Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Heiligenstadt (Kreis Bamberg) 
Jüdischer Friedhof  
  

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde    
   
Siehe Seite zur Synagoge in Heiligenstadt (interner Link)    
  
 
Zur Geschichte des Friedhofes      
    
Der jüdische Friedhof in Heiligenstadt wurde um 1700 angelegt, nachdem sich seit dem 17. Jahrhundert Juden in Heiligenstadt ansiedeln konnten. Vermutlich haben die Freiherren von Stauffenberg das Grundstück der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um einen Waldfriedhof mit altem Baumbestand. Die Friedhofsfläche umfasst 22,80 ar. Das Grundstück ist von einer niedrigen Mauer aus Feldsteinen umgeben. Nur noch ein kleiner Teil der Grabsteine sind erhalten. Die letzte Beisetzung auf dem Friedhof war bereits 1895, da die meisten jüdischen Familien schon damals vom Ort verzogen waren. Nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde Heiligenstadt übernahm die Gemeinde in Aufseß die Pflege des Friedhofes. Von 1911 wird berichtet, dass der örtliche Bienenzuchtverein das Friedhofsgrundstück mitbenutzte. Es war damals durch Gebüsch und Dornen stark überwuchert. 1941 kaufte die Bamberger Kultusgemeinde das Friedhofsgrundstück. 1943 übernahm es Berthold Schenk Graf von Stauffenberg. 
 
Immer wieder kam es zu Schändungen und Verwüstungen. 1921 warfen Jugendliche Grabsteine um. 1936 wurden 13 Grabmale umgestürzt und teilweise beschädigt. 
  
  
Lage des Friedhofes   
  
Der Friedhof liegt etwa 700 m nordöstlich von Heiligenstadt; der Schlüssel für den Friedhof ist im Rathaus erhältlich.   
  
  
Fotos 

Fotos um 2000
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach) 
Heiligenstadt Friedhof 123.jpg (84806 Byte) Heiligenstadt Friedhof 122.jpg (59493 Byte)
   Hinweisschild zum 
"Judenfriedhof Heiligenstadt" 
Hinweistafel
   
        
    Heiligenstadt Friedhof 121.jpg (98553 Byte) Heiligenstadt Friedhof 120.jpg (100298 Byte) 
    Gesamtansichten des Friedhofes 
        
Der Friedhof im August 2007 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 24. August 2007)
  
Heiligenstadt Friedhof 250.jpg (73097 Byte) Heiligenstadt Friedhof 251.jpg (104712 Byte) Heiligenstadt Friedhof 264.jpg (78677 Byte)
Der Weg zum Friedhof ist über 
einen Rundwanderweg ausgeschildert 
Friedhofstor mit Hinweistafel: "Judenfriedhof - um 1600 auf herrschaftlichem 
Grund angelegt - 1850 lebten in Heiligenstadt 21 Judenfamilien - danach 
setzte Abwanderung ein - letzte Beisetzung um 1900" 
   
     
Heiligenstadt Friedhof 252.jpg (76564 Byte) Heiligenstadt Friedhof 254.jpg (121522 Byte) Heiligenstadt Friedhof 260.jpg (124915 Byte)
   Teilansichten beim Gang über den Friedhof  
     
Heiligenstadt Friedhof 263.jpg (129877 Byte) Heiligenstadt Friedhof 253.jpg (135000 Byte) Heiligenstadt Friedhof 255.jpg (111267 Byte)
Teilansichten einzelner Grabsteingruppen  
 
Heiligenstadt Friedhof 262.jpg (131863 Byte) Heiligenstadt Friedhof 261.jpg (126392 Byte) Heiligenstadt Friedhof 256.jpg (102794 Byte)
Die Grabsteine sind überwiegend unlesbar geworden  
 
Heiligenstadt Friedhof 258.jpg (89642 Byte) Heiligenstadt Friedhof 257.jpg (90832 Byte) Heiligenstadt Friedhof 259.jpg (97599 Byte)
"Hier ruht Rosa Strauß 
Janr 1808 - Dezb 1887"  
Die geknickte Rose als Zeichen der 
Trauer ist noch erkennbar  
    

    

         
    
Links und Literatur

Links:  

Website des Marktes Heiligenstadt 
Zur Seite über die Synagoge in Heiligenstadt (interner Link)  

Literatur:  

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 206-207. 
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Heiligenstadt. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 14. Jahrgang Nr. 79 vom April 1999 S. 19.
Klaus Guth (Hg.) u.a.: Jüdische Landgemeinden in Oberfranken (1800-1942). Ein historisch-topographisches Handbuch. Bamberg 1988. zum Friedhof Heiligenstadt S. 190 (mit weiteren Quellenangaben).  

     
      

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 14. Mai 2014