Zurück zur Übersicht: "Jüdische
Friedhöfe in der Region"
Zurück zur Übersicht: "Jüdische Friedhöfe in Thüringen"
Bauerbach (VG Salzbrücke,
Kreis Schmalkalden-Meiningen)
Jüdischer Friedhof
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge
in Bauerbach (interner Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
Wann der jüdische Friedhof in Bauerbach angelegt wurde, ist nicht bekannt, spätestens
in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es sind Grabsteine seit 1722
erhalten (in Bibra
lebten allerdings bereit 1658 jüdische Familien). Auf dem Friedhof wurden
verstorbene jüdische Gemeindeglieder aus Bauerbach, Bibra
und aus dem bayrischen Dorf Mühlfeld beigesetzt. Aus der Mitte des 18.
Jahrhunderts sind noch mehrere Steine erhalten. Der älteste Teil liegt vorn,
rechts vom Mittelweg. Im hinteren Teil, auf einer Lichtung, liegen die beiden
neueren Teile.
Beim Novemberpogrom 1938 wurden Grabsteine umgeworfen und mehrere vom
Friedhof entfernt. Die letzten Beisetzungen waren um 1940. Der Friedhof ist
einer der größten Landfriedhöfe in Thüringen. Die Friedhofsfläche umfasst
etwa 37,00 ar. Es sind ca. 365 Grabstätten vorhanden. Vom Friedhof aus bietet
sich ein weiter Blick über den Ort und das Tal. Eine Teil-Dokumentation des
Friedhofes siehe bei Schwerda/Nothnagel s. Lit. S. 79-84.
Die Lage des Friedhofes
Der Friedhof liegt unmittelbar südöstlich des Ortes in Richtung Ritschenhausen
an der Krackenwand auf einer
Anhöhe im Wald (am Wegweiser Suhl am Ende der Bebauung links steil nach oben).
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 12.8.2005)
 |
 |
 |
| Der Weg zum Friedhof ist
ausgeschildert |
Teilansichten des
insgesamt hervorragend erhaltenen Friedhofes |
| |
|
 |
 |
 |
| Weitere
Teilansichten |
Levitenkanne |
| |
|
 |
 |
 |
"Hier ruht ein
vollkommener und
rechtschaffener Mann: Josef Abraham,
Sohn des Jaakow -
das Andenken des
Gerechten sei zum Segen - von Bauerbach.
Gestorben am 19.
Nisan (5)573"
(= 9. April 1814) |
Text oben:
"Hier ruht das Kind Nathanael...
gestorben am Dienstag,
7. Adar Scheni
(5)608" ( = 12. März 1848) |
"Hier ruht ein
vollkommener und
rechtschaffener Mann: Samuel Sohn
des Jizchak von Bibra.
Gestorben am
heiligen Schabbat, 21.(?) Kislew (5)615"
(Nov./Dez.
1854) |
| |
| |
|
| |
|
|
 |
 |
 |
Grabsteine aus der Familie
Katz:
Jakob Katz, Emma Katz und Levi Katz |
Grabstein für Isak
Weissbacher
(1857-1936) |
oben: Grabstein
für Marianne Sachs
geb. Frank (1855-1931) |
| |
|
|
| |
 |
|
| |
Grabstein für Babette
Mühlfelder (1862-1910) mit Akrostichon in der deutschen Eulogie:
"Biederkeit und Menschenliebe
Allzeit treu bewährtest Du.
Bis dem edlen Tugendtriebe
Ein mächtig Halt! gebot die Ruh.
Trugst geduldig schwere Leiden.
Tretend ein zu ew'gen Freuden."
|
|