Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Ermreuth (Gemeinde Neunkirchen a. Brand, Kreis Forchheim) 
Jüdischer Friedhof 
   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde    
    
Siehe Seite zur Synagoge in Ermreuth (interner Link)   
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes      
    
Der jüdische Friedhof in Ermreuth wurde 1711/13 angelegt. Dazu hatte die jüdische Gemeinde von der Gutsherrschaft 1711 ein ödes Stück Land erworben. Eine Steinmauer mit zwei Toren umgrenzt an der nördlichen Seite den Friedhof, die anderen Seiten sind mit einem Drahtzaun eingefriedet. Der Friedhof wurde 1797 und 1862 erweitert. Die Friedhofsfläche umfasst 26,40 ar. Es sind 223 Grabsteine erhalten, der älteste von 1718/19, der jüngste aus dem Jahr 1932. Die in den Jahren 1936/37 beigesetzten Personen erhielten offenbar keine Grabsteine mehr. 1936 wurde der Friedhof geschändet (19 Grabsteine umgestürzt). 
  
1993 wurden an etlichen umgefallenen und vom Umstürzen bedrohten Grabsteinen Stabilisierungsmaßnahmen vorgenommen, die sich im nachhinein teilweise als unvorteilhaft herausstellten. Im Zuge der Arbeiten wurden mehrere irreparable Schäden angerichtet (vgl. unten Verlust der Grabsteinplatte bei Grabstein Goldner u.a.m.; diese Grabsteinplatte wurde 2008 wieder ersetzt). 
    
    
Lage des Friedhofes    

Der Friedhof liegt zwischen den Ortschaften Ermreuth und Pommer etwa 1,5 km nördlich von Ermreuth am Heinbühl auf der Höhe des Hetzleser Berges bzw. eine halbe Stunde Fußmarsch.

Ermreuth Friedhof p01.jpg (56082 Byte) Links: Plan des jüdischen Friedhofes Ermreuth (Quelle: Buch von Rajaa Nadler s.Lit.). 
   
    
    
Fotos: 
Historische Fotos

Aufnahmen vom Mai 1928 Ermreuth Friedhof 010.jpg (84155 Byte) Ermreuth Friedhof 011.jpg (131743 Byte)
  Die Fotos wurden von Theodor Harburger erstellt; veröffentlicht in Theodor Harburger: 
Die Inventarisation jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern. 
Hg. Jüdisches Museum Franken Band. 2 S. 178-179.
   

Fotos aus verschiedenen Jahreszeiten
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach) 

Ermreuth Friedhof 109.jpg (82468 Byte) Ermreuth Friedhof 108.jpg (79651 Byte) Ermreuth Friedhof 100.jpg (64852 Byte)
Alter Eingang (auf Plan oben mit "Pforte"
 gekennzeichnet, Plan rechts Mitte)
Ansichten des Friedhofes im Winter
  
   
Ermreuth Friedhof 106.jpg (73464 Byte) Ermreuth Friedhof 104.jpg (67536 Byte) Ermreuth Friedhof 103.jpg (60826 Byte)
  Teilansichten
   
Ermreuth Friedhof 101.jpg (83850 Byte) Ermreuth Friedhof 102.jpg (57086 Byte) Ermreuth Friedhof 107.jpg (86103 Byte)
Ansichten des Friedhofes im Herbst
 
Ermreuth Friedhof 105.jpg (91699 Byte) Ermreuth Friedhof 114.jpg (46999 Byte) Ermreuth Friedhof 111.jpg (49730 Byte) Ermreuth Friedhof 13010.jpg (136615 Byte)
Teilansicht des Friedhofes 
 
Grab für Hannchen Goldner, links vor, rechts nach der Renovierung 
(seit November 2008 auch wieder mit Inschriftentafel) .
Inschrift: (1) Hier ruht (2) die Frau, die angesehene (3) und teure, Krone (4) 
ihres Gatten und Zierde
(5) ihrer Kinder: die Frau Hanna, geboren (6) von der Rela.
 Gestorben
(7) in gutem Ruf am Mittwoch, 3. Schewat (8) 684 nach der 
kleinen Zählung.
Ermreuth Friedhof 110.jpg (60374 Byte) Ermreuth Friedhof 115.jpg (44564 Byte) Ermreuth Friedhof 113.jpg (66688 Byte)
Grabstein für Karl Gönninger (1854-1925): links vor, rechts nach der Renovierung
Inschrift: (1) Hier ruht (2) Kallmann, Sohn des Jona Dow (3) welcher gestorben ist am
 4. Tischri 685
(falsch für 686 wg. deutschem Datum!) (5) Er war ein treuer Diener."
Grabstein für 
Jakob Schönenberger 
   
     
Rechts Inschrift:
Hier ruht
die angesehene Frau,
ein tüchtiges Weib, Krone des Hauses:
Gella, Tochter des Treindel,
welche begraben wurde in großen Ehren, 
3. Adar I 679
(3. Februar 1919).
Ermreuth Friedhof 112.jpg (70873 Byte)
  Grab von Klothilde Ermreuther   
     
      
Der Friedhof im Frühjahr 2007
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 12.4.2007)
  
Ermreuth Friedhof 312.jpg (154181 Byte) Ermreuth Friedhof 301.jpg (142751 Byte) Ermreuth Friedhof 300.jpg (132724 Byte)
Blick auf den Friedhof hinter 
blühenden Obstbäumen
Neuer Eingang (auf Plan oben mit "Tor"
 gekennzeichnet, Plan rechts unten)
Tafel am Eingang
  
     
Ermreuth Friedhof 303.jpg (152416 Byte) Ermreuth Friedhof 305.jpg (141860 Byte) Ermreuth Friedhof 304.jpg (149303 Byte)
Teilansichten des Friedhofes (die mit Plastikfolie eingehüllten Grabsteine sind vor Frost geschützt)
 
Ermreuth Friedhof 307.jpg (129730 Byte) Ermreuth Friedhof 306.jpg (142636 Byte) Ermreuth Friedhof 309.jpg (127576 Byte)
Teilansichten des Friedhofes (die mit Plastikfolie eingehüllten Grabsteine sind vor Frost geschützt)
  
Ermreuth Friedhof 308.jpg (123616 Byte) Ermreuth Friedhof 310.jpg (135597 Byte)
         
     
Ermreuth Friedhof 302.jpg (97304 Byte) Ermreuth Friedhof 311.jpg (60295 Byte)  
  Grabstein für Karl Gönninger 
(1854-1925; vgl. oben)
 

    
     

Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Neunkirchen a. Brand 
Zur Seite über die Synagoge in Ermreuth 
Informationsseiten von www.juden-in-bamberg.de zu "Ermreuth" (bei Suchfunktion eingeben).
direkt: Seite zum jüdischen Friedhof bei www.juden-in-bamberg.dedirekter Link   
Informationsseiten des Landkreises Forchheim zur jüdischen Geschichte in Ermreuth

Literatur:  

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 203-204.
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Ermreuth. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 9. Jahrgang Nr. 62 vom Juni 1994 S. 14.
Georg Knörlein: Jüdisches Leben im Forchheimer Land. Haigerloch 1998 S. 8-9.
Rajaa Nadler: Der jüdische Friedhof. Hg. vom Zweckverband Synagoge Ermreuth. Forchheim 1998. Hier aus der Plan oben und die Übersetzungen (teilw. leicht modifiziert). 
dies.: Der jüdische Friedhof. In: Synagoge Ermreuth. Festschrift zur Einweihung 1994 S. 80-86. 

   
    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 14. Mai 2014