Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Berwangen (Gemeinde Kirchardt, Kreis Heilbronn) 
Dokumente in Erinnerung an das jüdische Ehepaar Abraham und Elsa Gutmann geb. Vollweiler

Am 22. Oktober 1940 wurden die letzten neun jüdischen Einwohner von Berwangen nach Gurs deportiert. 
Von ihnen überlebten die Eheleute Abraham und Elsa Gutmann geb. Vollweiler in französischen Lagern und Hospitälern.

Lebensdaten: Abraham Gutmann: 29. Oktober 1867 - 13. März 1948.
Elsa Gutmann geb. Vollweiler: 2. Dezember 1887 - 24. März 1973.
  

Jugendbild von Elsa Vollweiler,
 später verheiratete Gutmann
Berwangen Gutmann 024.jpg (69071 Byte)
Elsa Vollweiler in der Mitte - zusammen mit Freundinnen
     
Bericht von Elsa Gutmann über 
die Stationen in den Jahren 1940 bis 1946
Berwangen Dok Br 02.jpg (78269 Byte) Berwangen Dok Br 03.jpg (71099 Byte)
       
Brief von Prälat Hermann Maas, Heidelberg
 vom 24. März 1948 an Elsa Gutmann nach
 dem Tod ihres Mannes Abraham Gutmann
Berwangen Dok Maas 01.jpg (127458 Byte) Berwangen Dok Maas 02.jpg (129945 Byte)
     
Mit guten Bekannten 
(1950er-Jahre)
Berwangen Gutmann 020.jpg (39643 Byte)
  Elsa Gutmann (links mit Hund)
   
Elsa Gutmann mit einem Nachbarn
(1950er-Jahre)
Berwangen Gutmann 025.jpg (48882 Byte) Berwangen Gutmann 026.jpg (50999 Byte)
Anmerkungen zu obigem Foto: 1) Der abgebildete Mann neben Frau Gutmann - Herr August Rottmann - ist beim Novemberpogrom 1938 den auswärtigen SA-Leuten entgegengetreten und hinderte sie, ein jüdisches Haus in der Nachbarschaft anzuzünden [Die Flammen hätten auf sein Anwesen übergegriffen]. Die Synagoge zerstörten die SA-Leute mit brachialer Gewalt.
2) Frau Gutmann überlebte das Lager Gurs u.a., weil sie sich den Fuß brach. Auf dem obigen Bildausschnitt rechts sieht man ihren krumm zusammengewachsenen Fuß, der nicht sachgemäß behandelt wurde. Sie musste außerhalb des Lagers (nach-)behandelt werden. Dadurch kam sie in ein Krankenhaus von katholischen Schwestern. Diese sorgten für sie und versteckten sie. Frau Gutmann konnte sehr gut sticken und stellte für die Schwestern Spitzendecken und gottesdienstliche Tücher her und trug so zu ihrem Lebensunterhalt bei und konnte auch ihren Mann unterstützen. Über diese Verbindung wurde auch Abraham Gutmann aus dem Lager geholt. So überlebten beide das Lager und das Kriegsende.
   
   
Elsa Gutmann 1958 oder 1959 mit einer
 Gruppe von Studenten auf dem 
jüdischen Friedhof in Berwangen
Berwangen Friedhof 0201.jpg (24092 Byte) Berwangen Friedhof 0204.jpg (31978 Byte)
      
         
Im März 1963 auf der Fahrt nach Gurs /
 Südfrankreich in Oloron-Sainte-Marie 
(bei Gurs)
Berwangen Gutmann 023.jpg (55260 Byte) Berwangen Gutmann 022.jpg (45078 Byte)
  Elsa Gutmann dritte von rechts - 
hinter der zweiten Frau von rechts
Elsa Gutmann links 
 
     
Ziel der Reise nach Gurs 1963 
war die Teilnahme an der Einweihung 
der Gedenkstätte
Berwangen Gutmann 027.jpg (40783 Byte)
Bei einer Gedenkfeier in Gurs im März 1963 - stehend mit Brille und dunklem Mantel: 
der damalige Landrat Dr. Paul Herrmann (Sinsheim)
     
Elsa Gutmann an Ostern 1967 
mit dem Sohn einer Bekannten
Berwangen Gutmann 021.jpg (60247 Byte)
     
     
Grab von Abraham Gutmann und 
Elsa Gutmann geb. Vollweiler im 
jüdischen Friedhof Berwangen
(um 1985 / 2003)
Berwangen Friedhof05.jpg (156337 Byte) Berwangen Friedhof 152.jpg (76990 Byte)

  
Anmerkung: Die Dokumente wurden zur Verfügung gestellt von Dr. Oskar Föller, Lebenszentrum Adelshofen. Sie stammen von Frau Paula Kölli aus Resten des Nachlasses von Elsa Gutmann. 

   

   

 

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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 20. November 2013