Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


Eingangsseite

Aktuelle Informationen

Jahrestagungen von Alemannia Judaica

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

Jüdische Friedhöfe 

(Frühere und bestehende) Synagogen

Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region

Bestehende jüdische Gemeinden in der Region

Jüdische Museen

FORSCHUNGS-
PROJEKTE

Literatur und Presseartikel

Adressliste

Digitale Postkarten

Links

 

   
zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"  
zurück zur Übersicht "Synagogen in Unterfranken"
     

Bischofsheim a.d. Rhön (Kreis Rhön-Grabfeld)
Jüdische Geschichte / Synagoge 
(erstellt unter Mitarbeit von Elisabeth Böhrer)

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Fotos    
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde                 
   
In Bischofsheim bestand nach den Angaben bei A. Schumm und I. Schwierz (s. Lit.) "wahrscheinlich vom 15. bis zum 17. Jahrhundert eine jüdische Kultusgemeinde". "Bekannt ist auch, dass die jüdische Gemeinde zahlenmäßig recht groß war". Es ist nicht bekannt, wann die Gemeinde aufgelöst wurde, möglicherweise bereits im Dreißigjährigen Krieg. 
  
Bei Schumm wird ohne nähere Quellenangaben und ohne weitere Datierung berichtet: "Das sog. neue Dorf bei Bischofsheim war wohl identisch mit dem Dörfchen Leutenau. Dasselbe wurde, wie auch andere Rhöndörfer, in kriegerischen Zeiten gänzlich aufgegeben. Der neunische Hof könnte erinnern an das ehemalige Besitztum der Herren von Haus, das also an die Weyers gekommen war. Auf Weyer'schem Lehengrunde im obern Teil der Hofgasse wohnte ehemals die Judenschaft von Bischofsheim. Sie war an Zahl nicht unbeträchtlich, hatte eine Synagoge und einen Begräbnisplatz im Felddistrikt Judenkirchhof. Die Hofgasse hieß darum auch Judengasse."
 
An Einrichtungen waren somit nach Schumm vorhanden: eine Synagoge in der damaligen Judengasse (wo recht viele Juden wohnten), der späteren Hofgasse und heutigen Hofstraße, sowie ein Friedhof im 'Felddistrikt Judenkirchhof' (südöstlich von Bischofsheim, heute am Stadtrand im Bereich zwischen der heutigen Lindenstraße = früherer Judenfriedhofsweg, dem Metzenbachweg und der Ahornstraße). 
   
Im 19./20. Jahrhundert kam es nur zum vereinzelten Zuzug weniger jüdischer Personen, ohne dass eine jüdische Gemeinde entstehen konnte. Nach Angaben von Elisabeth Böhrer wohnte von 1896 bis 1912 zumindest eine jüdische Familie in Bischofsheim: die Familie von Bernhard Neumann (geb. 1868 in Oberelsbach), der mit seiner Frau nach der Geburt des ersten Kindes (Mai 1896) aus Oberelsbach in Bischofsheim zugezogen ist; in Bischofsheim sind zwei weitere Kinder des Ehepaares geboren (1897 und 1900). Im Mai 1912 zog die Familie nach Schweinfurt.   
     
     
Adresse/Standort der Synagoge: ehemalige Judengasse (heute Hofstraße) 
    
    
Fotos:  
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 5.4.2009)  

Bischofsheim Stadt 170.jpg (75342 Byte) Bischofsheim Stadt 171.jpg (79044 Byte) Bischofsheim Stadt 172.jpg (88105 Byte)
Verschiedene Ansichten der Hofstraße (ehemalige "Judengasse")  
     
  Bischofsheim Stadt 173.jpg (90608 Byte)  
  Straßenschild  

      
        

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Bischofsheim a.d. Rhön, weitere Informationen: Bischofsheim.info    

Literatur:  

Anton Schumm: Geschichte der Stadt Bischofsheim vor der Rhön, seinen Landsleuten und allen Freunden der Rhön. Würzburg 1875. S. 16. Online zugänglich  
Israel Schwierz:  Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. A 85. 1988 S.  42.

    
     

                   
vorherige Synagoge  zur ersten Synagoge nächste Synagoge 

           

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 04. Juli 2015