|
Eingangsseite
Aktuelle Informationen
Jahrestagungen von Alemannia
Judaica
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
Jüdische Friedhöfe
(Frühere und
bestehende) Synagogen
Übersicht:
Jüdische Kulturdenkmale in der Region
Bestehende
jüdische Gemeinden in der Region
Jüdische
Museen
FORSCHUNGS-
PROJEKTE
Literatur
und Presseartikel
Adressliste
Digitale
Postkarten
Links
| |
Zurück zur Seite über die Jüdische Geschichte/Synagoge
in Endingen
Endingen (Kanton
Aargau, Schweiz)
Texte/Berichte zur jüdischen Geschichte des Ortes
Die nachstehend wiedergegebenen Texte mit
Beiträgen zur jüdischen Geschichte in Endingen wurden in jüdischen Periodika
gefunden.
Bei Gelegenheit werden weitere Texte eingestellt.
Die meisten Texte auf dieser Seite konnten noch nicht
abgeschrieben werden: zum Lesen bitte Textabbildungen anklicken.
Übersicht:
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule
Ausschreibungen der Stelle des Lehrers / Vorbeters / Schochet 1861 /
1871 / 1882 / 1893 / 1897 / 1901 / 1908
Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 13. August 1861: |
| |
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
7. August 1861: |
| |
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
20. Dezember 1871: |
| |
Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 5. Juli 1882: |
| |
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
27. Februar 1893: |
| |
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16.
September 1897: |
| |
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
17. Januar 1901: |
| |
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
2. Januar 1908: |
Bericht über die Schulverhältnisse in Endingen und Lengnau (1842)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 22. Januar 1842: |
|
|
|
|
|
Publikation von Lehrer Dreifus in Endingen (1846)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 16. November 1846: |
Nachruf auf Lehrer Moses Menko Guggenheim (1853)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. April 1853:
"Endingen in der Schweiz. Wenn man den Schwarzwald im Rücken lassend
die Straße von Waldshut nach Zürich durch das Surbtal zieht und die
Höhe hinansteigt, wo man das mit Kalkhügeln eng umschlossene und von dem
Surbbache durchzogene Endingen und dessen erhaben in der Gegend
umherschauende neue Synagoge aus den Augen verliert, vor sich den Lägern,
auf dessen Rücken die Burg Regensburg und über dem die fernen schyzer
und glarner Alpen hervorragen und an dessen Fuße das anmutige Lengnau mit
seiner ebenfalls neuen und herrlichen, die dasige Ebene beherrschenden
Synagoge erblickt, da führt eine Straßenkrümmung den Wanderer vorbei an
dem Saume eines mit Eichen und Föhren umgürteten, niederen Hügels. Hier
umschließt eine lange und breite |
Mauer
die körperlichen Überreste der mit Schma Jisrael ihre irdische
Wallfahrt schließenden Bewohner des Surbtals.
Wenn ich früher nie ohne ernste Stimmung an dieser Friedensstätte
vorüber ziehen konnte, so kann ich es jetzt umso weniger, seitdem der vor
einem Jahre im Herrn entschlafene Freunde, Moses Menko Guggenheim, Lehrer
an der unteren israelitischen Schule zu Endingen, hier ruht. Er starb in
seinem einunddreißigsten Lebensjahre nach einer zehnjährigen
Amtsführung, tief betrauert von den Seinigen, den leidenden und Armen,
deren freundlicher und kluger Ratgeber er war. Treu und bieder, Freund der
Aufklärung und Bildung, begeistert für alles Schöne und Erhabene,
heftiger Gegner des Schlechten und der Heuchelei, gutmütiger und braver
Sohn seiner verwitweten Mutter, welcher er mit ganzer Seele anhing,
zartfühlend in Leben und Umgang, tüchtiger Schulmann, in welcher
Eigenschaft ihm seine im aargauischen Seminare erworbenen schönen
Kenntnisse wohl zustatten kamen, ein wahrer Kinderfreund, der sich auf
Herz und Geist seiner Kleinen wohl verstand und sich zu ihnen herabließ,
um sie zu sich heraufzuheben, waren ihm alle Freunde des Bessern zugetan
und schlossen sich ihm mit ungeteiltem Herzen an.
Vor einiger Zeit von Lengnau nach Endingen heimkehrend, zog es mich hin in
diese Lebensstätte, um die Inschrift des vor einigen Wochen meinem
Freunde gestellten Grabsteins zu lesen. Still überdachte ich die von
dessen Bruder gesetzten Worte: 'Nur kurze Zeit aber in Treuen wirktest Du
an Deinem Tagewerke'. Nur kurze Zeit, aber ewig weil für die Ewigkeit!
Wie mancher in den Himmel hineinwachsende Baum wird aufgehen aus den
Samenkörnlein, die Du hier während Deiner Säezeit ausgestreut
hast!
Ob der Zinne der Synagoge zu Endingen hörte ich, während ich an diesem
Gedanken hing, das Glöcklein sechs Uhr schlagen, was mich so wie die
Abdämmerung zu Heimkehr mahnte. Dieses Glöcklein, das einzige in dem
Tälchen, worin Ober-Endingen liegt, auch es erinnert mich an unsern
Freund. Denn seine Bestrebung, unserer Synagoge diese schöne, das ganze
Tälchen erfreuende Zierde zu verschaffen, hat ihm manch harten Kampf
gekostet. - Sogar der harmlose Glockenklang kann gewissen Ohren Ärgernis
geben, und die Unbeugsamkeit der Stabilität legte auch hier ihr Gewicht
in die Schale des Proteste; ja selbst als die Synagogenuhr dem
israelitischen Gläubigen die Stunde zum Gebete verkündete, war sie
bestrebt, das 'geschichtliche' Schulenrufen beizubehalten. Als jene zum
ersten Male von der Synagoge herab ihren Schall vernehmen ließ, da
wandelte ihr Verfechter schon unter den Seligen. Und seither hat der Tod
den guten, in seinem Amtseifer weder Wind noch Wetter scheuenden
Schulenrufer, diese lebendige Reminiszenz der alten Synagogenordnung
abgerufen. Bei meiner Heimkehr fühlte ich ein Geisteswehen meines
verewigten Freundes und in demselben lag folgender Gedanke: Wohl weiß
ich, welch eine Arbeit Dir nun geworden ist, seitdem Du an mir den
Kampfgenossen verloren hast, der dir redlich zur Seite stand, wo es galt
für Licht und Wahrheit gegen Finsternis und Irrtum einzustehen! Darum
fasse Mut! Du hast der Treuen noch viel. Harre nur und setze unser
begonnenes Werk unverdrossen dort! Lohn und Ruhe kannst du nur da
erwarten, wo ich sie jetzt gefunden habe. Wenn auf dem kleinen Erdenrunde
so vieles Nichtsnutzige angestaut und vergöttert, so vieler Irrtum
geliebt und geschätzt, das Gute verachtet und die Wahrheit mißkannt und
verfolgt wird, so könnte auch der Beste in Versuchung geführt werden,
nach glänzendem Tande zu streben. Drum stehe fest! Einst wird eine Zeit
kommen, wo die Nebel der Vorurteile mit allen Lügen- und Truggestalten
schwinden und die Wahrheit in himmlisch reinem Glanze als ewig leuchtender
Strahl Gottes erscheinen wird. - Mit diesem Gedanken kehrte ich heim in
meine Wohnung. Schön stand ich in dem Kreise der Meinigen, als ich erst
durch den Willkomm meiner Gattin und den Vaterruf meiner Kleinen aus
meinem Traume aufgeweckt wurde. Drf." |
Erzählung
des Lehrers Selig Schachnowitz aus dem jüdischen Leben in Litauen. "Das
Chanukkageld" (1902/1903)
Hinweis: Lehrer Selig Schachnowitz (geb. 1874 in Russland, gest. 1952 in
Zürich), war 1901-1908 Kantor in der jüdischen Gemeinde Endingen; danach
Reakteur der Zeitschrift "Der Israelit" und Dozent an der Breuer
Talmud-Hochschule in Frankfurt am Main. 1938 kehrte er in die Schweiz zurück
und war als Seelsorger für jüdische Flüchtlinge tätig.
 |
 |
 |
 |
 |
| Beitrag in der
"Belletristischen Beilage" der Zeitschrift "Der
Israelit" vom 30. Dezember 1902 |
| |
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
| Beitrag in der
"Belletristischen Beilage" der Zeitschrift "Der
Israelit" vom 30. Dezember 1902 |
| |
|
|
|
|
 |
 |
Rechts: "Skizze aus
Litauen" von S. Schachnowitz: "Chazkel, der Wasserträger" |
 |
|
| |
|
Beitrag (nur erste
Seite wiedergegeben) in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 28. Mai 1903. |
Auf dem Weg zur Gleichberechtigung im 19. Jahrhundert
Auf dem Weg zur bürgerlichen Gleichstellung
(1846)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 13. Juli 1846: |
Auf dem Weg zur Gleichberechtigung (1860)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 24. Januar
1860: |
Vorschläge über die Organisation der Aargauischen
jüdischen Gemeinden (1861)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 24. September 1861: |
|
|
Gottesdienst zur Proklamation der bürgerlichen Gleichstellung
(1862)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 17. Juni 1862: |
Neue Gesetzesbestimmungen für die Israelitischen Gemeinden
(1863)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 17. März 1863: |
|
Auf dem Weg zur Gleichstellung der Juden
(1863)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 14. Juli 1863: |
Den jüdischen Einwohnern soll das Ortsbürgerrecht
erteilt werden (1877)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 5. Juni 1877: |
Beitrag "Über die Judenemanzipation in der Schweiz"
(1903)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt"
vom 23. Januar 1903: |
|
Artikel: "70 Jahre Judenemanzipation in der Schweiz"
(1932)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
9. Juni 1932: |
|
|
Berichte aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben
Sängerfest in Endingen (1852)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 23. August 1852: |
|
|
Feier des allgemeinen Bettages in den israelitischen Gemeinden
(1854)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 16. Oktober 1854: |
Verschiedene
Mitteilungen: das Schächten ist offiziell
erlaubt - das Gesetz von 1809 aufgehoben - Herr Bloch wird als Arzt vereidigt -
zum Tod von Pfarrer Sutermeister (1855)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 10. Dezember
1855: |
Die Teilnehmer am Judenkrawall in Endingen werden bestraft (1862)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 1. April
1862: |
Zentenarfeier des Kantons Aargau mit jüdischem
Volksfest (1903)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 24. Juli
1903: |
Allgemeine Gemeindebeschreibung (1916)
Gemeindebeschreibung
im "Jüdischen Jahrbuch für die Schweiz" (Jahrgang 1916 S. 198:
"Neu-Endingen gehört mit Neu-Lengnau zu den jüdischen
Stammgemeinden der Schweiz. Sie zählt noch heute 107 jüdische Seelen mit
29 Gemeindemitgliedern. Vorstand: Lehmann Bloch, Präsident;
Louis Wyler, Aktuar; Max Dreyfuss und Moritz Bollag als Beisitzer. Beamte:
Schnitzer, Kantor.
Institutionen: Synagoge, Religionsschule, Armenpflege,
Friedhof.
Vereine: Krankenverein. Der Zweck desselben ist, bei Krankheit und
Todesfällen Unterstützung und Hilfe zu leisten. Frauenverein, bezweckt
Wohltätigkeit." |
Allgemeine
Gemeindebeschreibung (1921)
Gemeindebeschreibung
im "Jüdischen Jahrbuch für die Schweiz" Jahrgang 1921 S. 193:
"Neu-Endingen, das mit Neu-Lengnau zu den jüdischen
Stammgemeinden der Schweiz gehört, zählt heute 100 Seelen mit 19.
Gemeindemitgliedern. Vorstand: Lehmann Bloch, Präsident;
Julius Bloch, Aktuar; Jakob Bollag und Moritz Bollag. Beamter:
Schnitzler, Kantor und Religionslehrer.
Kirchenpflege: Julius Bloch, Präsident; Moritz Bollag,
Jakob Bollag, Isak Bloch, Samuel Bollag, Jos. Bollag,
Aktuar.
Institutionen: Synagoge, Religionsschule, Friedhof, rituelles
Bad. Vereine: Krankenunterstützungsverein. Der
Zweck desselben ist, bei Krankheit und Todesfällen Unterstützung und
Hilfe zu leisten.
Fonds: Hachnosas-Kaloh (Brautunterstützung), Erez Jisroël,
Schweizerisches Israelitisches Altersasyl Lengnau 'Zdoko'." |
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zum Tod von Moses Guggenheim (1876)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. August
1876: |
Zur Erinnerung an Dr. Markus Lehmann (geb. 1831)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. März
1931: |
Über die Geschichte der Schauspielerin Rachel
(1901)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Juli
1901: |
Stiftung von Babeta Bollag-Dreifus (1906)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 15. Juni 1906:
"Endingen. Stiftung. In hochherziger Weise wurde unsere
israelitische Gemeinde von der jüngst in Basel verstorbenen Witwe Babeta
Bollag-Dreifus bedacht. Die edle Testatorin wies ihrer einstigen Heimatgemeinde
20.000 Franken zu, die sich auf die verschiedenen
Wohltätigkeitsinstitutionen verteilen, mit der bemerkenswerten Bestimmung,
dass von dem am Jahreszeitstage zu verteilenden Zins von 10.000 Franken
ein Drittel den christlichen Armen zugute kommen
soll." |
Zum Tod des Gemeinderates und langjährigen Gemeindevorstehers
Samuel Wyler (1915)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. April
1915: |
Camille Guggenheim (Vater aus Endingen) wird zum
Bundesrichter gewählt (1929)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Dezember
1929: |
Zum Tod von Emile Dreyfus (1931)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Oktober
1931: |
Anzeigen
Toraschreiber zur Anfertigung von Torarollen gesucht (1900)
Anzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 29. März
1900: |
|