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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Durmenach (Dirmenach)
(Dep. Haut Rhin /Alsace / Oberelsass) Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde In Durmenach bestand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine der wichtigsten
jüdischen Gemeinden von Haut-Rhin. Sie war im Pfirter Gebiet (Territoire) die
größte jüdische Gemeinde. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17.
Jahrhunderts zurück. 1784 wurden 340 jüdische Einwohner in 73 Familien
gezählt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts lebten am Ort zeitweise mehr jüdische
als christliche Einwohner; die Höchstzahl wurde um 1840 mit 640 jüdischen
Einwohnern erreicht. Die jüdischen Familien lebten überwiegend vom Handel mit
Vieh, Pferden, Handelsprodukten und Waren aller Art- Doch hatten schon die
Viehhändler oft mehrere Funktionen: sie lieferten nicht nur das Vieh, sondern
auch Kredite, dienten als Rechtsberater oder konnten sogar als Tierarzt
fungieren. Von 1802 bis 1910 war Durmenach Rabbinatssitz. Mehrere antijüdische
Pogrome fand in Durmenach statt, insbesondere 1789 und am 29. Februar 1848, als
75 jüdische Häuser angezündet wurden. Seit der Mitte des 19.
Jahrhunderts ging die Zahl jüdischer Einwohner beständig zurück. 1931 lebten
noch 100, 1939
noch 61 Juden in der Stadt, die in der NS-Zeit nach Südfrankreich deportiert
wurden. Viele davon wurden ermordet. Nach 1945 kamen einige Überlebende
zurück. 1965 lebten 15 jüdische Personen in Durmenach. Zur Geschichte des Friedhofes Der jüdische Friedhof am Waldrand oberhalb des Ortes wurde im 18. Jahrhundert angelegt. Da vor allem in strengen Wintern immer wieder Gräber durch Wildschweine und andere wilde Tiere beschädigt wurden, ging man seit 1832 an den Bau einer Umfassungsmauer. Diese kostete damals 5.000 Fr, wovon die bürgerliche Gemeinde durch den Verkauf von Eichen und Buchen einen Beitrag von 3.000 Fr übernahm. 1834 war die Mauer fertig, doch war sie so schlecht ausgeführt, dass sie in den kommenden Jahren an mehreren Stellen einstürzte. 1843 wurde sie wieder instandgesetzt. Der Friedhof wird bis zur Gegenwart belegt.
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