriedungen beschädigt. Seit 1944 bestand ein Plan, das Gelände zur Lagerung von Straßen- und Baumaterialien zu verwenden, der jedoch nicht mehr umgesetzt wurde.
                       
Nach 1945 wurde der Friedhof wieder hergerichtet. Gedenktafeln und Mahnmale erinnern an Gefallene des Ersten Weltkrieges, an die Ermordeten der NS-Zeit und an die zerstörte Synagoge. Der Friedhof wird von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Jever gepflegt. Im Büro der  Kirchengemeinde am Jever Kirchplatz ist auch der Schlüssel für den Friedhof erhältlich. Es sind 221 Grabsteine erhalten. Die bislang letzte Beisetzung war 1983. 
  
2011 erfolgte eine erneute Sanierung des Friedhofes (siehe Pressebericht). Bei dieser Sanierung ging es vor allem darum, die Grabsteine wieder standsicher zu machen.    
  
  
Einzelne Presseberichte  

Dezember 2011Pressebericht über den Abschluss der Restaurierung des Friedhofes  
Artikel in der "Nordwest-Zeitung" vom 2. Dezember 2011: "Jüdischer Friedhof ist ein heiliger Ort für die Ewigkeit
Sanierung: Grabsteine in Schenum wieder standsicher - Jüdische Gemeinde dankt Förderern..."  
Link zum Artikel - auch eingestellt als pdf-Datei.      

  
  
Lage des Friedhofes 
 
Der Friedhof liegt etwa 4 km südwestlich der Stadtmitte im Ortsteil Hohewarf, an der Südseite der Straße nach Cleverns.
    
Hinweis zum Erhalt des Schlüssel:  ein Schlüssel für den Friedhof ist bei der Stadt Jever oder der evangelischen Kirchengemeinde Jever (Büro der Kirchengemeinde am Jever Kirchplatz) erhältlich.  
  
  
Fotos:  

Der Friedhof im Juni 2007
(Fotos: Dieter Peters, Aachen, Aufnahmedatum 26. Juni 2007)  
 
Jever Friedhof 418.jpg (96494 Byte) Jever Friedhof 424.jpg (64095 Byte) Jever Friedhof 407.jpg (113248 Byte)
Eingangstor  Hinweistafel  Es sind mehrere Grabeinfassungen erhalten 
     
Jever Friedhof 423.jpg (106069 Byte) Jever Friedhof 420.jpg (104508 Byte) Jever Friedhof 422.jpg (109096 Byte)
Teilansichten 
 
Jever Friedhof 421.jpg (103141 Byte) Jever Friedhof 413.jpg (101035 Byte) Jever Friedhof 404.jpg (87403 Byte)
Teilansichten  Engelsfigur des Grabsteines unten 
   
Jever Friedhof 402.jpg (78521 Byte) Jever Friedhof 414.jpg (66809 Byte) Jever Friedhof 403.jpg (85787 Byte)
Grabstein für "Mendel Sohn des 
Henoch", gest. Anfang 
Januar 1871 
Grabstein für "Koopmann Samuels
 Koopmann" (1738-1842; unsicher - er
 wäre 104 Jahre alt geworden) 
Grabsteine für die Kinder Leopold Feilmann
 (1879-1883, links) und Hedwig Feilmann
 (Jahreszahlen kaum lesbar) 
     
Jever Friedhof 401.jpg (73410 Byte) Jever Friedhof 416.jpg (94691 Byte) Jever Friedhof 410.jpg (62410 Byte)
Grabstein für "Aharon Sohn des Mosche
 Cohen Zadik" gest. 26. Kislew 5670 = 
8. Dezember 1909 mit "segnenden Händen" 
Grabstein für "Meir Sohn des Mosche"
 gest. Dienstag 20. Kislew 5601 =  
15. Dezember 1840 
Grabstein für die Witwe Löwenstein, 
Tina geb. Markus (1777-1852) 
   
     
Jever Friedhof 409.jpg (102549 Byte) Jever Friedhof 408.jpg (106608 Byte) Jever Friedhof 417.jpg (104080 Byte)
Grabstein für Bertha Meyerhoff
 (1876-1901) 
Grabstein für Elise Levy 
geb. Fulda (1861-1905) 
Grabstein für Elise Feilmann
  (1836-1915)  
      
Jever Friedhof 411.jpg (84768 Byte) Jever Friedhof 412.jpg (72851 Byte) Jever Friedhof 415.jpg (61006 Byte)
Grabstein für Louis Josephs 
(1845-1936)  
Grabstein für Emilie Levy 
(1869-1938) 
Grabstein für Josua Weinstein 
(1872-1926) mit Erinnerung an 
Anna Weinstein geb. Neufeld
 (deportiert 1941) 
    
     
Jever Friedhof 400.jpg (78097 Byte) Jever Friedhof 419.jpg (84034 Byte)   
Grabstein für Erich Moritz Levy
 (1891-1967) 
Denkmal für die in der NS-Zeit 
verfolgten und ermordeten Juden 
  
       
Ältere Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: Juli 1987)
Jever Friedhof 105.jpg (65944 Byte) Jever Friedhof 107.jpg (68263 Byte) Jever Friedhof 108.jpg (73023 Byte)
Blick auf den Friedhof 
mit Eingangstor 
Denkmal für die in der NS-Zeit 
verfolgten und ermordeten Juden 
Gedenkstein für die ehemalige Synagoge 
in Jever (errichtet unter Verwendung 
von zwei Steinen der Synagoge) 
     
     
Jever Friedhof 101.jpg (71634 Byte) Jever Friedhof 102.jpg (48001 Byte) Jever Friedhof 103.jpg (49037 Byte)
Teilansicht des 
Friedhofes 
Grabstein für das Mädchen 
Sara Josephs (1868-1872) 
Bienenwaben auf dem Grabstein für 
Joseph Wolff Josephs (1792-1872) 
     
Jever Friedhof 104.jpg (63016 Byte) Jever Friedhof 100.jpg (68860 Byte) Jever Friedhof 106.jpg (43213 Byte)
Obelisken im Hintergrund für Salomon 
N. Löwenstein (1831-1915, links) und 
Johanne Löwenstein geb. Nordheim
 (1845-1909), davor Grabstein für 
Ahron Cohn (1815-1909) 
In der Mitte Grabstein für Max C. 
Josephs (1835-1913) und Gertrud Josephs
 geb. Enoch (1844-1903), davor
 Gedenkstein für Willy Joseph
 (1880-ermordet 1942) 
Grabstein für Erich Moritz Levy 
(1891-1967) 
 
 

    
     

Links und Literatur

Links:  

Website der Stadt Jever  
Zur Seite über die Synagoge in Jever (interner Link)

Literatur:

Oldenburger Land Lit 010.jpg (81351 Byte)Johannes-Fritz Töllner in Zusammenarbeit mit Wouter J. van Bekkum, Enno Meyer und Harald Schieckel: Die jüdischen Friedhöfe im Oldenburger Land. Bestandsaufnahme der erhaltenen Grabsteine. Oldenburg 1983 (= Oldenburger Studien Bd. 25). Zu Jever: S. 25-184. 
Ostfriesland Lit 13004.jpg (73854 Byte)Reise ins jüdische Ostfriesland. Hrsg. von der Ostfriesischen Landschaft - Kulturagentur  Georgswall 1-5  26603 Aurich. Tel. 04941-179957  E-Mail: kultur[et]ostfriesischelandschaft.de. Erschienen im Juli 2013. 67 S. Kostenlos beziehbar. 
Internet: www.ostfriesischelandschaft.de 
"Reise ins jüdische Ostfriesland" ist ein gemeinsames Projekt im Rahmen des dritten kulturtouristischen Themenjahres "Land der Entdeckungen 2013". Am 9. November 2013 jährte sich zum 75. Mal die Pogromnacht von 1938 in Deutschland. Dies haben 17 Einrichtungen, davon neun Museen und fast alle ehemaligen Synagogengemeinden zum Anlass genommen, sich unter dem Titel "Reise ins jüdische Ostfriesland" zusammenzuschließen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verschwand die jüdische Kultur im Vergleich zum übrigen Deutschland hier bemerkenswert schnell aus dem bis dahin gemeinsamen Alltagsleben von Juden und Nichtjuden. "Reise ins jüdische Ostfriesland" will an das einst lebendige jüdische Leben in der Region erinnern.
Die Projekte zeigen in beeindruckender Weise, wie ein Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Allen jedoch geht es insbesondere darum, dem vielfältigen jüdischen Leben in Ostfriesland bis zur Shoah und darüber hinaus wieder ein Gesicht zu geben. Denn Erinnerung ist ein Weg zur Heilung und damit zur Versöhnung.  

   
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 07. Dezember 2013